Jubel-Wochenende bei Crocodiles – Piranhas stoßen Bock um

Leon Fern (MEC Halle 04), Sebastian Albrecht (Torhüter MEC Halle 04) und Maximilian Schaludek (Crocodiles Hamburg). Foto: Lobeca/Ralf Hamburg
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Hamburg – Für die Hamburg Crocodiles war es ein optimales Oberliga-Wochenende und die Rostock Piranhas haben ebenfalls einen Sieg eingefahren – endlich mal wieder.

6:2 gegen Saale Bulls

Die Crocodiles Hamburg haben auch das zweite Spiel an diesem Wochenende gewonnen. Gegen die Saale Bulls Halle feierte die Mannschaft um Geburtstagskind Kai Kristian (30) einen 6:2 (1:0, 3:0, 2:2)-Erfolg.

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Die Hanseaten machten am Sonntagnachmittag da weiter, wo sie am Freitag in Tilburg aufgehört haben: Harte Zweikampfführung, aggressives Forechecking und konsequente Defensivarbeit. Mit diesem System gerieten die Gäste früh unter Druck und nach knapp acht Minuten in Rückstand. In Überzahl traf Harrison Reed zum 1:0 (8.). Gefährlich wurde es für die Crocodiles, als der fast schon zur Routine gewordene Wechselfehler und eine weitere Strafe zur doppelten Unterzahl führte. Doch das Powerplay der Hallenser scheiterte an Hamburgs Defensive und Kai Kristian.

Im zweiten Spielabschnitt sorgten die Hausherren mit einem Doppelschlag für einen deutlichen Vorsprung. Victor Östling stellte mit seiner Torpremiere für die Crocodiles auf 2:0 (25.) und Patrick Saggau erhöhte auf 3:0 (26.). Die darauf folgende Unruhe im Spiel der Bulls nutzte Michal Bezouska, der aus spitzem Winkel nachlegte (30.). Mit der 4:0-Führung im Rücken ging es in die Pause.

Im letzten Drittel sorgte Max Schaludek für die vermeintliche Entscheidung: In Unterzahl fing der Stürmer einen Pass der Saale Bulls ab, machte sich allein auf den Weg zum Tor von Sebastian Albrecht und überwand den Gäste-Torwart (42.). Doch die Hallenser bäumten sich noch einmal auf. Leon Fern traf zum 5:1 (46.) und Valtteri Hotakainen verkürzte in Überzahl auf 5:2 (49.). Die Gastgeber fingen sich noch zwei Strafen ein, aber die Unterzahl-Reihen hielten stand. In der letzten Spielminute sorgte Dominik Lascheit mit dem 6:2 für den Schlusspunkt.

„Wir haben das Selbstvertrauen aus Tilburg mit in dieses Spiel genommen. Durch unser Forecheck hatten die Bulls Probleme aus ihrem Drittel zu kommen. Da haben wir alle zusammen gut gearbeitet. Und ich freue mich natürlich, dass ich jetzt mein erstes Tor für die Crocodiles geschlossen habe“, sagte Victor Östling.

Piranhas gewinnen nach Verlängerung in Krefeld

Auswärtssieg für die Rostock Piranhas in der Eishockey-Oberliga: Die Norddeutschen setzten sich mit 5:4 (1:0, 2:3, 1:1, 1:0) nach Verlängerung beim Krefelder EV durch. Mit jetzt 26 Punkten aus 25 Partien (im Schnitt 1,05) bleibt der REC Elfter, liegt aber nur noch knapp hinter dem Herforder EV, der bislang 32 Zähler aus 30 Spielen (1,07) holte und als Zehnter den letzten Pre-Playoff-Platz belegt.

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„Wie erwartet, kam Krefeld mit viel Tempo und recht ungestüm aufs Eis. Wir hielten aber gut dagegen, blockten viele Schüsse und unterstützen so unseren Keeper Nils Velm. Die Führung ging absolut in Ordnung“, sagte Dirk Weiemann, Mannschaftsleiter der Piranhas, zum ersten Drittel.

Das Tor gelang den Gästen durch Jayden Schubert in Unterzahl (17.). Nach dem Ausgleich der Gastgeber bringt Thomas Voronov die Piranhas erneut in Führung. Anschließend wurde die Gangart der Krefelder etwas ruppiger. Unter anderem wurde Sean Morgan durch einen Check von hinten niedergestreckt, wofür sein Gegenspieler mit einer Matchstrafe vorzeitig zum Duschen geschickte wurde. Der REC blieb ruhig und machte durch Neuzugang Christian Bauhof das 3:1. Doch die Hausherren schlugen zurück und nutzen zwei Überzahlsituationen zum Ende des zweiten Drittel, um zum Ausgleich zu gelangen.

„Zeitweise ist von Krefeld schon ziemliche Härte reingebracht worden. Den Schiedsrichtern ist das Ganze teilweise schon etwas entglitten. Aber die beiden Strafzeiten gegen Drittelende waren wirklich unnötig von uns, da haben wir uns nicht clever angestellt. Insgesamt spielen wir aber das bessere Eishockey. Ich hoffe wir können uns im Schlussdrittel noch belohnen“, sagte Weiemann

Im dritten Drittel ging es noch einmal sehr eng zu. Zum Glück kann August von Ungern Sternberg die erstmalige Führung der Gastgeber relativ schnell kontern. In der Verlängerung war es dann erneut der Angreifer der Piranhas, der mit seinem 16. Saisontreffer für den Sieg sorgte.

„Einerseits überwiegt die Freude darüber, dass wir schließlich dieses Spiel noch gewinnen konnten und zwei Punkte mitnehmen. Anderseits aber auch die Erleichterung, dass kein weiterer Verletzter bei uns hinzukam. Das war teilweise schon mehr als grenzwertig. Viel Pause zum Durchschnaufen haben wir natürlich nicht, schon am Dienstag geht es mit einem schweren Auswärtsspiel in Hamburg weiter“, so Dirk Weiemann.

Die Tabelle

 TeamGPWLOTWOTLGFGAGDPTS
1Hannover Scorpions312137016786+8177
2Tilburg Trappers311992113676+6062
3Saale Bulls Halle311782412798+2959
4Hannover Indians23139108989+041
5Crocodiles Hamburg3016111211399+1452
6Herner EV30151113131106+2550
7EXA Icefighters Leipzig281011439398-541
8TecArt Black Dragons2067437166+529
9EG Diez-Limburg2710160194132-3831
10Herforder EV3081624106137-3132
11Krefelder EV 813091713104141-3732
12Rostock Piranhas256142395118-2325
13Hammer Eisbären283212270150-8015

Texte: Crocodiles/Arne Taron (NNN-Redaktion)/rk

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