Ein Lübecker Talent im Rampenlicht: Kickboxabteilung des Boxclub Lübeck greift in der Hansehalle an

17-Jähriger zeigt sein Können

Kickboxabteilung Lübeck. Foto: Marcel Trumpp / Atrava Media Instagram: „_mrc.l_“/oH

Lübeck – Wenn in Lübeck vom Boxclub Lübeck die Rede ist, denken viele zunächst an das klassische olympische Boxen – eine Disziplin, die den Verein seit Jahrzehnten prägt. Doch hinter den Kulissen hat sich längst ein weiterer Erfolgszweig etabliert: die Kickboxabteilung. Seit Jahren mischt sie in der nationalen Spitze mit – und bringt nun ein vielversprechendes Talent auf die große Bühne der Hansestadt.

Mehr als nur K-1: Die Vielfalt des Kickboxens

Kickboxen wird im allgemeinen Sprachgebrauch oft mit K-1 gleichgesetzt. Für Insider ist das jedoch nur ein Teil des Gesamtbildes.

„Kickboxen ist eigentlich der Überbegriff für verschiedene Stile, bei denen geschlagen und getreten wird“, erklärt Adem Haydar, Leiter der Kickboxabteilung des Boxclub Lübeck. „K-1 hingegen ist ein Regelwerk – für Zuschauer wahrscheinlich die spektakulärste Variante, weil dort Knockouts besonders häufig sind.“ Doch der sportliche Unterbau geht tiefer. Disziplinen wie Leicht- und Vollkontakt bilden die technische Grundlage vieler Kämpfer. „Im Leicht- und Vollkontakt sind zum Beispiel keine Knie erlaubt“, so Haydar. „Dadurch entwickeln die Athleten sehr saubere, boxlastige Kombinationen und ein extrem gutes Distanzgefühl.“ Diese technische Vielseitigkeit macht sich auch im Ring bemerkbar – gerade im Vergleich zu reinen K-1-Spezialisten.

Zwischen Boxring und Kickbox-Matte

Die enge Verbindung zwischen Boxen und Kickboxen ist im Verein kein Zufall. Viele Athleten trainieren bewusst in beiden Disziplinen.

„Viele unserer Kickboxer kommen auch regelmäßig zum Boxtraining“, sagt Tolga Tanriverdi, Boxtrainer und erster Vorsitzender des Vereins. „Das ergänzt sich perfekt – und hebt das Niveau enorm.“ Ein Name fällt dabei immer wieder: Teodor Petrov. „Ich möchte ihn auch gerne mal klassisch boxen lassen“, so Tanriverdi. „Er ist wirklich talentiert.“

Ausnahme für ein Ausnahmetalent

Petrov ist erst 17 Jahre alt – und steht dennoch vor seinem bislang größten Auftritt. Bei den Storm Fighting Championships Volume 2 in der Hansehalle wird er Teil der Fightcard sein – obwohl dort eigentlich nur erwachsene Kämpfer antreten. Eine bewusste Entscheidung der Veranstalter. „Nachdem wir Teodor im Training gesehen haben, mussten wir diese Ausnahme machen“, sagt Storm-FC-Geschäftsführer Markus Kemper. „Er steht den Erwachsenen in nichts nach.“ Sein Gegner: Cenk Asan vom Team Atilla aus Hamburg – ebenfalls 17 Jahre alt, aber bereits norddeutscher Meister seiner Gewichts- und Altersklasse. „Das wird ein besonderer Fight“, ist sich Kemper sicher. „Beide stehen zum ersten Mal auf so einer Bühne. Da wird nichts verschenkt.“

Der Auftakt gehört dem Nachwuchs

Dass ausgerechnet Petrov den Abend mit eröffnen wird, passt ins Konzept der Veranstaltung. Denn traditionell steigen die Kämpfe im Laufe des Abends in ihrer Bedeutung – doch gerade die frühen Begegnungen haben eine besondere Rolle. „Solche Events leben davon, dass neue Talente sichtbar werden“, hatte Kemper bereits im Vorfeld betont. „Diese Kämpfe sind das Fundament für alles, was danach kommt.“ Für Petrov bedeutet das: maximale Aufmerksamkeit – und die Chance, sich direkt vor großem Publikum zu beweisen.

Anzeige
Anzeige
AOK
Anzeige
AOK
Anzeige
Anzeige
VfB Lübeck

Heimvorteil in der Hansehalle

Die Bühne könnte kaum größer sein. Wer schon einmal eine Veranstaltung des Boxclub Lübeck in der Hansehalle erlebt hat, kennt die Atmosphäre: volle Ränge, lautstarke Unterstützung – und eine Tribüne fest in Lübecker Hand. Auch diesmal will der Verein genau daran anknüpfen. „Wir werden Teodor mit allem unterstützen, was wir haben“, verspricht Tanriverdi. Und tatsächlich ist der Rückhalt im Kampfsport oft mehr als nur Kulisse. Gerade junge Kämpfer profitieren enorm von der Energie des Publikums – ein Faktor, der schon bei vergangenen Events eine entscheidende Rolle gespielt hat.

Ein Abend, der mehr ist als nur ein Kampf

Storm FC steht längst nicht mehr nur für einzelne Kämpfe, sondern für ein Gesamterlebnis: hochklassiger Kampfsport, emotionale Geschichten und eine Atmosphäre, die Zuschauer und Athleten gleichermaßen mitreißt. Für Teodor Petrov könnte dieser Abend der erste große Schritt einer vielversprechenden Karriere sein. Und für Lübeck die nächste Gelegenheit, eines seiner Talente auf dem Weg nach oben zu begleiten. Tickets Tickets für die Storm Fighting Championships Volume 2 sind ab 25 Euro erhältlich unter:
www.stormfc.de

Worauf freust du dich am meisten bei Storm FC 2?

View Results

Wird geladen ... Wird geladen ...
Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein