Hamburg besiegt Spitzenreiter – Rostock unterliegt nach Verlängerung

Patrick Saggau (Crocodiles Hamburg). Foto: Lobeca/Ralf Homburg
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Hamburg – Die Crocodiles Hamburg haben das Heimspiel in der Oberliga Nord gegen die Hannover Scorpions am Dienstagabend mit 4:1 (2:1, 1:0, 1:0) gewonnen. Dagegen verloren die Rostock Piranhas in Herford mit 3:4 (0:0, 2:1, 1:2, 0:1) nach Verlängerung

Crocodiles bezwingen den Spitzenreiter

Nach der Niederlage gegen die EG Diez-Limburg Rockets am vergangenen Sonntag musste die Mannschaft von Trainer Jacek Plachta eine ordentliche Leistungssteigerung hinlegen, um gegen den Tabellenführer aus der Wedemark bestehen zu können – und die kam! Vom ersten Wechsel an zeigten sich die Hamburger hellwach, spielten einfach, zielstrebig und mit viel Kampfgeist. So dauerte es nicht lange, bis die Hausherren die Führung erspielten. In Überzahl versenkte André Gerartz die Scheibe zum 1:0 (4.). Die Gastgeber blieben dran und zwangen die Scorpions zu Strafen. Als die Mellendorfer Robert Peleikis und wenig später Roman Pfennings auf die Strafbank verabschieden mussten, schlugen die Hanseaten erneut zu. Norman Martens traf in doppelter Überzahl zum 2:0 (10.). Doch die Scorpions fingen sich und schlugen durch Jan Pietsch zurück (17.).

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Es folgte das zweite Drittel, das die Crocodiles in den vergangenen Spielen immer wieder aus der Hand gaben. Doch ein schneller Torerfolg sorgte auf Seiten der Farmsener für eine breite Brust. Dominik Lascheit nutzte ein Überzahlspiel zum 3:1 (22.). Die Scorpions legten immer mehr Kraft in die Offensivbemühungen, aber die Defensive und allen voran Kai Kristian hielt stand.

Auch im letzten Spielabschnitt brachte der Hamburger Schlussmann die Hannover zur Verzweiflung: Insgesamt 50 Schüsse parierte Kristian an diesem Abend! Sein Gegenüber musste hingegen noch ein viertes Mal hinter sich greifen. Neuzugang Harrison Reed stellte in Überzahl auf 4:1 und sorgte damit für die Vorentscheidung (57.).

„Wir haben heute wirklich genau unser Spiel gespielt. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung über 60 Minuten. Wir haben von Anfang an das Spiel einfach gehalten. Die entscheidenden Details haben wir besser gemacht als Hannover. Wir wollten den Sieg mehr. Das hat uns in den letzten Spielen gefehlt“, sagte Kai Kristian.   

Ostseestädter stecken nach Führung die 12. Pleite im 18. Spiel ein

Bittere Pleite für die Piranhas in der Eishockey-Oberliga: Trotz einer 2:0-Führung verloren die Rostocker gestern mit 3:4 (0:0, 2:1, 1:2, 0:1) nach Verlängerung im Herford. Für den REC war es die zwölfte Pleite im 18. Spiel.

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Bei den Gästen begann erneut Jascha Strobel im Tor und bekam im ersten Drittel mehr zu tun, als sein Gegenüber im Herforder Tor. Allerdings gelang beiden Mannschaften kein Treffer. „Jascha macht hinten im Tor bislang wieder einen guten Job. Wir haben auch unsere Chancen, aber Herford aktuell mit leichten Vorteilen. Man darf nicht vergessen, dass wir aus der Coronapause kommen und dann gleich lange Auswärtsfahrten in den Knochen haben. Wir sind noch nicht da, wo wir vor der Pause waren. Trotzdem machen wir es bislang gut und konnten auch die Unterzahlsituationen gut überstehen“, sagte REC-Mannschaftsleiter Dirk Weiemann.

Die Rostocker erwischten einen starken Start ins Mitteldrittel und können durch zwei Treffer durch August von Ungern Sternberg mit 2:0 in Führung gehen (22., 26.). Allerdings versäumte es der REC, weitere Tore nachzulegen und den Vorsprung auszubauen. Im Nachsetzen konnte Routinier Björn Bombis für Herford den Anschluss herstellen. „Unsere Führung ist nun verdient. Mit der Schnelligkeit von August kam Herford nicht zurecht. Wir haben im Mitteldrittel kaum etwas zugelassen. Das Manko war aber unsere Chancenverwertung, da hätte es schon gerne noch ein, zwei Tore mehr sein können“, so Weiemann.

Zu Beginn des dritten Drittels waren die Gastgeber griffiger, kommen zum schnellen Ausgleich und durch Bombis sogar zur Führung (49.). Danach versuchten die Piranhas, lange Zeit vergeblich auszugleichen. Es dauert bis in die Schlussminute hinein und Keeper Jascha Strobel das Eis zugunsten eines weiteten Feldspielers verließ, erneut August von Ungern Sternberg für den 3:3-Ausgleich sorgte.

In der Verlängerung hätte sich von Ungern-Sternberg endgültig zum „Mann des Abends“ machen können, scheiterte aber mit einem Penalty am Keeper der Herforder, die dann ihrerseits das 4:3 markierten. „Herford hat im letzten Drittel, im Gegensatz zu uns, seine Chancen genutzt. Wir haben dann mit viel Moral noch das 3:3 kurz vor Schluss gemacht. Am Ende schade für die Jungs, dass es nicht mehr als nur dieser eine Punkt geworden ist. Wir hätten heute mehr verdient gehabt“, sagte Dirk Weiemann.

Texte: Arne Taron (NNN-Redaktion)/Crocodiles/rk

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