Hamburg Sea Devils zu Besuch in Lübeck – Eklat in der European League of Football

Rassismusvorwurf gegen Stuttgart Surge

Berend Grube (Hamburg Sea Devils). Foto: Lobeca/Marcus Kaben

Lübeck – Nach dem Auftaktsieg gegen Frankfurt Galaxy haben die Hamburg Sea Devils den Hype um die European League of Football (ELF) im Norden noch einmal verstärkt. Dabei hatten die Gewinner vom 1. Spieltag am vergangenen Wochenende frei. Einige hatten Zeit für einen Heimatbesuch.

Lübecks Hamburg Sea Devils (v.l.): Ambroise Mati, Barry Maruschke und Salieu Cessay. Foto: Lobeca/Marcus Kaben

Ex-Cougars sehen Lübecker Heimsieg

Ambroise Mati, der den ersten Touchdown für die „Seeteufel“ in der neuen ELF auf sein Konto gutschrieb, war bei der Heimpremiere seines ehemaligen Teams Lübeck Cougars am Sonntag zu Gast. Mit ihm auch einige seiner aktuellen Hamburger Teamkollegen. Quarterback Salieu Ceesay und die beiden Defensivspielern Barry Maruschke und Berend Grube. Sie saßen auf der Tribüne des Buniamshof und sahen den ersten Saisonsieg der „Berglöwen“.

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Next: Barcelona

Dabei galt die Konzentration schon voll dem nächsten Gegner. Am Sonnabend treten die Sea Devils bei den Barcelona Dragons an. Grube sagte: „Wir hatten zwei leichte Trainingseinheiten in der Woche. Viel Theorie, um die Offense von Barcelona zu verinnerlichen. Diese Woche wird es dann wieder physischer. Vom Konzept ist Barcelona anders als Frankfurt.“ Dazu noch: „Ich versuche mindestens die Highlights von den anderen Spielen anzugucken. Man kennt ja auch den einen oder anderen Spieler“, meint der Hamburger Defense End.

„Mein einziger Gedanke war zum Quarterback zu gelangen“

Grube war Übrigens derjenige, der Matis Touchdown mit einem Fumble einleitete. „Ich wusste, dass ich einen Inside Stunt hatte und mein einziger Gedanke war zum Quarterback zu gelangen. Ich bin sauber durchgekommen und erst als ich ihn schon zu Boden gebracht habe, habe ich gesehen, dass Ambroise sich den Ball geschnappt hat. Ich bin noch hinterher aber wusste schon, dass er durch ist“, erinnert sich der 29-Jährige an die ersten Punkte in der European League of Football.

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Quarterback für restliche Saison gesperrt

Die Liga hatte am vergangenen Wochenende ihren ersten Skandal. Stuttgarts Jacob Wright wurde für den Rest der Saison gesperrt. Der Surge-Quarterback leistete sich im Spiel eine rassistische Beleidigung gegen einen Spieler von Frankfurt Galaxy. Das ergaben Gespräche zwischen Patrick Esume (Commissioner der European League of Football) und den Verantwortlichen der beiden Franchisen, den betroffenen Spielern sowie den Schiedsrichtern am Montag.

Patrick Esume (Commissioner der European League of Football). Foto: Lobeca

Esume knallhart

„Es besteht kein Zweifel daran, dass sich die Vorfälle so zugetragen haben. Daher haben wir die Entscheidung getroffen, mit aller Konsequenz und Härte vorzugehen. Wir setzen ein klares Signal, dass in der European League of Football kein Platz für Rassismus oder irgendeine Form von Diskriminierung und Ausgrenzung ist. Das entspricht nicht den Werten, die wir in unserer Liga leben: Football bedeutet Familie und ist für jeden da“, sagt Esume.

Panthers mit zweitem Sieg

Gespielt wurde auch. Wroclaw Panthers holten sich den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Die Polen besiegten Leipzig Kings 54:28. Cologne Centurions gewannen gegen Barcelona Dragons 40:12 und Stuttgart Surge unterlag Frankfurt Galaxy 20:42.

Tabellen

NordTeamSp.SUNPunkteDiff.%
1Wrocław Panthers2200109:6742100.0
2Hamburg Sea Devils110017:152100.0
3Leipzig Kings210165:81-1650.0
4Berlin Thunder100127:37-100.0
SüdTeamSp.SUNPunkteDiff.%
1Frankfurt Galaxy210157:372050.0
2Cologne Centurions210179:671250.0
3Stuttgart Surge210141:59-1850.0
4Barcelona Dragons200229:61-320.0

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