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Barmenia Roland Kahl

Rostock – Es sollte das erste Sechs-Punkte-Wochenende der Saison werden, doch am Ende muss sich der EHC Timmendorfer Strand mit deren vier begnügen. Denn das Ostseederby bei den Rostock Piranhas ging unnötigerweise mit 4:5 (4:0, 0:3, 0:1, 0:1) nach Verlängerung verloren. Mal wieder war es ein Überzahlgegentor, welches die Partie entschied.

Dabei war der Anfang genau so, wie sich die zahlreich mitgereisten Timmendorfer Fans es wünschten. Es dauerte keine sechs Minuten, ehe sich Tim May für die starken letzten Spiele belohnte und zum 1:0 traf. Und da Rostock sich im Tiefschlaf befand, konnten die Beach Boys innerhalb von 148 gleich dreimal nachlegen. Die zweite Reihe um Gianluca Balla, Kenneth Schnabel und Max Grassi schlug zu, versetzte die Piranhas zumindest kurzzeitig in eine Schockstarre. Erste Fans hatten schon die Gedanken an das legendäre 12:1 aus dem Jahr 2014, doch die Piranhas fingen sich und erspielten sich gute Chancen. Jordi Buchholz im Timmendorfer Kasten hielt diesen aber sauber.

Im zweiten Drittel kam Rostock dann mit Volldampf, brauchte aber einen Penalty von Jannik Striepeke für die Initialzündung. Doch binnen 182 Sekunden war das Spiel spannend, Moriz Schug und Constantin Koopmann legten zum 3:4 nach. Die Partie drohte mal wieder zu kippen, Rostock war im zweiten Abschnitt dem 4:4 näher als der EHCT dem fünften Treffer. Die Drittelpause rettete die Beach Boys schließlich.

Im letzten Drittel hatten die Timmendorfer den etwas besseren Start, aber nun war auch Rostocks Dustin Haloschan warm gespielt und so verpassten die Beach Boys das 5:3. Die Piranhas bekamen nochmal die zweite Luft und     gleich dreieinhalb Minuten vor dem Ende aus. Pascal Sternkopf erzielte das absolut verdiente 4:4. Die Verlängerung musste also entscheiden und als sich alle schon auf das Penaltyschießen eingestellt hatten, musste Denis Akimoto in die Kühlbox. 18 Sekunden später und damit 32 Sekunden vor dem Ende brachte Koopmann die heimischen Zuschauer zum Jubeln – die Piranhas siegten mit 5:4, am Ende sicherlich verdient.

Die Beach Boys müssen sich am Ende die Frage stellen lassen, ob Konzentration und Kondition im Moment einfach nicht ausreichen. Wie schon am Freitag verspielten sie eine sichere Führung und wurden diesmal bitter bestraft. Der Rückstand auf die Pre-Playoff-Ränge beträgt zwar nur drei Punkte, allerdings haben sowohl Braunlage wie auch Erfurt auf den Rängen zehn und elf ein Spiel weniger absolviert. Da könnte diese völlig überflüssige Niederlage von Rostock doppelt weh tun.

Statistik
Tore: 0:1 May (6./ÜZ), 0:2 Balla (11.), 0:3 Schnabel (12.), 0:4 Grassi (13.), 1:4 Striepeke (24./PS), 2:4 Schug (26.), 3:4 Koopmann (27.), 4:4 Sternkopf (57.), 5:4 Koopmann (65./ÜZ)

Schüsse: 39 – 25
Strafen: Rostock 10 – Timmendorf 10
Zuschauer: 749

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