Tutzing – Es war ein Tag des Wartens. Vorwiegend in der ersten Tageshälfte stellte der extreme Leichtwind Seglerinnen und Segler, Schiedsrichter und Jury auf eine harte Probe. Heute wurden insgesamt elf Rennen gesegelt (sechs Wettfahrten für die Erstligisten, fünf für die Zweitligisten). In der ersten Liga steht derzeit der Konstanzer Yacht Club (KYC) auf Platz eins. Bei den Zweitligisten führen punktgleich der Lindauer Segler Club (LSC) und der Schweriner Yacht-Club (SYC).

„Gerade bei diesen Bedingungen muss man sich bedingt durch das neue Punktesystem in Sachen Risikomanagement etwas zurückhalten, um durch einen Frühstart nicht sieben Punkte zu kassieren“, so Carsten Kemmling vom Norddeutschen Regatta-Verein (NRV). Der Meister von 2013 und 2014 segelte heute einen zweiten, fünften und fünften Platz.

Die zwei ausrichtenden Vereine zeigten sich noch defensiv: „Unter solchen Bedingungen geht nicht darum viele erste Plätze zu segeln, sondern möglichst wenige Punkte einzufahren“, so Patrick Follmann vom Deutschen Touring Yacht-Club (DTYC). Auch der Münchner Yacht-Club (MYC) zeigte sich bescheiden: „Für uns zählt einzig und allein der Klassenerhalt, am besten ohne dafür in die Relegation zu müssen“, so Michael Liebl vom MYC.

In Rennen sieben gab es heute das erste Bremer Derby in der Geschichte der Segel-Bundesliga. Neben der Segelkameradschaft Wappen von Bremen (SKWB) ist 2015 auch der Wassersport-Verein Hemelingen (WVH) erstklassig. Gestern noch tiefgestapelt, heute aber mit zwei Rennsiegen steht die SKWB derzeit auf Platz zwei: „Die Favoritenrolle zwischen dem WVH und uns ist klar: Wir als Relegations-Vermeider ziehen da wahrscheinlich den Kürzeren“, sagte Chrsitoph Peper vom SKWB gestern. Falsche Bescheidenheit wie sich heute rausstellte.

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In der zweiten Liga liegen der Lindauer Segler Club (LSC) und der Schweriner Yacht-Club (SYC) punktgleich auf dem ersten Platz. Mit einer Wettfahrt weniger auf dem Konto folgen derzeit noch punktgleich der Duisburger Segel-Club (DSC) und der Yacht-Club Langenargen (YCL).

Alle, die nicht vor Ort sein können, schalten heute von 11.45 bis ca. 15.15 Uhr den Live-Stream ein.

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