
Mailand/Cortina – Die 25. Olympischen Winterspiele in Italien sind mit der offiziellen Schlussfeier in Mailand zu Ende gegangen und hinterlassen für das Team Deutschland eine Bilanz von insgesamt 26 Medaillen. Mit acht Gold-, zehn Silber- und acht Bronzemedaillen belegt die deutsche Delegation im abschließenden Medaillenspiegel den fünften Platz hinter Nationen wie Norwegen und den USA. Wie bereits bei vergangenen Winterspielen erwies sich der Eiskanal in Cortina d’Ampezzo als die verlässlichste Medaillenschmiede für den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Insgesamt 19 der 26 deutschen Medaillen wurden in den Disziplinen Bob, Rodeln und Skeleton gewonnen, was die enorme Abhängigkeit des Gesamtergebnisses von den Schlittensportarten unterstreicht.
Am finalen Wochenende festigte der deutsche Bob-Verband seine internationale Vormachtstellung durch einen Doppelsieg im Viererbob der Männer, bei dem Johannes Lochner Gold vor Francesco Friedrich gewann. Zuvor hatten bereits Laura Nolte und Deborah Levi im Zweierbob der Frauen die Goldmedaille gefeiert. Abseits des Eiskanals sorgten Minerva Hase und Nikita Volodin mit Bronze im Paarlauf für einen Erfolg im Eiskunstlauf, während Philipp Raimund im Skispringen auf der Normalschanze sowie Emma Aicher in der alpinen Abfahrt weitere wichtige Podestplätze beisteuerten.
Im internationalen Vergleich ist Deutschland gegenüber den Spielen von Peking 2022, als man mit 27 Medaillen noch den zweiten Platz im Ranking belegte, leicht abgerutscht. Während insbesondere Norwegen seine Dominanz in den nordischen Disziplinen weiter ausbaute, offenbarten sich bei Team Deutschland deutliche Lücken in den klassischen Schneesportarten. Vor allem im Biathlon blieben die deutschen Staffeln in diesem Jahr ohne Edelmetall, was die sportliche Leitung vor Herausforderungen stellt. Der amtierende Chef de Mission des DOSB, Olaf Tabor, wird in den kommenden Wochen die detaillierte Analyse der Ergebnisse vornehmen, um die Weichen für den nächsten olympischen Zyklus zu stellen und die Wettbewerbsfähigkeit in der Breite des Wintersports wiederherzustellen.
Die nächsten Olympischen Winterspiele werden in Frankreich stattfinden. Vom 1. bis 17. Februar 2030 wird dann wieder das Feuer über den Athleten brennen.


