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Barmenia Roland Kahl

Timmendorfer Strand – Die unendliche Geschichte des EHC Timmendorfer Strand geht weiter. Wieder hat die Mannschaft großartig gekämpft, eine tolle Moral gezeigt, doch erneut wurden zahlreiche Torchancen nicht genutzt. Dazu verschliefen die Beach Boys auch noch den Spielbeginn, so dass am Ende eine 2:3 (0:3, 0:0, 2:0)-Heimniederlage gegen die Hannover Scorpions auf der Anzeigetafel im ETC stand. In der Playoff-Serie liegen die Timmendorfer nun mit 0:2 hinten.

Vor 677 Zuschauern musste Trainer Henry Thom nicht nur auf Dennis Overbeck, Jesper Delfs, Felix Dettmer, Marco Meyer und Björn Reinke verzichten, sondern auch direkt eine kalte Dusche einstecken. Bereits nach 15 Sekunden traf Phil Hungerecker zum 1:0 für den Meister.  Die Beach Boys kommen überhaupt nicht in die Partie Jan-Niklas Gebert muss direkt noch zwei weitere Male hinter sich greifen. Erst steht Darcy Vaillancourt völlig frei vor ihm und trifft (8.), dann staubt Thomas Herklotz aus dem Gewühl heraus ab (10.) Es drohte ein Debakel, so wie beim letzten Heimspiel vor einem knappen Monat.

Doch die Timmendorfer kämpfen sich in das Spiel zurück, doch wie so oft bleiben selbst beste Gelegenheiten ungenutzt. Zudem steht bei den Scorpions Jimmy Hertel im Tor, der reihenweise großartige Paraden zeigt. So geht es mit dem 0:3 aus EHCT-Sicht in die erste Drittelpause.

Im zweiten Drittel kam dann viel Härte und Hektik in die Partie und die Partie schien Hauptschiedsrichter Jörg Edler immer zu entgleiten. Immer wieder gab es Diskussionsbedarf auf beiden Seiten, was dann mehr oder weniger zwangsläufig im negativen Höhepunkt gipfelte. Nach einem Foul von Tibor Uglar, der dafür hart, aber korrekt mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe belegt wurde, lieferten sich Robin Ringe und Tauno Zobel eine handfeste Keilerei. Dabei hatte vor allem Zobel Glück, dass er nicht ebenfalls vorzeitig duschen gehen musste.
Eishockey gespielt wurde auch, die Beach Boys waren das etwas bessere Team, scheiterten aber immer an Jimmy Hertel.

Das bedeutete auch einen Drei-Tore-Rückstand zu Beginn des Schlussabschnitts, aber dennoch gaben sich die Timmendorfer nicht auf. Und wurden dafür belohnt, denn Patrick Saggau erzielte in der 46. Minute das 1:3.  Und nun drückten die Beach Boys, doch Hertel erwies sich zu oft als überwindbare Wand. 38 gehaltene Schüsse hatte das Torwart-Talent, welches eine Förderlizenz bei den Grizzly Adams Wolfsburg besitzt, am Ende auf dem Zettel stehen. Dennoch versuchten es der EHCT weiter, mehr als das 2:3 durch Marcus Klupp 49 Sekunden vor dem Ende war aber nicht mehr drin.

Durch die Niederlage geraten die Beach Boys gehörig unter Zugzwang. Aber die Leistung und die Einstellung der Mannschaft macht Hoffnung, dass die Serie über mehr als vier Spiele geht.
Am Rande des Spiels wurde als neues Erkennungszeichen der Song „Reignite" der Gruppe Imprezive meets Pink Planet vorgestellt. Der House-Song wird den EHCT in Zukunft bei den Heimspielen begleiten.

Vorrundensieger Hannover Indians hält sich unterdessen ebenfalls schadlos. Bei den Wedemark Scorpions mussten sie allerdings in die Overtime und gewannen knapp mit 4:3. Die anderen beiden Serien sind ausgeglichen, nachdem sowohl die Crocodiles Hamburg (4:1 gegen Braunlage) wie auch die Rostock Piranhas (4:2 beim HSV) ihre Spiele gewinnen konnten.

Statistik
0:1 Hungerecker (1.), 0:2 Vaillancourt (8.), 0:3 Herklotz (10.), 1:3 P. Saggau (46.), 2:3 Klupp(60.)

Strafen: Timmendorf 15 plus Spieldauer Uglar – Hannover 18
Zuschauer: 677
Serienstand: 0:2

Weitere Spiele:
Wedemark Scorpions – Hannover Indians 3:4 n.V. (Serie 0:2)
Crocodiles Hamburg – Harzer Falken 4:1 (1:1)
Hamburger SV – Rostock Piranhas 2:4 (1:1)