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Barmenia Roland Kahl

Lübeck – Der Kampf um Platz zwei bietet weiter Dramatik pur. Dabei hat die SG HSV/EHCT 06 ihre gute Ausgangsposition  um den Vizemeistertitel eingebüßt. Etwas überraschend patzten die Beach Girls im Derby bei den ASV Penguins, vergeigten eine 2:0-Führung und unterlagen mit 2:4. Der Adendorfer EC feierte dagegen einen Big Point und besiegte die Wild Hornets Erfurt mit 2:1. Die Partie der Crocodiles Hamburg gegen die Hannover Indians wurde auf den 22. März verlegt.

Am kommenden Wochenende wollen sowohl der REV Bremerhaven (bei den ASV Penguins) als auch die Wild Hornets Erfurt (bei den Crocodiles) weiter Boden gut machen. Tabellenführer Crimmitschau könnte mit zwei Siegen in Salzgitter und Hannover die Meisterschaft praktisch perfekt machen.

ASV Penguins – SG HSV /EHCT 06 4:2 (0:1, 2:1, 2:0)
Tore: 0:1 Burmeister (8.), 0:2 Willmann (26./UZ), 1:2 Bobsien (29.), 2:2 Sokour (34.), 3:2 Bobsien (45.), 4:2 Liebel (56./ÜZ)
Bes. Vor.: Disziplinarstrafe Liebel (ASV) – Spieldauerdisziplinarstrafe Burmeister (SG)

Es war eine Derby-Niederlage, die unnötiger kaum sein kann. Die Beach Girls bestimmen lange das Spiel, führen mit 2:0 und geben die Partie dann leichtfertig aus der Hand. Und von der Hektik der sehr körperbetont spielenden Gastgeberinnen ließen sich die Mädels von Lutz Wagner auch noch aus dem Konzept bringen. Dabei ging die Partie richtig gut los, denn in der 9. Minute sorgte Fenja Burmeister für Führung der Beach Girls. Auch danach gibt es einige gute Chancen, doch es dauert bis zur 26. Minute, ehe Svea Willmann in Unterzahl auf und davon ist und zum 2:0 trifft. Es schien alles gut zu laufen für den Tabellenzweiten.

Doch ein Scheibenverlust im Angriffsdrittel brachte die Penguins wieder zurück ins Spiel, Geena Bobsien verkürzte in der 29. Minute auf 1:2. Und weil es so „schön“ war, gab es nur fünf Minuten eine Duplizität der Ereignisse. Die SG verliert die Scheibe, der ASV kontert und schließlich vollendet Sophie Sokour zum 2:2. Ansonsten konnten sich beide Torfrauen, Karoline Mertens bei den Beach Girls und Melissa Rapprich bei den Penguins, mehrfach auszeichnen.

Im letzten Drittel gewann die Hektik die Oberhand, phasenweise ließen sich die Beach Girls von der sehr körperlichen Gangart der Penguins anstecken. Die Strafzeiten häuften sich auf beiden Seiten, „Argumente“ wurden auch mal – untypisch für Frauen-Eishockey – handfester ausgetauscht. Zu allem Überfluss musste Fenja Burmeister fünf Minuten vor dem Ende mit einer großen Strafe vorzeitig zum Duschen, nachdem ihre Gegenspielerin unglücklich an den Timmendorfer Torpfosten geprallt war.
Ach ja: Eishockey gespielt wurde ab und an auch noch, hier waren dann die Gastgeberinnen aus Altona treffsicherer. Bobsien traf zur 3:2-Führung (45.), Eva Liebel machte in Überzahl während der fünfminütigen Überzahl kurz vor Spielende alles klar (56.).

So verlieren die Beach Girls im Kampf um Rang zwei wichtige Zähler und müssen nun auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Lutz Wagner meinte zum Spiel: „Wir haben durch individuelle Fehler das 2:0 verspielt. Nach dem Ausgleich konnten wir den Hebel nicht mehr umlegen.“

Am kommenden Wochenende haben die Beach Girls spielfrei, ehe es am 15. Februar gegen die Wild Hornets Erfurt geht.

Adendorfer EC – Wild Hornets Erfurt 2:1 (0:0,1:1, 1:0)
Tore: 0:1 Kallenberg (23.), 1:1 Hungerecker (35./UZ), 2:1 Faroß (53.)

Kommende Spiele
Sa., 7.2., 7 Uhr: Crocodiles Hamburg – Wild Hornets Erfurt
Sa., 7.2., 8 Uhr: Salzgitter Darkwings – ETC Crimmitschau
Sa., 7.2., 18 Uhr: ASV Penguins – REV Bremerhaven
So., 8.2., 7.30 Uhr: Hannover Indians – ETC Crimmitschau