Crocos ohne Beute am Pferdeturm – Piranhas mit Katastrophen-Beginn

Victor Oestling (Crocodiles Hamburg). Foto: Lobeca/Ralf Homburg
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Rostock – Für die beiden Nordclubs in der Oberliga Nord gab es am Freitagabend nichts zu holen.

Crocodiles unterliegen am Pferdeturm

Die Crocodiles Hamburg haben das Auswärtsspiel bei den Hannover Indians am Freitagabend mit 5:1 (0:0/4:1/1:0) verloren.

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Trainer Jacek Plachta musste beim Spiel gegen den direkten Tabellennachbarn verletzungsbedingt auf Dennis Reimer verzichten. Dafür feierte Raik Rennert nach überstandener Gehirnerschütterung sein Comeback, sodass erneut 19+2 Spieler für die Crocodiles aufliefen. Im Tor der Hamburger stand Geburtstagskind Niklas Zoschke, der zunächst ein gutes Auswärtsspiel seiner Vorderleute sah. Beide Teams gingen robust in die Zweikämpfe und standen hinten sicher, wobei sich die Gäste eine leichte, optische Überlegenheit erspielten. Da die Defensiven auf beiden Seiten wenig zuließ, blieben die ersten 20 Minuten allerdings torlos.

Im zweiten Drittel machten die Indians so weiter, das Team von Jacek Plachta verlor hingegen den Faden. In Unterzahl wurde Niklas Zoschke schließlich im Nachschuss überwunden (26.). Die Hanseaten konnten zwar in Form des Ausgleichs durch Norman Martens eine Reaktion zeigen (28.), diese verpuffte aber schnell wieder. Zwei Minuten später holten sich die Hausherren die Führung zurück (30.). Diesmal blieb die Reaktion aus und die Hannoveraner erhöhten die Schlagzahl. Michael Burns (36.) und Parker Bowles (40.) belohnten den Aufwand der Gastgeber und erhöhten auf 4:1.

Im Schlussabschnitt kamen die Crocodiles zwar wieder besser ins Spiel, aber nicht gefährlich vor das Gehäuse der Indians. Die Gastgeber spielten die Zeit souverän runter. Als Jacek Plachta fünf Minuten vor Schluss Niklas Zoschke für einen sechsten Feldspieler vom Eis nahm, legte Brett Bulmer noch einmal nach und stellte auf 5:1 (57.).

„Wir haben uns viel vorgenommen, wollten eine Reaktion zeigen. Stattdessen standen wir im zweiten Drittel wieder neben uns und schenken das Spiel her. Hinten haben wir da nur zugeguckt. Dass wir vorne dann nur ein Tor erzielen, kommt noch dazu. Das war insgesamt einfach zu wenig“, sagte Niklas Zoschke.

Piranhas mit einem katastrophalen Start in das Spiel

Nach dem frühen 0:3-Rückstand war am Freitag gegen die Tilburg Trappers fast schon alles gelaufen – am Ende hieß es 3:8

Die Piranhas des Rostocker Eishockey-Clubs trafen am Freitagabend in der Eishalle Schillingallee auf die Tilburg Trappers und unterlagen dem Serienmeister der Oberliga Nord mit 3:8 (1:4, 1:2, 1:2).

Den Gastgebern fehlten die verletzten Matthew Pistilli, Aaron Beally, Philipp Seckel und Sean Morgan, während Sebastian Brockelt wieder mitwirken konnte. Anstelle von Morgan rückte Lukas Koziol in die Verteidigung.

Der Spielausgang zeichnete sich bereits im ersten Drittel ab, als die Niederländer mit zwei Treffern innerhalb von 45 Sekunden von 1:0 auf 3:0 erhöhten.

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Bis dahin ein katastrophaler Auftritt der Hausherren. Sie waren total von der Rolle, bekamen zum Beispiel in zwei Überzahl-Situationen nicht mal einen Torschuss zustande, so dass Coach Chris Stanley eine Auszeit nahm und sein Team zusammenstauchte.

Danach wurde es etwas besser. Filip Stopinski verkürzte mit der ersten Chance. Er selbst (16.) wie auch Thomas Voronov und John Dunbar (18./jeweils gehalten) besaßen die Chance zum Anschlusstreffer, doch stattdessen kassierte der REC 28 Sekunden vor der ersten Pause das 1:4.

In den zweiten 20 Minuten war Rostock beim sechsten (!) Powerplay angekommen, ehe endlich mal eine Überzahl genutzt werden konnte. Das Spiel des REC wirkte jetzt insgesamt etwas sicherer, es wurde weniger zugelassen, und doch schlugen die cleveren Gäste zurück. Das 2:6 zwölf Sekunden vor Drittelende klärte endgültig sehr frühzeitig die Fronten.

Zwischenzeitlich war es zu einer etwa fünfminütigen Unterbrechung gekommen, als ein Plastestück von der Bande abgebrochen war, was die Schiedsrichter höchstselbst mit Tape reparierten.

Die Partie war gelaufen. Das dritte Drittel stand auch im Zeichen einiger harter Aktionen der Trappers. So wurde Jayden Schubert aus vollem Lauf in die Bande gecheckt. Zum Glück schien da nichts passiert zu sein.

„In den ersten acht Minuten haben wir gar nicht stattgefunden, trotz Überzahl-Situationen drei Gegentore kassiert und den Torwart im Stich gelassen. Solch eine Schwächephase darf man sich in der Oberliga nicht erlauben, so etwas wird in jedem Spiel bestraft. Beim 2:4 waren wir dran und konnten unser System zeigen. Leider hat es nicht zum Anschlusstreffer gereicht. Wir müssen es schaffen, unsere Linie von Beginn an konzentriert durchzubringen“, sagte Chris Stanley.

Am Sonntag ab 17 Uhr gastiert der REC bei den Crocodiles Hamburg.

Texte: Arne Taron (NNN-Redaktion)/Crocodiles/rk

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