Lübeck – Die Cougars stehen in den Startlöchern zur neuen Saison. Die GFL2 startet am 4. Mai mit einem Heimspiel der Lübecker gegen die Solingen Paladins. Zuvor gibt es bei den „Berglöwen“ noch das große Pre-Season-Game am 13. April gegen die Hamburg Blue Devils (18 Uhr, Stadion Buniamshof). HL-SPORTS traf Headcoach Mark Holtze (Foto) zum Interview.

HL-SPORTS: Hallo Mark, nach zwei schweren Spielzeiten und teilweise Zittern bis zum Schluss geht es bald in die neue Saison. Wie hast du die vergangenen beiden Jahre abgeschüttelt?

Mark Holtze: Die Jahre musste ich nicht abschütteln, denn auch sie waren wertvoll. 2017 habe ich viele neue Football-Freunde gefunden und Bekanntschaften intensiviert und von den anderen Coaches viel gelernt. 2018 haben wir unser damals neues Konzept erfolgreich auf den Weg gebracht.

HL-SPORTS: Was erwartest du von der neuen Saison und worauf freust du dich am meisten?

Mark Holtze: Ich erwarte wiederum eine Steigerung. 2018 haben wir uns im Vergleich zu 2017 gesteigert und das muss dieses Jahr wieder so sein. Es muss eine positive Entwicklung erkennbar sein. Am meisten freue ich mich auf die Jungen Neuzugänge bzw. Wiederkehrer im Team.

HL-SPORTS: Welches Ziel habt ihr ausgerufen?

Mark Holtze: Besser zu sein als letzte Saison.

HL-SPORTS: Ihr habt Unterstützung von den Seals bekommen, die in dieser Saison keine Herrenmannschaft melden. Was erwartest du von ihnen und auch vom Rest des Teams?

Mark Holtze: Die Jungs, die letztes Jahr noch für die Seals gespielt haben, sind natürlich eine Verstärkung. Beide Herrenteams werden davon profitieren.

HL-SPORTS: Es ging ja hoch her im Winter, wo es um eine mögliche Fusion beider Clubs ging. Ist das aktuell vom Tisch oder gibt es da Neuigkeiten?

Mark Holtze: So hoch ging es im Winter eigentlich nicht her. Bis auf sehr wenige Ausnahmen war der gesamte Prozess sehr sachlich und von gegenseitigem Respekt geprägt. Und dieser Prozess läuft derzeit weiter. Es gibt noch einige Fragen zu klären und dann werden die Mitglieder beider Clubs irgendwann im Laufe des Jahres entscheiden, ob es zu einer Fusion kommt. Ich hoffe es sehr, denn alles andere wäre im Sinne des Sports Unfug. #luebeckfootball.

HL-SPORTS: Football ist zwar eine Randsportart in Deutschland, doch in Lübeck hat es immer einen großen Stellenwert gehabt. Wie siehst du die Zukunft, auch in der Hansestadt?

Mark Holtze: Die Entwicklung des American Footballs in Deutschland ist durch die größere Präsenz im Fernsehen natürlich positiv. Die Football-Übertragungen um Patrick Esume helfen schon sehr, den Sport bekannter zu machen. Aber an der Basis, in den Vereinen profitiert man davon nur, wenn man seine Hausaufgaben als Verein auch macht. Wir müssen immer hart arbeiten, um junge Menschen für Football zu begeistern. Das ist permanente Arbeit. Football in Lübeck hat große Chancen, wenn wir die Fusion sauber hinbekommen, weiter hart arbeiten und die nötige Unterstützung von außen bekommen. Regelmäßigen Erstliga-Football, Jugendförderstützpunkt mit einer Football-Akademie und 1.500 bis 2.000 Zuschauer auf dem Buni, das alles ist möglich in den nächsten zwei bis vier Jahren.

HL-SPORTS: Ihr hattet vor kurzem ein gemeinsames Training mit einem Ost-Oberligisten. Kommt so etwas öfter vor und welche Erkenntnis hast du daraus gezogen?

Mark Holtze: Die Berliner haben ihr Camp hier in Lübeck abgehalten und angefragt, ob wir nicht eine Einheit zusammen machen wollen. Das ist für beide Teams immer eine super Gelegenheit, mit "echten" Gegenspielern zu trainieren und nicht der eigenen Offense oder Defense. Deshalb haben wir das sehr gerne gemacht.

HL-SPORTS: Dankeschön für das Interview und viel Erfolg für die Saison.