Timmendorfer Strand – Das Sechs-Punkte-Wochenende war balsam für die Fanseelen beim EHC Timmendorfer Strand. Aber nicht nur balsam, sondern auch auch überlebenswichtig, denn so hat man sich ein kleines Polster auf Rang sieben der Qualifikationsrunde erarbeitet. Dennoch ist natürlich nicht entschieden, daher sollten die Beach Boys weiter fleißig Punkte sammeln. Doch die Aufgaben am kommenden Wochenende werden schwer, denn die Black Dragons Erfurt (Freitag, 20 Uhr im ETC) und die Rostock Piranhas (Sonntag, 19 Uhr in Rostock) kämpften um den letzten Platz in den Pre-Playoffs. Damit könnte der EHCT das berühmte Zünglein an der Waage werden.

Sowohl Erfurt (56 Punkte) wie auch Rostock (53) haben aktuell einen guten Lauf. Die Drachen gewannen fünf ihrer letzten sechs Spiele, verloren aber am letzten Sonntag gegen Preussen Berlin. Noch besser sind die Raubfische drauf, welche sieben ihrer letzten acht Begegnungen für sich entscheiden konnten und zuletzt die Hannover Indians in zwei Duellen besiegen. Von daher sind die Favoritenrollen in beiden Spielen klar verteilt, zumal sowohl die Black Dragons wie auch die Piranhas defensiv deutlich stabiler stehen als die Beach Boys und mit Christian Grosch (60 Scorerpunkte) sowie Michael Bezouska (58) herausragende Einzelspieler in ihren Reihen haben.

Auf die leichte Schulter wird Timmendorf aber von beiden Gegnern nicht genommen, denn in den bisherigen Duellen sah der EHCT gar nicht so schlecht gegen Erfurt und Rostock aus. Die bisherigen Heimspiele konnte man jeweils knapp gewinnen, auswärts knöpfte man beiden Kontrahenten jeweils einen Punkt ab, zuletz den Black Dragons vor knapp zwei Wochen. Von daher sind die Trainer Ken Latta (Rostock) und Thomas Belitz (Erfurt) auf jeden Fall gewarnt.

Die Beach Boys wollen aber ein paar Zähler holen, schließlich zählt noch jeder Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Verzichten muss Trainer Dave Rich dabei weiter auf die Verletzten Kenneth Schnabel und Vitalij Blank, dafür kehrt Maximilian Spöttel nach abgesessener Sperre wieder in den Kader zurück. Mit dem neuen Selbstvertrauen aus zwei Siegen und der Erkenntnis, dass die beiden Konkurrenten zuletzt keine Angstgegner waren, gehen die Timmendorfer die beiden Spiele an.