
Hamburg – Die Lübeck Cougars haben am gestrigen Sonnabend den dritten Sieg im dritten Spiel in der Regionalliga perfekt gemacht. Bei den Hamburg Swans setzten sich die Berglöwen unter hochsommerlichen Bedingungen mit 42:9 durch.
Holpriger Beginn
Die Partie begann zunächst zerfahren und von vielen Fehlern geprägt. Beide Mannschaften leisteten sich bereits im ersten Quarter jeweils zwei Turnover. Bei den Cougars verloren Running Back David Smith durch einen Fumble sowie Quarterback Dylan Steele durch eine Interception den Ballbesitz. Zusätzlich machten sich die Lübecker das Leben mit einigen Unkonzentriertheiten selbst schwer. So blieb Hamburg unter anderem nach einem von einem Cougars-Spieler berührten Punt weiter in Ballbesitz.
Wie ausgewechselt
Dadurch gingen die Berglöwen nur mit einer knappen 14:9-Führung in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Lübeck jedoch deutlich verbessert. Mit mehr Energie, Konzentration und Spielfreude übernahmen die Cougars zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Receiver Markus Kähler erzielte seinen ersten Touchdown des Tages und setzte damit ein wichtiges Signal. Kurz darauf sorgte Ian Jans für eines der Highlights der Partie, als er eine Interception fing und diese direkt bis in die Endzone zurücktrug.
Auch Running Back David Smith zeigte trotz seines frühen Ballverlustes eine starke Reaktion. Die Hamburger Defense bekam ihn über weite Strecken nicht in den Griff und Smith erzielte insgesamt drei Touchdowns. Damit war er maßgeblich am deutlichen Erfolg der Cougars beteiligt.
Startschwierigkeiten
Head Coach Florian Knüppel zeigte sich nach der Begegnung vor allem mit der zweiten Halbzeit zufrieden, weniger glücklich war er über den Start in die Begegnung: „Das ist aktuell einfach ein Problem, das uns schon die gesamte Saison begleitet: Wir kommen nicht gut in die Spiele. Der erste Drive war noch in Ordnung, aber danach haben wir Dinge gemacht, die wir in den ersten beiden Partien so noch gar nicht hatten. Wir haben dem Gegner den Ball praktisch geschenkt. Wir hatten einen Fumble, eine Interception und dazu noch einen Punt, den die Swans nach unserem eigenen Fehler recovern konnten. Anschließend schenken wir ihnen auch noch einen Safety. Wenn man das alles zusammenrechnet, haben wir in der ersten Halbzeit einfach viel zu viele Geschenke verteilt.“
„Eine Frage des Kopfes“
Nach vorne blickend ergänzte Knüppel: „Wir müssen endlich dahin kommen, auch von Beginn an richtig da zu sein und direkt Gas zu geben, damit so ein Spiel gar nicht erst in diese Richtung läuft. Vor dem Spiel habe ich schon gesagt, dass die Bedingungen auch mental eine große Rolle spielen werden. Bei der Wärme ist das nicht nur körperlich anstrengend, sondern vor allem eine Frage des Kopfes. Genau dort dürfen wir dann nicht nachlassen. Dazu kommt, dass wir offensiv direkt wieder Fehler gemacht haben. Nach zwei Spielzügen waren wir schon wieder unsauber, weil sich zwei Spieler nicht an das gehalten haben, was eigentlich geplant war. Genau das sind die Punkte, an denen wir weiter arbeiten müssen. Da steckt noch viel Potenzial drin und wir können definitiv noch besser werden.“
Highlight auf der Lohmühle
Die Reaktion seiner Mannschaft nach der Pause habe verdeutlicht, welches Potenzial im Team steckt. Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits auf die kommenden Aufgaben – insbesondere auf das nächste Heimspiel am 6. Juni um 18 Uhr auf der Lohmühle. Dort erwartet die Fans ein stimmungsvoller Football-Abend mit besonderem Gameday-Charakter.
Zunächst steht für die Cougars allerdings die nächste Auswärtsaufgabe an: Bereits am kommenden Sonntag gastieren die Lübecker bei den Bremerhaven Seahawks.






