Zwei starke Auftritte, drei wichtige Punkte

LBV Phönix hält Kurs in der Regionalliga

Jubel beim LBV Phönix. Foto: Lobeca/Felix Schlikis

Lübeck – Eine kräftezehrende englische Woche liegt hinter dem LBV Phönix. Mit drei Spielen binnen sieben Tagen. Nach einer respektablen, aber am Ende zu hoch ausgefallenen Niederlage beim Club an der Alster II, folgte am Sonnabend ein 6:4-Heimsieg gegen den Braunschweiger THC, der im Rennen um den Klassenerhalt von großer Bedeutung ist. Die Mannschaft bewies Wettkampfhärte, Teamgeist und Glaube an sich selbst. Und: Durch die beiden Erfolge gegen Kiel und Braunschweig hat sich Phönix in der Tabelle vom letzten Platz auf Rang fünf vorgearbeitet – ein starkes Zeichen im Kampf um den Ligaverbleib.

Niederlage beim Club an der Alster II – Ergebnis trügt

Gegen den individuell stark besetzten Club an der Alster II – unter anderem mit drei ehemaligen Nationalspielerinnen – ging Phönix mit dem nötigen Respekt, aber auch einem klaren Plan ins Spiel: defensiv kompakt stehen, Räume eng machen, Konter setzen. Das funktionierte über weite Strecken gut. Die Lübeckerinnen standen sicher, ließen kaum Chancen zu und kamen selbst zu vielversprechenden Möglichkeiten. Doch statt in Führung zu gehen, war es Alster, das kurz vor Ende des ersten Viertels das 1:0 erzielte – kurz darauf fiel auch das 2:0. Phönix blieb ruhig und diszipliniert, und wurde kurz vor der Halbzeit belohnt: Alix Wolgast traf zum verdienten 1:2-Anschluss. Im dritten Viertel spielte das Team groß auf: Hannah Boeckel glich zum 2:2 aus – und in dieser Phase hätte Phönix sogar in Führung gehen können, vergab aber mehrere Hochkaräter. Im letzten Viertel ging das Team mehr ins Risiko – und das nutzte Alster eiskalt: Mit ihrer Klasse und Abschlussstärke stellte der Gastgeber auf 6:2.

Starker Auftritt im Heimspiel

Im dritten Spiel binnen einer Woche zeigte das Team keinerlei Müdigkeit – ganz im Gegenteil. Gegen den direkten Konkurrenten Braunschweiger THC startete Phönix fokussiert und mit viel Energie. Stella Schön und Lena Heindorff sorgten früh für eine 2:0-Führung, ehe Braunschweig verkürzte. Doch Phönix ließ sich nicht beirren: Ein feiner Diagonalpass über den Platz von Greta Lierhaus leitete das 3:1 durch Simca Schön ein. Nach der Pause stellte erneut Lena Heindorff auf 4:1.

Eine kurze Phase mit unnötigen Ballverlusten ließ Braunschweig auf 4:2 herankommen. Das letzte Viertel war dann ein offener Schlagabtausch: Phönix verteidigte leidenschaftlich, konterte gefährlich – und nach einer clever gespielten Eckenvariante traf Hannah Boeckel zum 5:2. Braunschweig machte weiter Druck, verkürzte auf 5:3 – doch Torhüterin Janna von Weihe sicherte mit mehreren Paraden den Vorsprung. Simca Schön traf per Siebenmeter zum 6:3, das 6:4 für Braunschweig fiel mit dem Schlusspfiff. Mit diesem verdienten Sieg holt Phönix nicht nur den zweiten Dreier der Woche, sondern bestätigt auch: Die Mannschaft kann in entscheidenden Spielen liefern – mental wie spielerisch.

Schritt gemacht

Zwei Siege gegen direkte Konkurrenten – das ist die Bilanz einer englischen Woche, in der Phönix nicht nur sportlich, sondern auch mental überzeugt hat. „Diese Woche hat gezeigt, dass die Mannschaft auch in Drucksituationen an sich glaubt und die nötige Wettkampfhärte besitzt“, so Trainer Christian Bremer. In der Tabelle macht das Team einen wichtigen Sprung vom letzten Platz auf Rang 5 – ein starkes Zeichen in einer engen Liga, in der weiterhin jeder Punkt zählt.

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Spitzenteam wartet

Mit dem Rückenwind aus zwei Siegen geht es nun in die Vorbereitung auf den nächsten Kracher:
Am Sonnabend um 16 Uhr tritt Phönix auswärts beim Harvestehuder THC an. Der HTHC steht aktuell an der Tabellenspitze und ist der klare Titelfavorit. Für Phönix geht es dort vor allem darum, kompakt aufzutreten, mutig zu bleiben – und weiter um die Punkte zu kämpfen.

Schafft der SV Todesfelde den Durchmarsch in die 2. Liga?

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