
Lübeck – „Die Stimmung war gut und das Wetter hat mitgemacht.“ Das Fazit von Jan Dalitz bei HL-SPORTS am Sonntag. Sport, Gemeinschaft und Unterstützung für Krebspatienten standen am Sonnabend beim Lübecker Ruder-Klub im Mittelpunkt. Bei der Regatta „Rudern gegen Krebs“ gingen auf dem Elbe-Lübeck-Kanal insgesamt 65 Boote an den Start – Melderekord für die Lübecker Veranstaltung. Mit dem Event wird das Projekt „Sport mit Krebs“ der Sana-Kliniken unterstützt, das Krebspatienten den Zugang zur Sporttherapie ermöglichen soll. Verantwortlich für das Projekt ist Dalitz, der gleichzeitig zu den Organisatoren der Regatta gehört.
65 Boote sorgen für Melderekord
Schon vor dem ersten Start war Dalitz die Vorfreude anzumerken. „Ja, wir sind hier am Elbe-Lübeck-Kanal beim Lübecker Ruder-Klub. Heute startet die Regatta “Rudern gegen Krebs“. Das Projekt dient dazu, mein Projekt “Sport mit Krebs“ finanziell zu unterstützen, um Krebspatienten den Zugang zu Sporttherapie zu ermöglichen. Dieses Jahr 65 Boote, Melderekord für Lübeck! Hier ist eine Menge los.“
Für Dalitz besitzt die Veranstaltung neben dem finanziellen Aspekt eine besondere persönliche Bedeutung. Einige seiner Patienten saßen selbst in den Booten und wurden damit unmittelbar Teil der Regatta.
„Das ganze Event für mich persönlich zeigt mir zum einen, dass mein Projekt doch mehr Rückhalt hat, als man so tagtäglich mitbekommt. Zum anderen sehe ich meine Patienten, die hier auch selber im Boot mit sitzen. Und für mich selber ist Sport einfach super, superwichtig. Sport ist Prävention, aber auch in der Akutmedizin und in der Rehabilitation schwer etabliert.“
Dalitz ging bei der Veranstaltung auch selbst aufs Wasser. „Und dementsprechend freue ich mich auch selber mitrudern zu dürfen, um mich selber auch ein bisschen bewegen zu dürfen. Aber am wichtigsten ist einfach die Stimmung, die Atmosphäre, das Klima hier für das Projekt aufzuschnappen, das mir dann auch wieder Kraft gibt, auch einfach weiterzumachen und selber als Therapeut voll drin zu sein.“
Organisation anstrengender als das Rudern
Dass hinter einer solchen Veranstaltung eine Menge Arbeit steckt, hatte Dalitz in den Wochen zuvor selbst erlebt. Auf die Frage, ob für ihn das Rudern oder die Organisation anstrengender sei, hatte er eine klare Antwort.
„Ganz klar die Organisation tatsächlich. Also jetzt auch in den letzten Wochen, was im Hintergrund alles noch passiert ist und jeder, der schon mal versucht hat, eine Veranstaltung mit auf die Beine zu stellen, weiß: je kurzfristiger der Termin ansteht, umso größer werden die kleinen Nickligkeiten, die auftreten, die dann noch irgendwie beseitigt werden müssen. Ich bin jetzt einfach froh, dass die organisatorische Phase zu Ende ist und jetzt kommt’s, wie’s kommt.“
Funny Fighters Kiel, Väterboot und Rowing Eyes gewinnen
Neben dem guten Zweck ging es auf dem Elbe-Lübeck-Kanal auch sportlich um die Entscheidungen in den verschiedenen Kategorien. Im Patientenrennen setzte sich Funny Fighters Kiel durch. Bei den Einsteigern gewann das Väterboot, während bei den Könnern Rowing Eyes erfolgreich war.
Damit ging eine Ausgabe von „Rudern gegen Krebs“ zu Ende, die mit 65 gemeldeten Booten einen neuen Lübecker Melderekord aufstellte und gleichzeitig das Projekt „Sport mit Krebs“ der Sana-Kliniken unterstützte.
Und Dalitz war danach auch ziemlich geschafft. Zum Abschluss meinte er: „Es war anstrengend, vor allem im Vorfeld, aber wichtig. Der Einsatz hat sich gelohnt und ich bin happy, dass es so einen großen Erfolg mit sich brachte. Ich freue mich auf das kommende Jahr und vielleicht haben wir dann sogar 66 Boote am Start.“








