Am Ende keine Chance: USA machen es gegen Deutschland deutlich

40 Minuten gutes Eishockey reichen nicht

Ostrava – Vizeweltmeister Deutschland muss im zweiten Spiel der Weltmeisterschaft 2024 einen Rückschlag hinnehmen. In der Wiederauflage des Halbfinals von 2023 unterlag Schwarz-Rot-Gold den USA klar mit 1:6 (0:2, 1:2, 0:2) und sind im Rennen um die Viertelfinalqualifikation aber weiter im Rennen. Dabei fällt das Ergebnis am Ende ein bis zwei Tore zu hoch aus, die größere individuelle Klasse der US-Boys gab den Ausschlag.

Gutes Anfangsdrittel ohne Fortune

Trainer Harold Kreis hatte seine Mannschaft gegenüber dem Vortag auf einigen Positionen verändert. So bekam unter anderem Matthias Niederberger von den Eisbären Berlin den Platz im Tor. Deutschland zeigte zu Beginn keinen Respekt vor den mit Stars der NHL gespickten US-Boys und erspielte sich auch gute Chancen. Ein Tor wollte aber nicht fallen.

Diese fielen dann auf der Gegenseite: Brady Tkachuk, Kapitän der Ottawa Senators und Teamkollege des beim Turnier fehlenden Tim Stützle, hielt seine Kelle glänzend in einen Schuss von Michael Kesselring und fälschte unhaltbar zum 1:0 ab (13.). Wenig später vollendete eben jener Kesselring, der bei den Arizona Coyotes sein Geld verdient, einen stark vorgetragenen Konter zum 2:0 (18.).

Das 4:1 bringt die Entscheidung

Und Deutschland? Schwarz-Rot-Gold gab sich nicht auf, fand aber seinen Meister in US-Goalie Alex Lyons. Auf der anderen Seite war die USA effektiver: Johny Gaudreau (Columbus) nutzte ein Powerplay zum 3:0 (33.). Fast postwended kam Deutschland wieder ran: der Münchner Yasin Ehliz verkürzte (35.). Die Kreis-Mannen hätten weiter verkürzen können, doch drei Sekunden vor Ende des Mittelabschnitts fand Luke Hughes von den New Jersey Devils eine Lücke und traf zum 4:1.

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Dieser Treffer zog Deutschland den Stecker. Die USA konnten das letzte Drittel locker runter spielen und ihre Torausbeute erhöhen. Trevor Zegras (Anaheim) im Powerplay (51.) und Michael Eyssimont (Tampa Bay/53.) machten das halbe Dutzend perfekt. „Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen“, meinte ein frustierter Bundestrainer Harold Kreis in der ARD: „Die Mannschaft hat viel Einsatz gezeigt.“

Montag gegen Schweden

Deutschland ist aber in Bezug auf das Viertelfinale weiter voll im Soll. Dank des Erfolgs am Freitag gegen die Slowakei nimmt Deutschland mindestens drei Punkte aus den Duellen gegen die vermeintlich stärksten Gegner der Gruppe mit. Am Montag gibt es das Duell mit einem weiteren Turnierfavoriten, Schweden. Die Tre Kroners haben um die Star-Verteidiger Victor Hedman und Rasmus Dahlin ein Team mit 17 NHL-Spielern aufgebaut und gewannen zum Auftakt gegen die USA mit 5:2.

In der deutschen Gruppe sind Kasachstan (3:1 gegen Frankreich) und Lettland (5:4 nach Verlängerung gegen Polen) ebenfalls mit Siegen gestartet.

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