Den drei Top-Clubs der Hansestadt steht ein kleiner Umbruch bevor. Dabei machen die Footballer von Cougars und Seals zukünftig gemeinsame Sache. Größerer Club, ein weiteres Homefield mit der Seals-Anlage an der Vorwerker Straße und ein neuer Name mit neuen Farben bedeuten allerdings auch eine andere sportliche Zielrichtung. Mit dem neuen Elan und den erweiterten Möglichkeiten in Infrastruktur und Erfahrung sollten die „New Cougars“ die Creme de la Creme des deutschen Footballs erreichen. Mit anderen Worten: Nach der Vizemeisterschaft in der GFL2 kann es nicht heißen, in der kommenden Saison gegen den Abstieg zu spielen. Ein Aufstieg ist schon fast Pflicht, denn Sportler wollen sich ja stets verbessern. Platz eins wäre die Verbesserung und das würde das Tor zur German Football League aufstoßen. Wirtschaftlich ist dafür nun einiges zu tun und alle Kräfte, die man mit der Fusion beider Lübecker Footballclubs nun bündelt, bedeuten, dass die Marketing-Abteilung nun gefordert ist. Doch die Cougars haben da fähige Personen in diesem Bereich sitzen, die damit sicher kein Problem haben werden. Auf geht’s Cougars Richtung Aufstieg!

Aufstieg? Ja, das Thema beschäftigt den VfB Lübeck in seinem Jubiläumsjahr. 100 Jahre existiert der Verein von der Lohmühle und hat das Ziel 3. Liga ganz klar ausgerufen. Das soll und muss auch in dieser Saison passieren, denn sonst wird es im kommenden Jahr vermutlich für den einen oder anderen an der Lohmühle etwas schwerer. Im Hintergrund arbeitet alles für den Aufstieg und man stellt sich immer professioneller auf, schafft Strukturen und erweitert den Sponsorenpool. Da spielt die sportliche Leistung auf dem Platz natürlich mit rein. Bisher war das eine sehr gute Darbietung. Platz eins muss es sein, ist es derzeit aber nicht. Und ja, es sind nun zwei Nachholspiele zu absolvieren. Auswärts in Kiel und zuhause gegen Altona. Diese beiden Partien entscheiden am Ende womöglich über Jubel oder Tränen bei den Grün-Weißen – und sie sind kein Selbstgänger. Ärgerlich dabei, dass man unnötige Punkte in Jeddeloh und Drochtersen abgab. Vier Zähler hätten es sein müssen – da beißt die Maus keinen Faden ab. Insbesondere das letzte Spiel dieses Jahres bei Holstein Kiel II lässt böse Erinnerungen aufkommen, denn im Vorjahr war es nicht sehr viel anders. Man stützte sich darauf, das Nachholspiel zu gewinnen und herauskam eine 1:2-Niederlage. Auf diese Situation konnte und kann man sich nun schon länger beim VfB einstellen. Hinzukommt, dass Trainer und Mannschaft nun in einer erweiterten Drucksituation stecken, die sie meistern können. Die Frage ist, ob es sie schaffen. Dass nun eine neue Baustelle mit dem Abgang von Sportdirektor Stefan Schnoor auf ist, wirkt nach außen etwas unpassend. Am Ende rollt der Ball in allen Belangen aber immer wieder zum Trainerteam, das nun gefordert ist – mehr denn je. Aktuell ist es aber, zählt man alles zusammen, immer noch auf Platz zwei. Das darf man nicht vergessen. Und Fußball spielen die anderen auch.

Einen Steinwurf weiter ist der Krater näher. Einen Punkt Vorsprung hat der VfL Lübeck-Schwartau auf die Abstiegsplätze in der 2. Handball-Bundesliga. Oh je! Das kennt man so gar nicht dort und dann ist auch noch der langjährige Geschäftsführer weg. So eine kleine Parallele zum Fußball-Nachbarn VfB ist da erkennbar, wo man auf der Suche nach einem neuen Plan zum Thema Sportdirektor ist. Der VfL ist da anders aufgestellt. Geschäftsführer Michael Friedrichs hat viel für den Club getan, doch am Ende war der Spagat zwischen Haupt- und „Nebenjob“ (VfL) doch eine Nummer zu groß. Vor allem, weil Kritik am Führungsstil aufkam – nicht nur intern. Das kann man so machen, aber die Konsequenz ist nun eingetreten. Eine Kehrtwende? Mit dem neuen Mann Daniel Pankofer an der Spitze wird nun eine neue Zeit bei den Tigern eingeläutet. Aktuell spricht niemand mehr von der 1. Liga und nachdem er sich einen kompletten Überblick verschafft hat, wird man sehen, ob diese Aussage aus der Vergangenheit weiter Bestand hat. Cut und gut ist oder weiter den Weg gehen, den der VfL seit Jahren versucht zu beschreiten, ist die Frage, die dann gestellt wird. Derzeit muss man wohl eher nach unten schielen, statt von Feiern zu träumen. Sportlich fragt niemand dabei nach Ausfällen oder Verletzungen. Ergebnissport nennt man so etwas, denn die Historie führt keine Änderungen in der Vereinsspitze auf oder die Umstände werden in Stein gemeißelt. So ist das.

Viel los also in der gehobenen Lübecker Sportwelt – aktuell. Man darf gespannt sein, wie sich die Zukunft entwickelt…Wir hoffen das Beste!