Anzeige
Barmenia Roland Kahl

Moskau/St. Petersburg – Knapp 30 Minuten lang schnupperte Deutschland an der Situation, schnupperte am Halbfinale, doch am Ende musste sich die Mannschaft von Marco Sturm doch klar geschlagen geben. Sie unterlag Gastgeber Russland mit 1:4 (1:0, 0:3, 0:1), zeigte aber eine kämpferisch gute Leistung. Ebenfalls ins Halbfinale zogen die USA, Finnland und Kanada ein.

Russland war noch nicht ganz auf dem Eis, da verpasste Patrick Reimer dem Gastgeber den Schock. Nach fünf Minuten traf er zum 1:0. Russland biss sich im ersten Drittel die Zähne an Thomas Greiss im Tor aus, ehe Topscorer Vadim Shipachyov direkt zu Beginn des zweiten Abschnitts ausglich (21.). Wenig später brachte Yevgeni Dadonov die Sbornaja sogar in Führung (28.), ehe erneut Shipachyov das 3:1 nachlegte (35.). Deutschland probierte im letzten Drittel nochmal alles, doch Superstar Alexander Ovechkin machte in der 43. Minute mit seinem ersten Turniertor den Deckel drauf. Damit endet das WM-Turnier für Deutschland wie erwartet im Viertelfinale, doch die deutsche Mannschaft kann erhobenen Hauptes in die Heimat zurückreisen und nach guten Leistungen recht entspannt in das Heimturnier 2017 gehen.

Der Gruppenerste aus Moskau, Tschechien, schied überraschend aus. Gegen die USA unterlag der Gastgeber von 2015 mit 1:2 nach Penaltyschießen. Tomas Zohorna brachte Tschechien mit einem verwandelten Penaltyschuss in Führung (16.), doch ansonsten biss sich seine Mannschaft am starken Keith Kincaid im US-Kasten (31 Paraden) die Zähne aus. Jungstar Auston Matthews gelang nach 22 Minuten fast aus dem Nichts der Ausgleich für die USA. Anschließend hatten beide Teams Chancen die Partie zu entscheiden, doch die restlichen 38 Minuten sowie die Verlängerung blieben torlos. Im Penaltyschießen war nur Matthews erfolgreich und sicherte den USA den Halbfinaleinzug.

Dagegen hält sich Finnland weiter schadlos. Team Suomi ließ auch Dänemark keine Chance und gewann am Ende verdient mit 5:1. Mikael Granlund sorgte für die Führung (15.), ehe Jarno Koskiranta zu Beginn des Mitteldrittels erhöhte (22.). Dänemark schöpfte nach einem Powerplay-Treffer von Lars Eller nochmals Hoffnung (32.), doch Patrik Laine stellte mit dem 3:1 den alten Abstand wieder her (39.). Im letzten Drittel passierte lange nichts, dann nahm Dänemark den Torhüter vom Eis und Jussi Jokinen machte mit dem 4:1 alles klar (58.). Mikael Granlunds zweiter Treffer sorgte dann für das fünfte finnische Tor (59.).

Titelverteidiger Kanada kam ebenfalls glatt weiter. Der Weltmeister fertigte Schweden mit 6:0 ab. Es dauerte allerdings bis zur 19. Minute, ehe Mark Scheifele für die Führung sorgte. Matt Dumba sorgte im Powerplay dann für das 2:0 (27.), Brad Marchand und Max Domi legten binnen zehn Sekunden nach (33.).  Mark Stone (52.) und Derick Brassard (54.) machten dann im letzten Abschnitt das halbe Dutzend komplett.

Im Halbfinale trifft nun die USA auf Kanada, Finnland spielt gegen Russland.