Mit Herzblut auf Rollen: Silja Meynberg begleitet junge Talente im Rollkunstlauf

Aus dem Silber-Team der Trainerbank

Silja Meynberg trainiert ihre Athletinnen. Foto: (privat)

Lübeck – Silja Meynberg lebt für den Rollkunstlauf – und das nicht nur auf der Fläche, sondern vor allem daneben. Als Trainerin beim TuS Lübeck begleitet sie Kinder und Jugendliche über viele Jahre hinweg auf ihrem sportlichen und persönlichen Weg. Für ihr Engagement wurde sie in die „Trainerbank 2026“ der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck aufgenommen. Im Gespräch gibt sie Einblicke in ihre Motivation, ihre Ziele und ihre Arbeit mit den jungen Athletinnen.

Sport als verbindendes Element

Was Silja Meynberg am Trainersein besonders fasziniert, geht weit über sportliche Ergebnisse hinaus. „Mich begeistert vor allem das langfristige Begleiten von Menschen“, sagt sie. Vom Kindesalter bis ins Erwachsenenleben miterleben zu dürfen, wie sich junge Sportlerinnen entwickeln, sei für sie etwas ganz Besonderes. Dabei gehe es nicht nur um Technik oder Erfolge, sondern auch um persönliche Reife. Gerade in schwierigen Phasen der Jugend möchte sie unterstützen, gemeinsam Lösungen finden und Stabilität geben.

Zugleich sieht sie den Sport als verbindendes Element: Im Rollkunstlauf entstehe ein Raum, „in dem Kinder unabhängig von Hintergrund oder Herkunft zusammenkommen“. Gemeinschaft, Freundschaften und die Freude an der Bewegung stehen dabei im Mittelpunkt. Es erfülle sie, zu sehen, wie aus dieser gemeinsamen Leidenschaft Motivation und Zusammenhalt wachsen – und wie stolz die Kinder am Ende auf ihre eigenen Fortschritte sind.

Größere Vision auf lange Sicht

Auch ihre Ziele als Trainerin sind klar definiert. Kurzfristig möchte Meynberg ihr Wissen kontinuierlich erweitern, weitere Lizenzen erwerben und sich intensiv mit anderen Trainerinnen und Trainern austauschen. Langfristig verfolgt sie eine größere Vision: „Ich möchte im Rollkunstlauf wieder eine starke Leistungsschiene aufbauen.“ Ihr Ziel ist es, Läuferinnen so zu entwickeln, dass sie auf norddeutscher und nationaler Ebene wieder vorne mitlaufen können – ein Anspruch, dem sie sich bereits Schritt für Schritt annähert.

Silja Meynberg (l.) und drei ihrer Athletinnen. Foto: (privat)

„Das ist umso schöner“

Die Teilnahme an der „Trainerbank 2026“ bedeutet für sie dabei weit mehr als nur Förderung. Sie empfindet es als große Anerkennung für ihr ehrenamtliches Engagement: „Umso schöner ist es, dass diese Arbeit gesehen und gewürdigt wird.“ Gleichzeitig freut sie sich auf den Austausch mit anderen Trainerinnen und Trainern aus unterschiedlichen Sportarten. Ein Jahr lang gemeinsam Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen, sei für sie persönlich und fachlich eine große Bereicherung.

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„Leistung ist kein Muss“

In ihrer täglichen Arbeit beschreibt sich Meynberg als Mischung aus konsequent und locker. Disziplin und Fokus sind für sie vor allem vor Wettkämpfen entscheidend, gleichzeitig soll der Spaß nie zu kurz kommen. „Leistung ist möglich, wenn man sie anstrebt – aber sie ist kein Muss“, betont sie. Wichtig sei ihr ein Umfeld, in dem sich die Kinder wohlfühlen, Verantwortung übernehmen und gleichzeitig Freude am Sport behalten. Werte wie Pünktlichkeit, Engagement und gegenseitige Unterstützung spielen dabei eine zentrale Rolle.

Der beste Beweis

Auch auf sportlicher Ebene kann Meynberg bereits einige Erfolge vorweisen. Viele ihrer Läuferinnen standen bei Breitensport-Wettkämpfen auf dem Podest, zudem nahm sie regelmäßig mit ihren Schützlingen am norddeutschen und deutschen Breitensportpokal teil. Besonders stolz ist sie auf die Entwicklung ihrer Leistungsläuferin, die bereits starke Platzierungen bei deutschen Meisterschaften erreichte.

Ein weiteres Highlight sind die Mannschaftswettbewerbe, die sie bewusst in den Trainingsalltag integriert hat. Mit Erfolg: In den vergangenen Jahren landete ihr Team regelmäßig auf dem Podium – inklusive eines ersten Platzes in der Mannschaftswertung. Für Meynberg ist das der beste Beweis dafür, dass sich ihre Arbeit auszahlt: sportlich, aber vor allem auch im Teamgeist.

Am Ende steht für sie jedoch immer eines im Vordergrund: die Entwicklung der Kinder – auf und neben der Fläche. Oder, wie sie es selbst beschreibt: die Freude daran, „zu sehen, wie sich Einsatz auszahlt und die Kinder am Ende stolz und strahlend dastehen.“

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