Fans des VfB Lübeck
Foto: Lobeca/Raasch

Ein Kommentar von Chefredakteur Roland Kenzo:

Man musste es ja ehrlich gesagt etwas sacken lassen seit dem vergangenen Freitag, aber so langsam wird es real: Der VfB Lübeck ist in der 3. Liga angekommen – endlich! Wir haben alle gepennt und nur das Online-Portal sportplatz.sh hat in einem Nebensatz darüber berichtet, dass das Präsidium des Norddeutschen Fußballverbandes (NFV) in einer Videokonferenz den inzwischen bekannten Beschluss fasste und die Lohmühle wieder zu einem von nun mindestens 56 Fußballmittelpunkten in ganz Deutschland machte. Zwischen Freude und Stolz als Sportportal der Hansestadt wollten und wollen wir die Fans natürlich informieren. Das gelang ganz gut und wird nun noch intensiver. Wir freuen uns darauf, dass der VfB nun im Teich der großen Fische mitschwimmt.

Im 7. Stock bei RB Leipzig: Roland Kenzo (Chefredakteur HL-SPORTS) mit VfB-Vorstand Florian Möller (Mitte)

Erinnerungen an gute und schlechte Zeiten

Einige Dinge gingen mir seitdem durch den Kopf. Die Spiele in der Regionalliga-Saison, unter anderem auswärts beim heutigen Champions League-Teilnehmer RB Leipzig – die zweite Halbzeit von Plauen, wo wir auf der Hinfahrt solange im Stau standen und deswegen nicht mehr rechtzeitig da waren – die legendäre Radio-Übertragung zusammen mit Timo Möller-Gomez auf der Lohmühle gegen Weiche Flensburg, in dem Deniz Kadah den VfB mit vier Treffern zum Pokalsieg schoss – der Wiederaufstieg in die Regionalliga in Bremen und die zerrissene Hose (war mir dann auch egal…) – und natürlich die Insolvenz, die genau in die Anfangszeit von HL-SPORTS als Online-Portal fielen und uns klar war, dass wir den VfB Lübeck dabei unterstützen am Leben zu bleiben und das grandiose Retterspiel des Hamburger SV, wo ich die Mannschafstaufstellung des Vereins meiner Geburtsstadt vorlesen durfte… Wenn ich so darüber nachdenke, fallen mir noch viele andere Erlebnisse ein, wie bestimmt auch jedem anderen Lübecker oder VfB-Fan, der schon einmal auf der Lohmühle war.

Radio-Übertragung bei Lübeck FM mit Roland Kenzo und Timo Möller-Gomez

Eine volle Lohmühle wird (hoffentlich) bald wieder die Regel sein

Die VfB-Fans sind ein ganz wichtiger Faktor und insbesondere im vergangenen Jahr haben sie gezeigt, dass sie absolut geil sind. Die Ultras vorne weg, die natürlich gelegentlich unbequem sind, aber diese kritischen Stimmen sind ebenso unverzichtbar. Das ist auch ihr „Job“. Die 3. Liga kommt und die Fans werden dann wieder, wie früher, zu Tausenden kommen. Nicht nur sie, sondern auch die Anhänger der Gegner, seien es die aus aktuell Magdeburg, Kaiserslautern oder Rostock. Auf Hansa freue ich mich besonders, weil der Club ebenfalls sympathisch ist und wir als HL-SPORTS auch hier viele Leser haben. Das Stadion wird voller und das ist super.

VfB gewinnt Pokal und verliert wichtige Spieler. Deniz Kadah verlässt Lübeck. Hier lest ihr mehr. http://bit.ly/JHQv1u

Gepostet von hlsports.de am Sonntag, 20. Mai 2012

VfB Lübeck ist top!

Seit der Insolvenz 2012 hat man ein anderes Bild vom VfB Lübeck. Die zuvor nachgesagte Arroganz kann ich persönlich nicht teilen. Der Verein mit dem Vorstandsteam um Florian Möller, Thomas Schikorra und Andreas Popien haben es geschafft, mit Ruhe und Bedacht aus dem Tal der Tränen zu kommen und den Verein zu einem familiär gebliebenen und dennoch attraktiven Verein zu machen. Die Erinnerung an die schlimme Insolvenzzeit sollten sie dabei nicht vergessen und mein allergrößter Respekt gilt ihnen, dass sie es so gut gemacht haben. Weiterhin viel Erfolg dabei.

Trainer Rolf Landerl (VfB Lübeck)
Foto: Lobeca/Raasch

Ein Österreicher mit Ostseeblut in den Adern

Wir kennen das: Salzwasser ist nicht lecker und das haben wir hier an der Küste eben. Runterschlucken ist einfach nicht. Rolf Martin Landerl hat als „Bergmann“ aus der Alpenrepublik in Lübeck Fuß gefasst. Einfach war der Aufstieg für ihn nicht, denn er musste mit Kritikern leben (wie wir alle), aber der Verein vertraute ihm und er hat dieses Vertrauen nicht enttäuscht. Landerl ist ein Typ, der sagt was er denkt und vor allem weiß, dass er es packen kann. Er hat es geschafft und darauf kann er und der Verein, der ihn auswählte, stolz sein. Ich bin es!

Die Mannschaft und die Rückkehr von Ahmo

Landerl, der zusammen mit der gesamten Sportlichen Leitung, immer wieder am Kader gefeilt hat und sich die Mosaikstückchen so zurechtlegte, dass sie am Ende passen – übrigens, wie vom Verein geplant im Jubiläumsjahr hat die Mannschaft zu Aufstiegshelden gemacht. Man kann nicht alle herauspicken, denn der gesamte Kader hat daran gearbeitet. Mentalitätsmonster ist dabei aber wohl Ahmet Arslan, der wieder Torschützenkönig der Regionalliga wurde. 16 Tore erzielte er und ebenfalls zu erwähnen ist Patrick Hobsch als Zweiter mit 13 Treffern. „Ahmo“ kam aus der 3. Liga zurück und hat die Mannschaft angetrieben und die Fans begeistert. Wollen wir hoffen, dass er auch in der kommenden Saison dafür sorgen wird.

#kampfansage: Der VfB Lübeck v. 1919 e. V. macht weiter Druck in der Regionalliga Nord auf Spitzenreiter VfL Wolfsburg…

Gepostet von hlsports.de am Montag, 25. März 2019

Viele, viele Dinge sind passiert und werden noch passieren

Der VfB Lübeck ist aufgestiegen und wir alle sind stolz auf den Verein, die Mannschaft und die Fans. Wer es noch nicht gesehen hat: HL-SPORTS ist seit diesem Wochenende vorrübergehend grün-weiß! Damit wollen wir unseren Respekt vor der erbrachten Leistung ausdrücken. Seit dem 10. Oktober 2011 haben wir unsere Farben, die in rot-weiß für die Hansestadt stehen, nicht verändert. Jetzt haben wir es einmal getan.

Das Logo von HL-SPORTS in grün und weiß

Schluss!

Es reicht, sonst würden wir noch morgen weiterlesen… Support your local Club & your local „HL-SPORTS“ Portal.

In diesem Sinne
GWG
Euer Roland Kenzo

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