Lübeck richtet sich auf Kriegsflüchtlinge ein – Sporthallen umfunktioniert

Moisling und St. Jürgen machen Anfang

Heinrich-Mann-Sporthalle in Moisling.

Lübeck – Der Krieg in der Ukraine treibt vor allem Frauen mit ihren Kindern in die Flucht. Sie verlassen das Land vor dem Raketenbeschuss. Innerhalb von knapp drei Wochen sind rund 2,5 Millionen Menschen geflüchtet. Viele davon halten sich derzeit im ukrainischen Nachbarland Polen auf, doch Deutschland hilft ebenfalls. Bis zum Dienstag sind etwa 150.000 Kriegsflüchtlinge angekommen und Lübeck bereitet sich ebenfalls vor. Unterkünfte werden hergerichtet. Dadurch wird der Schul- und Vereinssport möglicherweise eingeschränkt.

Heinrich-Mann-Sporthalle in Moisling ist gesperrt.

„Wir helfen dem Vereinssport“

Dr. Hans-Joachim Friedemann (Bereichsleiter für Schule und Sport in der Hansestadt) erklärte auf Nachfrage von HL-SPORTS: „Natürlich ist die Einrichtung von Erstunterkünften eine Herausforderung in der Lage, die umgehend entschieden werden muss. Die Menschen benötigen ein Bett, etwas zu essen und Sanitäranlagen. In Sporthallen ist es logistisch zwar auch herausfordernd, aber leistbar, in kurzer Zeit Unterkünfte zu schaffen, die diese Bedingungen erfüllen. Neben der Heinrich-Mann-Sporthalle wird als weitere Dreifelderhalle die Kalkbrennerhalle in St. Jürgen als Erstunterkunft hergerichtet. Weitere Sporthallen bleiben eine Option. Genaue Auskünfte sind momentan nicht möglich. Wir wissen, dass die Lübecker diesen Menschen helfen möchten. Das gilt selbst dann, wenn die eigenen Lebensgewohnheiten, wie Freizeit und Sport davon berührt sind. Wir helfen dem Vereinssport, die Auswirkungen der entfallenden Hallenzeiten abzumildern. Das gelingt natürlich nicht 1:1.“

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Heinrich-Mann-Sporthalle in Moisling

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