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Barmenia Roland Kahl

Hannover/Timmendorfer Strand – Auch am achten Spieltag der Oberliga Endrunde bleibt der EHC Timmendorfer Strand ohne Punkte.  Bei den Hannover Indians verloren die Beach Boys mit 1:3 (0:3, 1:0, 0:0).

Bei den Beach Boys meldeten sich Tommy Raknic, André Gerartz, Tibor Uglar und Rob Labute wieder fit, dafür fehlten die etatmäßigen Goalies Henning Schroth (verletzt) und Matthias Rieck (Norwegen-Reise).

So durfte Jan-Niklas Gebert im Kasten der Timmendorfer starten, musste aber schon nach drei Minuten zweimal hinter sich greifen. Christopher del Castillo netzte bereits nach 68 Sekunden für den Gastgeber ein und nur 68 Sekunden später erhöhte Philipp Michl auf 2:0.
Nach der kalten Dusche brauchten die Beach Boys etwas Zeit, doch in der Folge waren sie gegen tiefstehende Indianer die aktivere Mannschaft. Aber wie so oft in dieser Oberliga-Endrunde fehlte es an Durchschlagskraft. Diese hatten dafür die Indianer; sie erhöhten in der 12. Minute durch Christoph Koziol auf 3:0.
Mit diesem Stand ging es nach zahlreichen vergebenen Timmendorfer Chancen in die erste Drittelpause.

Im zweiten Drittel wurde die Partie ruppiger, die Schiedsrichter bekamen alle Hände voll zu tun. So gab es für die Indians nach 26 Minuten einen Penalty, den der mittlerweile eingewechselte Björn Reinke im Timmendorfer Tor allerdings parieren konnte. Reinke kam Sekunden zuvor für den verletzten Gebert aufs Eis.
Besser machte es Patrick Saggau. Der Linksaußen wurde in der 32. Minute beim Konter regelwidrig zu Fall gebracht und verwandelte den fälligen Penalty gegen Christoph Oster. Mit dem 3:1 keimte nochmal Hoffnung auf bei den Beach Boys.

Doch weil Torhüter Christoph Oster seinen Kasten verrammelte und die Beach Boys wie so oft erschreckend schwach im Abschluss waren, sollte bis zur Schlusssirene kein Tor mehr fallen.  Die Beach Boys müssen sich die Niederlage selbst ankreiden, zumal erneut das Powerplay seinen Namen nicht wirklich verdient hatte. Sieben Überzahlsituationen wurden teilweise leichtfertig verschenkt und mittlerweile haben die Timmendorfer 21 (!) Powerplays in Folge ohne eigenen Torerfolg.

Somit nehmen die Indians auch im zweiten direkten Duell die Punkte mit und sichern zumindest den fünften Platz ab.
Die Beach Boys werden die Endrunde definitiv auf dem letzten Platz in der Gruppe beenden, unabhängig davon, wie sie die letzten beiden Spiele bestreiten.  Nun heißt es Schadensbegrenzung zu betreiben und am letzten Wochenende der Saison hoffentlich siegreich zu sein. Am kommenden Freitag empfangen sie die Königsborner Bulldogs (20 Uhr) vor heimischer Kulisse, ehe es am Samstag zu den Icefighters Leipzig geht (19 Uhr).

Unterdessen haben die Löwen Frankfurt als erstes Team das Ticket zur DEL2-Aufstiegsrunde gelöst.  Dem Liga-Primus reichte dazu ein 7:2-Heimerfolg gegen Leipzig. In der anderen Endrundengruppe läuft alles auf einen Showdown zwischen den Kassel Huskies und den Füchsen Duisburg hinaus, die am letzten Spieltag den Gruppensieg aufeinander treffen. Aktuell hat Kassel (21 Punkte) knapp die Nase vorn vor Duisburg (20).

Statistik:
1:0 del Castillo (2.), 2:0 Michl (3.), 3:0 Koziol (11.), 3:1 P. Saggau (32./PS)

Strafen: Hannover 14 – Timmendorf 10
Zuschauer: 2322

Weitere Ergebnisse:
Endrunde Gruppe A
Frankfurt – Leipzig 7:2, Hamm – Königsborn 7:3

Endrunde Gruppe B
Herne – Duisburg 2:3, Erfurt – Kassel 2:6

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