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Barmenia Roland Kahl

Timmendorfer Strand – In der letzten Saison gab es drei Teams, gegen welche der EHC Timmendorfer Strand mindestens sechs Punkte holte. Zwei dieser Teams warten nun am kommenden Wochenende auf die Beach Boys. Am Freitag (20 Uhr) gastiert die Mannschaft von Dave Rich bei den Black Dragons Erfurt, am Sonntag (18 Uhr) sind die Rostock Piranhas zu Gast. Das Ziel ist klar: sechs Punkte sollen her, ungeachtet aller Personalsorgen.

Im letzten Jahr war Erfurt ein gutes Pflaster für den EHCT. Mit kleiner Kombo gelang den Beach Boys ein 6:4, das Rückspiel wurde dann deutlich mit 7:2 gewonnen. Von daher sind die Drachen so etwas wie ein Lieblingsgegner gewesen. Allerdings fehlten bei Erfurt zwei Spieler, die der aktuellen Saison bisher den Stempel aufdrücken. Der Slowake Michal Vazan kam erst kurz vor Saisonende, der Kanadier Robin Sochan fiel lange verletzt aus. Von daher dürfte es trotz der Abgänge von Andreas Nickel, Josef Huber und Maximlian Dimitrovici ein etwas stärkere Mannschaft sein als im letzten Jahr. Zumal auch Reto Schüpping und Mathias Vostarek, welche im Februar aus Essen nach Thüringen kamen, gute Leistungen zeigen. Die bisherigen Spiele der Black Dragons verliefen relativ knapp. Dabei sprangen zwei Siegen gegen FASS Berlin und Rostock heraus, dazu kommen drei Niederlagen gegen Duisburg, die Hannover Indians und Hamburg. Verzichten müssen die Erfurter auf den gesperrten Hannes Ulitschka sowie eventuell auf Stürmer Felix Schümann.

Eine ähnliche Bilanz wie die Beach Boys weisen hingegen die Rostock Piranhas auf. Lediglich einen Sieg in sechs Spielen feierten die neuformierten Raubfische zu Saisonbeginn. Nur gegen FASS gab es einen knappen Sieg, ansonsten setzte es Niederlagen in Hamburg, Erfurt und Braunlage sowie gegen Essen und Halle. Und im Gegensatz zu Timmendorf hinterlassen die Ergebnisse und die Spielweise keine lachenenden Gesichter in Rostock. Vor allem im Angriff hapert es. Lediglich die erste Reihe um Michal Bezouska, den ex-NHLer Tomas Kurka und Artur Lemmer trifft regelmäßig. Verzichten müssen die Piranhas voraussichtlich auf den verletzten Florian Brink. Im letzten Jahr feierten beide Teams je zwei Siege gegen den Lieblingsrivalen. Die ersten beiden Duelle gewann schon fast traditionsgemäß Rostock, Timmendorf siegte in den letzten beiden Partien. Am letzten Spieltag der letzten Saison gab es ein 9:5.

Doch das zählt an diesem Wochenende alles nicht mehr. Vor der Saison galten beide Teams als direkte Konkurrenten der Beach Boys und an dieser Einschätzung hat sich nach den ersten drei Wochenenden nichts geändert. Von daher gilt es für die Beach Boys nun, endlich das erste Sechs-Punkte-Wochenende der Saison zu feiern. Damit könnte man ein klares Zeichen setzen, sich für die gezeigten Spiele belohnen und gleichzeitig unter Beweis stellen, dass man durchaus ein Wörtchen um die Ränge neun oder zehn mitreden will. Die Chancen sind nach den gezeigten Leistungen der letzten Spiele auf jeden Fall da. Ausfallen werden definitiv die weiter verletzten Patrick Saggau und Tjalf Caesar. Fragezeichen stehen hinter den angeschlagenen Viktor Engert, Jason Horst und Gianluca Balla. Hier entscheidet sich im Abschlusstraining, ob es reicht. Über berufliche Ausfälle ist zur Zeit noch nichts bekannt. Die Timmendorfer hoffen in der Abteilung Attacke wieder auf die doppelten Maxe: der Kanadier Max Grassi (Foto) platzte gegen Braunlage der Knoten in Sachen Scoring und der frische Neuzugang Max Spöttel hinterließ in seinen ersten beiden Spielen einen blendenden Eindruck.

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