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Barmenia Versicherungsagentur Roland Kahl

Wenn ich ein Jahr zurückblicke, dann weiß ich es noch sehr genau, wie die Woche vor dem 13. März 2020 ablief. Wir waren im Urlaub, einfach mal an der Ostsee ausspannen, mal raus und nicht die eigenen vier Wände sehen. Das war soweit schön, wenn nicht genau in dieser Woche Corona um die Ecke gekommen wäre und sich die Nachrichten überschlugen. Selbst im Urlaub ließ es mich als Medien-Junkie nicht los. Meiner Frau möchte ich an dieser Stelle für ihr Verständnis danken, das sie in unserem gemeinsamen Urlaub dafür aufbrachte. Aber sie interessierte es ebenfalls und genügend Zeit für Regenspaziergänge am Strand, eine Shopping-Tour und „Quality-Time“ mit der Familie blieb dabei trotzdem. Unserem Hund war das egal, denn er hatte eh Spaß, aber den er hat irgendwie immer. Hund müsste man sein…

Freitag, der 13.

Am Freitag, den 13., ging es zurück nach Hause – pünktlich zum Zweitligaspiel des HSV bei Greuther Fürth, worüber ich berichten wollte. Pustekuchen, denn wir waren gerade angekommen, da kam die Meldung: Spiel ist abgesagt! Ich war bedient und ahnte Böses. Der Amateursport war ebenfalls ad acta gelegt. Ich glaube, zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht klar, was da wirklich auf uns zukommen würde. Vielleicht geht es so ein paar Wochen und dann ist alles wieder „normal“. Das war ein Satz mit x.

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Pandemie… was ist das?

Die Pandemie nahm seinen Lauf und knebelte unseren Alltag. Das war eine extreme Umstellung. Lockdown… was ist das? Wie, wenn ich von Schleswig-Holstein nach Mecklenburg-Vorpommern möchte, muss ich mich ausweisen? Das war doch für uns alle irgendwie „strange“ oder?

Auf das Herz klicken!

Bilder aus Bergamo

Die Wochen vergingen und HL-SPORTS sollte ja auch weiterlaufen. Ein Schild dranmachen „wegen Corona geschlossen“ war niemals eine Option. Unsere Redaktion macht seitdem das Beste daraus und versucht trotzdem Sportnachrichten aus der Region heraus zu graben. Danke hierfür – ist ja nicht selbstverständlich. Ob es jetzt gut war, dass die Fußball-Bundesliga wieder startete, dürfen andere beurteilen. Als Sportinteressierter war es aber für mich persönlich wenigstens ein wenig Abwechslung zwischen Bildern aus Bergamo und steigenden Fallzahlen um die Ecke. Im Nachhinein betrachtet ist es eben ein Beruf, dem die Profis dort nachgehen und die Lobby-Arbeit hat dort einwandfrei funktioniert. Das aber steht auf einem anderen Blatt.

Der ewige Lockdown

Monate vergingen und dann kam ein Lichtblick. Training in kleinen Gruppen, Saisonplanungen und wieder richtige Spiele. „Wir haben die Pandemie besiegt“ – dachten viele, auch ich. Wieder wurde ich enttäuscht und der ganze Spuk ging von vorne los. Seit November eiern wir nun im Lockdown, Halb- oder Fünf-vor-Zwölf-Shutdown herum. Wenn ich die zündende Idee hätte, würde ich sie sofort nach Berlin weitergeben. Ich habe sie leider nicht und andere auch nicht.

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Die Katastrophe muss ein Ende haben

Nun stehen wir wieder vor einer wärmeren Jahreszeit und schreien wieder „Hurra, es geht raus aus dem Lockdown…“ Dabei sehen wir, wie die Infektionszahlen wieder steigen und wir auf die nächste „Katastrophe“ zulaufen. Für den Sport ist es wirklich eine Katastrophe, doch auch für die vielen Selbstständigen, die ihre Brötchen derzeit nicht verdienen dürfen und am allerschlimmsten ist es für die, die sich mit COVID-19 infizierten, die Folgen vielleicht noch nicht abzusehen sind oder die Menschen, die an oder mit Corona verstarben. Ihnen und ihren Angehörigen gehören auch…

…meine Gedanken aus „ein Jahr Corona

Bleibt gesund und gebt die Hoffnung nicht auf!

Euer Roland Kenzo

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