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Barmenia Roland Kahl

Prag/Tschechien – Sie haben geackert, gekämpft und alles versucht, doch am Ende reicht es für die Deutsche Eishockey Nationalmannschaft nicht für das Viertelfinale. Im vorletzten Gruppenspiel unterlag die Auswahl von Pat Cortina Gastgeber Tschechien mit 2:4 (1:0, 1:3, 0:1) und kann somit nicht mehr den vierten Platz erreichen. Die Chancen auf den Klassenerhalt stehen aber weiter gut. Diesen hat Dänemark schon geschafft.  Im Wikinger-Duell besiegte die Auswahl des nördlichen Nachbarn Norwegen mit 4:1 (2:1, 1:0, 1:0) und schickt so Slowenien in die Division I.

Gegen die technisch starke und mit 16 Spielern aus den beiden stärksten Ligen der Welt (7x NHL, 9x KHL) bestückten Gastgeber legte die Deutsche Mannschaft allen Einsatz und alle Leidenschaft in die Waagschale, die vorhanden waren. In der achten Minute wurde sie dafür auch belohnt, Daniel Pietta traf zum 1:0. Doch die Tschechen mit dem großen Jaromir Jagr und Jakub Voracek in den Reihen war spielerisch das bessere Team und erspielte sich mit fortlaufender Spieldauer ein Chancenplus. Der Lohn war der Ausgleich durch Michal Vondrka (14.). Doch Deutschland ging nochmal in Führung: kurz nach Beginn des Mittelabschnitts sorgte Michael Wolf für das 2:1 (24.).

Diese Führung hielt genau 128 Sekunden, dann traf Petr Koukal zum 2:2. In Überzahl spielte Tschechien dann seine Klasse aus und kam durch Jakub Voracek, welcher in der abgelaufenen NHL-Saison 81 Punkte erzielte, zum 3:2 (28.). Danach hielt Timo Pielmeier im deutschen Kasten die Partie offen, am Ende gelangen dem Ingolstädter 34 Paraden. In der 56. Minute erzielte dann der Meister höchste persönlich das letzte Tor der Partie: Jaromir Jagr, mittlerweile 43 Jahre alt, traf zum 4:2 und beendete damit die letzten deutschen Viertelfinalträume.

Nico Krämmer und Thomas Oppenheimer von den Hamburg Freezers kamen wieder im vierten deutschen Block zum Einsatz, konnten sich aber nicht in Szene setzen.
Für Deutschland geht es im letzten Spiel heute nachmittag (16.15 Uhr) gegen Österreich nur noch um den Klassenerhalt. Bei Sieg oder einem Punktgewinn, wäre Deutschland sicher bei der WM der Top-Divison 2016 in Russland dabei.  Auch bei einer Niederlage wäre Deutschland mit großer Wahrscheinlichkeit gerettet, da sich Lettland und Frankreich die Punkte im direkten Duell wegnehmen können.

Dänemark um die Freezers-Stürmer Morten Madsen und Julian Jakobsen hingegen konnte den Klassenerhalt schon feiern. Sie gewannen das Wikinger-Duell gegen Norwegen mit 4:1. Bereits nach 111 Sekunden hatte Nicholas Jensen Dänemark in Führung gebracht. DEL-Leigonär Ken Andre Olimb sorgte zwar für den zwischenzeitlichen Ausgleich, doch 24 Sekunden vor der Schlusssirene brachte Daniel Nielsen seine Mannschaft wieder in Führung. Im Powerplay gelang Frederik Storm das 3:1 (34.), den Schlusspunkt markierte Julian Jakobsen für sich (52.). Damit gehört Dänemark auch im kommenden Jahr zu den besten 16 Teams der Welt. Das letzte Spiel gegen Slowenien am heutigen Abend (20.15 Uhr) ist für die Tabelle ohne Belang.
Die Freezers-Stürmer konnten sich für ihre viele Eiszeit (beide wieder über 20 Minuten) endlich mal belohnen. Jakobsen traf zum  4:1 und bereitete und gab die Vorlage zum 2:1; Madsen war ebenfalls an den beiden Treffern beteiligt.

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