Philipp Stursberg ist bei den Cougars zurückgetreten
Foto: Lobeca/Kaben

Lübeck – Es sollte ein neuer Anfang werden: besser, erfolgreicher und unabhängiger. Die Lübeck Cougars verschmolzen mit dem bisherigen Stadtrivalen, den Seals und wollten in der GFL2 einen neuen Angriff Richtung Aufstieg starten. Als Vizemeister der Vorsaison hatten die „Berglöwen“ gute Aussichten und mit dem neuen Vereinsheim an der Vorwerker Straße, das man von den Seals „erbte“, will man endlich eine Heimat schaffen. Dann kam Corona und alles wurde ganz anders. Die Saison stand und steht weiterhin auf der Kippe. Nun soll es wenigstens ein paar Spiele geben, die bis in den Winter andauern. Dabei ist man zwiegespalten. Finanzielle Dinge könnten dabei einer der Beweggründe der Vereine gewesen sein. Möglich, dass sonst einige in die Pleite schlittern würden.

Stursberg macht nicht mehr mit!

Die Reißleine hat nun Ober-Cougars Philipp Stursberg gezogen, der in seiner erste Saison nach Mark Holtze als hauptverantwortlicher Headcoach gehen sollte. Das passiert aber nun doch nicht, denn der 40-Jährige trat bereits vor zwei Wochen von all seinen Ämtern zurück und steht dem Verein nicht mehr zur Verfügung. Da die Cougars dieses bisher noch nicht kommunizierten, wandte sich der ehemalige NFL Europe-Spieler und zweifache Europameister nun selbst an die Öffentlichkeit.

Philipp Stursberg spricht zum Cougars-Team
Foto: Lobeca/Kaben

In den Sozialen Medien teilte Stursberg folgendes mit:

„Liebe Alle/Freunde,

die letzten Wochen waren sehr ereignisreich, weshalb ich mich heute mit ein paar persönlichen Worten an Euch wenden möchte. Die Diskussionen mit dem Verband und allen GFL Vereinen hat vor zwei Wochen mit einem Treffen der Bundesligisten ihren Höhepunkt gefunden. Dort wurden mögliche Rahmenbedingungen besprochen, unter denen eine GFL-Saison stattfinden kann und die den Vereinen (die es möchten) einen Ausstieg, ohne finanzielle oder sportliche Strafen, durch den Verband ermöglichen.

Als Trainercrew haben wir einstimmig dafür gestimmt, die von den Mannschaften und dem AFVD besprochene Exit-Option zu ziehen. Der Verein hat natürlich andere Beweggründe als eine Trainercrew, das ist vollkommen verständlich und auch logisch. Jeder hat seinen Bereich, für den er verantwortlich ist.

Ich habe daraus vor zwei Wochen meine Konsequenzen gezogen und bin offiziell von meinen Rollen in der 1. Herren Mannschaft zurückgetreten. Die Durchführung einer verkürzten Saison, unter den beschriebenen Rahmenbedingungen, kann ich aufgrund meiner Fürsorgepflicht aus sportlichen Gesichtspunkten nicht vertreten. Das ist meine persönliche Meinung, die ich auch gerne vor jedem vertrete, der einen Dialog darüber führen möchte. Ebenfalls werde ich persönlich nicht für eine Saison 2021 zur Verfügung stehen.

Der Verein hat mir die Möglichkeit gegeben, mich von der Mannschaft selbst zu verabschieden. Dafür bin ich dem Vorstand sehr dankbar. Ich habe den Verein seither mehrfach darum gebeten, damit Klarheit hergestellt wird für interne und externe vereinsbezogene Anfragen und alle Beteiligten nach vorn schauen können. Dies ist leider noch nicht erfolgt. Aus diesem Grund möchte ich mich selber, unter den mir zur Verfügung stehenden Mitteln, an Euch wenden und für Klarheit, was meine Person angeht, sorgen.

Bleibt gesund, bleibt wild und bleibt Sexy!

Hab euch alle Lieb
Phil“

Liebe Alle/Freunde,die letzten Wochen waren sehr ereignisreich, weshalb ich mich heute mit ein paar persönlichen…

Gepostet von Philipp Stursberg am Sonntag, 14. Juni 2020
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