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Barmenia Roland Kahl

Timmendorfer Strand – Nomen est Omen? Die Eishockey-Fans des EHC Timmendorfer Strand hoffen, dass es nicht so sein wird. Denn beim Spiel gegen Oberliga-Spitzenreiter Moskitos Essen gingen im wahrsten Sinne des Wortes die Lichter aus – nach etwas mehr als 45 Minuten ging die Notbeleuchtung an. Beim Stand von 2:5 aus Timmendorfer Sicht wurde es im ETC finster. Zwar bekamen die Hausmeister die Beleuchtung wieder an, doch da hatte Hauptschiedsrichter Gordon Bergas aus Hamburg bereits auf Abbruch entschieden. Letztlich stand das Spiel von vornherein unter keinem guten Stern.

Denn schon der Spielbeginn verzögerte sich um 45 Minuten. Das Schiedsrichter-Trio war auf der Fahrt nach Timmendorf in eine Vollsperrung auf der A1 geraten und hatte so die Halle mit deutlicher Verspätung erreicht. Zwischendrin hatte Moskitos-Coach Frank Gentges schon mit Abreise seiner Mannschaft gedroht.

Bis zum Abbruch wurde dann Eishockey gespielt und zumindest 30 Minuten lang boten die Beach Boys dem Tabellenführer Paroli. Mehr noch: die Timmendorfer gingen in Führung. Denis Akimoto traf in Überzahl (10.). Essen gelang durch Andrej Bires aber der glückliche Ausgleich (20.). Im zweiten Drittel bestimmten die Moskitos das Spiel, doch das erste Tor erzielte wieder der EHCT. Vitalij Blank traf zum 2:1 (29.). Die Antwort der Essener ließ aber nur 149 Sekunden auf sich warten. Erneut glich Bires aus und wenig später traf Robin Slanina zur 3:2-Führung (39.). Im letzten Abschnitt machten die Moskitos mit einem Doppelschlag scheinbar alles klar. Dominik Patocka (44.) und erneut Slanina (45.) sorgten für das 5:2 – offenkundig die Entscheidung. Und dann fiel das Licht aus.

Es wurde dunkel in der Halle, nur noch die Notbeleuchtung spendete etwas Helligkeit. Die 596 Zuschauer nahmen es noch mit Humor und versuchten mit Feuerzeugen sowie Handytaschenlampen für Licht zu sorgen. Dieser verflog aber sehr schnell, als Schiedsrichter Bergas nach etwas mehr als 15 Minuten Wartezeit den Spielabbruch beschloss. Dem nicht genug: 90 Sekunden nach Bekanntgabe der Entscheidung war das Licht wieder an. Nach ersten Informationen gab es im gesamten Timmendorfer Gemeindegebiet Stromschwankungen, was dann auch in der Halle zu Komplikationen führte.

Nun bleibt abzuwarten, was passiert. In Anbetracht des Spielstandes ist eine Wertung von 5:2 oder 5:0 für Essen zu erwarten, auch wenn ein Wiederholungsspiel oder ein Nachspielen der letzten 15 Minuten zumindest theoretisch möglich ist.

Nicht genug: auch das Verletzungspech hat bei den Timmendorfern wohl wieder zugeschlagen. Neben den ohnehin verletzten Patrick Saggau und Tjalf Caesar droht nun Goalie Jordi Buchholz (Foto) eine längere Pause. Der 22-Jährige Schlussmann verletzte sich an der Leiste – im Sommer war er erst an jener operiert worden.

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