
Cortina – Wenn der Eiskanal ruht, liefern die anderen Disziplinen die Geschichten – und die eindrucksvollste schrieb das Langlauf-Duo. Laura Gimmler und Coletta Rydzek sicherten sich im Teamsprint von Tesero Bronze und damit die erste Langlauf-Medaille für Team D. Trotz schlafloser Nacht, Nervosität und körperlicher Probleme kämpften sich die beiden zu Platz drei, Rydzek setzte im Finale mit einem kompromisslosen Schlussspurt das Ausrufezeichen. 14 Hundertstel entschieden zugunsten der Deutschen. Bundestrainer Peter Schlickenrieder sprach von „großartigem Kämpferblut“, im Ziel wartete ein emotionaler Empfang durch das gesamte Team – eine Medaille als kollektiver Befreiungsschlag.
Zwischen Tragik, Trauma und verpassten Chancen
Während Tesero jubelte, erlebte Lena Dürr im Slalom von Cortina das nächste olympische Drama. Nach starkem ersten Lauf folgte der Einfädler – das bittere Ende ihres Medaillentraum. Gold holte Mikaela Shiffrin, die ihr Olympia-Trauma eindrucksvoll abschüttelte. Im Biathlon verpasste die Frauenstaffel nach Fehlern am Schießstand Rang drei, im Snowboard-Slopestyle rutschte Annika Morgan im letzten Run noch von Bronze auf Platz vier. Auch die Eishockey-Männer schieden nach defensiven Unzulänglichkeiten gegen die Slowakei aus – deutliche Worte von Leon Draisaitl inklusive. Ein Wettkampftag, der zwischen Ekstase und Ernüchterung pendelte.


