Crocodiles unterliegen starken Tilburgern – Piranhas verspielen 2:0-Führung

Ninho Hessels (Tilburg Trappers) und Thomas Zuravlev (Crocodiles Hamburg) rasseln aneinander. Foto: Lobeca/Ralf Homburg
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Hamburg – Die Crocodiles Hamburg haben ihr Heimspiel gegen die Tilburg Trappers am Sonntagnachmittag in der Oberliga Nord mit 2:5 (1:3, 0:1, 1:1) verloren. Auch die Piranhas Rostock unterlagen. Beim Herner EV gab es 2:4 (2:1, 0:1, 0:2)-Niederlage.

Blitz-Rückstand für Hamburg

Der im Vergleich zum Auswärtssieg am Dienstag gegen die Hannover Indians unveränderte Hamburger Kader von Jacek Plachta musste schon früh einen herben Rückschlag hinnehmen: Nach nur 27 Sekunden gingen die Gäste durch einen gut ausgespielten Konter in Führung (1.). Doch die Hausherren hatten eine Antwort parat, als sich Tilburgs Bartek Bison auf die Strafbank verabschieden musste. In Überzahl glich Dominik Lascheit per Nachschuss aus (3.). Die Trappers blieben trotz des schnellen Ausgleichs gefährlicher. Immer wieder wurde das Forechecking der Crocodiles umspielt und das neutrale Drittel schnell überwunden. In der Defensive fehlte den Hamburgern teilweise die Zuordnung, sodass Jonne de Bonth (14.) und Danny Stempher (16.) im Slot frei zum Abschluss kamen und auf 1:3 stellten.

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Im zweiten Spielabschnitt wurden die Hanseaten in der Abwehr konsequenter, sodass die Tilburger nur sechs Abschlüsse auf das Tor bringen konnten – dennoch baute das Team von Coach Bo Subr die Führung aus. In Unterzahl fing Danny Stempher einen Pass der der Crocodiles ab und vollendete den Konter zum 1:4 (35.).

Einen Hoffnungsschimmer für die Gastgeber besorgte André Gerartz, der in der 47. Minute zum 2:4 traf. Doch Danny Stempher stoppte die Aufholjagd und stellte mit seinem dritten Treffer an diesem Nachmittag den Endstand von 2:5 (54.) her.

„Unser erstes Drittel war nicht optimal, gerade wenn du gleich im ersten Wechsel ein Tor kriegst. Die Jungs haben alles versucht. Unser Forechecking war okay, aber den dritten Mann haben wir vergessen. Vor unserem Tor waren wir auch nicht konsequent. Das waren die Tore Zwei und Drei, da war der Spieler ganz alleine vor dem Tor. Die Tilburger haben die Chancen auch eiskalt genutzt. Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, aber die Tilburger Mannschaft war heute sehr stark“, so Crocodiles-Trainer Plachta.

Es ging so gut los für die Piranhas mit der 2:0-Führung

Am Ende aber gab es eine bittere 2:4-Niederlage für den REC beim Herner EV. Die Schiedsrichter ließen Fingerspitzengefühl vermissen. Die Piranhas des Rostocker Eishockey-Clubs verloren am Sonntag in der Oberliga Nord beim Vierten Herner EV mit 2:4 (2:1, 0:1, 0:2).

Beim 4:6 gegen die Icefighters Leipzig am Freitag hatte der REC zwischenzeitlich ein 0:2 zum 3:2 gedreht, und Headcoach Chris Stanley resümierte: „Die Jungs haben gut gekämpft. Die Führung im zweiten Drittel war unser Weg, so wollten wir eigentlich weiterspielen, ließen dann aber nach. Das war der Unterschied. Aber aus kämpferischer Sicht erkenne ich Licht am Ende des Tunnels. Momentan fehlen uns jedoch die Ergebnisse.“ Dabei blieb es auch am Sonntag.

Und es ging so gut los für den Rostocker Mini-Kader mit Treffern von August von Ungern-Sternberg und Constantin Koopmann, der nach zwei Minuten „Pause“ fast direkt von der Strafbank aufs Herner Tor stürmte und auf 2:0 erhöhte.

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„Es wäre natürlich sehr schön gewesen, mit diesem Ergebnis in die Pause zu gehen“, so Mannschaftsleiter Dirk Weiemann. „Wir machen es bislang clever, lassen kaum Chancen zu, zerstören den Spielaufbau der Gastgeber. Ich hoffe, dass wir es kräftemäßig weiter gut durchhalten.“

Bis auf das 2:2 ließen die Gäste im Mitteldurchgang nichts zu, hatten vielmehr allein durch Tom Pauker drei gute Möglichkeiten (einmal Pfosten) – alles drin noch also in der Hannibal-Arena am Gysenberg vor dem letzten Abschnitt. „Herne macht jetzt natürlich viel Druck“, so Weimann. „Es wird eine Kraftfrage, aber ich hoffe, wir können uns belohnen und nehmen hier was mit.“

Lange hielten die Piranhas das 2:2, zeigten eine starke kämpferische Vorstellung, doch nach 56:13 Minuten war es dann doch passiert, erzielte der Favorit seinen dritten Treffer und packte anschließend noch einen vierten drauf, schob den Puck ins leere Tor, nachdem REC-Keeper Leon Meder zu Gunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis genommen worden war. Weiemann: „Sehr bitter für die Mannschaft, die heute gekämpft und gerackert hat. Wir hätten einen oder zwei Punkte verdient gehabt. In der Endphase des Spiels hätte ich mir von den Schiedsrichtern mehr Fingerspitzengefühl gewünscht: Der, der angefangen hat, bekommt nur zwei Minuten und unser Spieler zwei plus zwei – so fällt dann auch das 3:2. Tut mir wirklich leid für die Truppe, die ein gutes Spiel abgeliefert hat.“

In Herne fehlte neben Matthew Pistilli, Sebastian Brockelt und Sean Morgan auch Kapitän Jonas Gerstung, der in Rostock blieb, weil er Vaterfreuden entgegensah.

Am Dienstag geht’s schon weiter

Bereits am Dienstag geht es um 20 Uhr für die Rostocker in der Eishalle Schillingallee mit einem Heimspiel gegen die EG Diez-Limburg weiter. Zur gleichen Zeit treten die Hamburger in Herne an.

Texte: Crocodiles/Arne Taron (NNN-Redaktion)/rk

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