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Barmenia Roland Kahl

Halle/Saale – Es gibt Abende, da möchte man über bestimmte Sportereignisse den Mantel des Schweigens legen. Nicht, weil die sportliche Darbietung schlecht war, denn mies war das Eishockey-Oberliga-Spiel zwischen den Saale Bulls Halle und dem EHC Timmendorfer Strand sicherlich nicht. Sondern, weil sich die Protagonisten in den Vordergrund stellen, die eigentlich nicht die Hauptrolle übernehmen sollten: die Unparteiischen. Und beeinflussten die Partie im Eisdom an der Saale maßgeblich, zu Ungunsten der Beach Boys, die sich den Bullen am Ende mit 2:4 (1:2, 0:0, 1:2) geschlagen geben mussten.

Doch der Reihe nach: die Beach Boys erwischten einen starken Auftakt, boten dem Favoriten aus Sachsen-Anhalt von Beginn an Paroli. Und nicht ganz unverdient traf Denis Akimoto von der blauen Linie zum 1:0. Im Anschluss übernahm aber Hauptschiedsrichter Christian Rüdiger (EC Ilmenau) die Hauptrolle, schickte einen Beach Boy nach dem Anderen in die Kühlbox – und das obwohl nicht mal Foulspiele zu sehen waren. Die Folge waren zwei doppelte Überzahlspiele für Halle, welche die Saale Bulls durch Danny Albrecht und Denis Fominych dazu nutzten, die Partie zu drehen. Mit diesem 2:1 ging es in die Pause.

Im zweiten Drittel nahm der Schiedsrichter kaum Einfluß auf das Spiel und die Timmendorfer lieferten Halle einen grandiosen Kampf. Tore fielen aber trotz guter Chancen auf beiden Seiten nicht. Doch zu Beginn des Schlussdrittels klingelte es wieder im Kasten. Erst sorgte Philipp Gunkel für das 3:1, doch nur 46 Sekunden verkürzte Yannick Henry für Timmendorf. Nun wogte das Spiel lange hin und her, ehe der zweite Akt der „Schiedsrichter-Show“ folgte. Erneut wurden nun nacheinander Beach Boys in die Kühlbox. Negativer Höhepunkt war eine Matchstrafe gegen Akimoto wegen Beschimpfung von Offiziellen. In der nachfolgenden fünfminütigen Überzahl machte Igor Bacek dann für die Saale Bulls alles klar.

Am Ende haben die Timmendorfer erneut eine starke Leistung gezeigt, waren gegen phasenweise neun Gegner auf dem Eis aber chancenlos. Nun heißt es Wundenlecken bis zum Freitag, dann reist der EHCT zu den Moskitos Essen.

Statistik
Tore: 0:1 Akimoto (6.), 1:1 D. Albrecht (12./ÜZ), 2:1 Fominych (18./ÜZ), 3:1 Gunkel (42.), 3:2 Henry (42.), 4:2 Bacek (59./ÜZ)

Schüsse: 42 – 27
Strafen: Halle 4 – Timmendorf 20 plus Matchstrafe Akimoto
Zuschauer: 1045
Schiedsrichter: Rüdiger (Belitz, Mänicke)

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