Carsten Spengemann tritt zurück! – Verband und Verein nehmen Stellung

Schwarzenbek Wolves verlieren Trainer

TV-Moderator Carsten Spengemann. Foto: Lobeca/Marcus Kaben
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Schwarzenbek – Vor einigen Wochen drohte den Schwarzenbek Wolves mutmaßlich Ärger durch den American Footballverband Deutschland (AFVD) und seinem Landesverband American Football und Cheerleading Verband Schleswig-Holstein (AFCVSH). Der Grund: Carsten Spengemann, Moderator beim TV-Sender „ran“ für die European League of Football (ELF) sollte in der kommenden Saison für die Lauenburger als Defensive Coordinator tätig werden (HL-SPORTS berichtete).

Einigung zwischen Verband und „Wolves“

Das ist nach dem Willen des Bundesverbandes nicht gerne gesehen. In der Bundesspielordnung (BSO) wird Vereinen und Einzelpersonen mit Geldstrafen von bis zu 25.000 Euro gedroht. Gespräche zwischen den „Wolves“ und dem Landesverband waren erfolgreich. Die Schwarzenbeker teilten dazu mit: „Hierzu konnte man eine gemeinsame und positive Übereinkunft finden, so dass die Wolves nun endlich mit ihrem neue Defensive Coordinator in die erwartete Saison ohne eine diesbezüglich Strafe starten können. Vielen Dank! Hierzu werden wir natürlich, sofern es bei Carsten berufliche Veränderungen geben sollte die Situation und Sachlage neu mit allen Beteiligten prüfen und entsprechend agieren.“ Spengemann war aus der Schusslinie.

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Kehrtwende in der „Akte Spengemann“?

Nun postete der TV-Moderator folgendes auf seinem Instagram-Profil: „Traurig muss ich vermelden, dass es nun doch für mich bei den Schwarzenbek Wolves nicht als Coach „meiner“ Defense weitergehen wird. Wie ihr sicherlich hier oder im Podcast mitbekommen habt, hat der Verband Schleswig-Holstein sich bei dem dreiköpfigen Vorstand des Teams gemeldet und telefonisch mit dem Säbel gerasselt. Tenor: Durch meine Tätigkeit bei der ELF als TV-Moderator etc. könnte es Konsequenzen geben. Der Vorstand geht pessimistisch sogar vom „Worst Case Szenario“ aus und befürchtet, dass das Team vom Ligabetrieb ausgeschlossen werden könnte. Diese Angst hat sich durch stille Post auch in Teilen des Teams breitgemacht. Da die Lenker der Mannschaft sich leider auch durch von mir eingeholte Rechtsberatung nicht überzeugen lassen wollen, trete ich nun sehr, sehr schweren Herzens zurück! Manche Kämpfe kann ´Mann´ alleine nicht gewinnen, wenn nur ein paar Unterstützer hinter dir stehen. An mir soll es selbstverständlich nicht liegen, dass man in der Führung der Wolves Angst um die Saison haben muss… Da aber am kommenden Wochenende GameDay ist werde ich meine Jungs nicht hängen lassen und noch die Trainingseinheiten diese Woche nutzen, um sie auf den Saisonauftakt vorzubereiten! Danke an einen Haufen echt guter Jungs! Es war mir eine Ehre mit Euch zusammen zwei Jahre etwas auf die Beine zu stellen und eine Handvoll von Euch sogar „Freund“ nennen zu dürfen!“

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Gegendarstellung des AFCVSH

Der schleswig-holsteinische Landesverband reagierte sofort über die Sozialen Medien und teilte folgendes mit: „Die von Carsten Spengemann verbreitete Information, wir hätten die Schwarzenbek Wolves telefonisch unter Druck gesetzt, ist unrichtig. Richtig ist, dass der Verein uns am 12. Juli in Person des Abteilungsleiters per E-Mail angeschrieben hat und wir ihm schriftlich bestätigt haben, dass eine Tätigkeit als Moderator bei einem Fernsehsender vollkommen unproblematisch ist, gleichgültig welcher Sport und welche Liga Gegenstand seiner Arbeit ist. Sollten wir binnen 24 Stunden keine klare und eindeutige uneingeschränkte Richtigstellung auf allen Kanälen erkennen, sehen wir diese Aussagen als absichtliche Verleumdung an.“

Stellungnahme der Schwarzenbek Wolves

Am Montag meldeten sich die Schwarzenbek Wolves mit einer Stellungnahme dazu, in der es wie folgt heißt: „Wir müssen an dieser Stelle nochmals etwas klarstellen. Bereits am 15. Juli haben wir mit unserem Posting auf unseren Kanälen darauf hingewiesen, dass Carsten Spengemann weiterhin als DC unseres Teams aktiv sein darf und wird. Vom Verbandsvorstand (AFCVSH) haben wir bereits am 12. Juli grünes Licht erhalten, dass es keine Probleme in diesem Sachverhalt gibt und Carsten sich weiterhin als DC der Schwarzenbek Wolves engagieren darf. Dies haben wir intern und auch Carsten Spengemann gegenüber so kommuniziert. Ob und warum es hier zu Missverständnissen kam, muss intern aufgearbeitet werden – hat aber nichts mehr mit der Sache an sich zu tun. Aus diesen Gründen möchten wir Gerüchte und falsche Darstellungen zurückweisen und uns nicht an weiteren Diskussionen beteiligen. Carsten Spengemann ist inzwischen als DC der Schwarzenbek Wolves zurückgetreten. Die Zusammenarbeit mit Carsten ist somit beendet. Wir bedanken uns bei Carsten für sein Engagement für unseren Sport und seinen Einsatz als Teil der Wolves. Am Sonntag geht es los. Das gesamte Team erwartet nach knapp zwei Jahren sportlicher Abstinenz den Oberligastart und der Fokus liegt bei uns nun ganz darauf.“ Die Lauenburger spielen zuhause gegen Kiel Baltic Hurricanes. Kick off ist um 15 Uhr.

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