Hamburg Sea Devils stehen im Endspiel! – Ärger vor europäischem Halbfinale

Hanseaten stehen zum zweiten Mal in Folge im Bowl

Glen Toonga (Sea Devils) mit 178 Yards und einem Receiving Touchdown im Playoff-Spiel gegen die Raiders Tirol. Foto: Lobeca/Roberto Seidel

Hamburg – Finalteilnahme erneut gesichert! Nach dem Einzug im vergangenen Jahr haben die Hamburg Sea Devils sich in dieser Saison erneut das Endspiel der European League of Football (ELF) qualifiziert. Am Sonnabend besiegten die „Seeteufel“ die Raiders Tirol mit 19:7 (10:7). In zwei Wochen geht es nach Klagenfurt (Österreich) zum Championship Bowl. Es war eine Kraftleistung der Hanseaten gegen die Österreicher vor 3.158 Zuschauern im Stadion Hoheluft. Der Jubel in der nördlichsten ELF-Stadt war danach unbeschreiblich.

„Jetzt freuen wir uns auf Klagenfurt“

„Wir haben defensiv das gemacht, was wir die ganze Zeit geplant haben. Die Freude ist sehr groß nach einem starken Spiel, das einem Halbfinale für Football-Europa definitiv würdig war. Jetzt freuen wir uns auf Klagenfurt“, erklärte Miguel Boock stolz nach dem Sieg.

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Edebali mit drei Sacks

Mit 178 Yards und einem Receiving Touchdown war es Glen Toonga, der den Sieg einläutete. Zusammen mit Eric Schlomm, der vier Fieldgoals verwandelte, war vor allem die Defensive der entscheidende Faktor. Insgesamt sechs Sacks hagelte es. Drei davon allein von Ex-NFL-Profi Kasim Edebali.

Maack verletzt

„Unsere Defensive hat ein großartiges Spiel gemacht“, sagte Salieu Ceesay, Quarterback nach dem Spiel. Dieser übernahm, als Quarterback Moritz Maack sich früh im Spiel verletzte, war aber sofort zur Stelle. „Die Raiders haben stark mitgespielt. Wahrscheinlich war es die beste Defensive, die wir dieses Jahr gesehen haben. Moritz hatte sich den Start heute absolut verdient. Ich hoffe, dass er schnell wieder auf die Beine kommt. Wir leiden und feiern zusammen!“

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Dragons oder Vikings als Gegner

„Nichts anderes als der Sieg zählt“, meinte Ceesay über das Championship Game. Am Wörthersee trifft man am 25. September auf einen noch unbekannten Gegner. Dieser wird im heutigen Sonntagnachmittagsspiel (11.9.) zwischen Barcelona Dragons und Vienna Vikings ermittelt.

Peinlicher „Wiener Schmarrn“ vor einem Europa-Halbfinale

Dass diese Partie überhaupt zustande kommt, grenzt an einem kleinen Wunder. Die Vikings buchten sich für ihre erste Saison der European League of Football in das Stadion von Austria Wien ein. Der österreichische Fußball-Bundesligist erklärte den Footballern allerdings in dieser Woche, dass sie nicht im Stadion spielen können. Der Rasen soll in einem schlechten Zustand gewesen sein und Regen wurde für das Wochenende vorhergesagt. Die Wiener „Wikinger“ mussten für Ersatz sorgen und fanden diesen im Simmeringer Footballzentrum Ravelinstraße, wo allerdings nur 1.400 Zuschauer statt 15.000 wie im Austria-Stadion Platz finden. Für ein europäisches Halbfinale der NFL-Kopie natürlich ein Schlag ins Gesicht. Da bleibt den Fans nur noch die TV-Übertragung.

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