Mehr Planungssicherheit: Hamburger Derby auf August verschoben. (Foto: Thomas Hellmann)

Hamburg – Zugegeben, dieses Deutsche Spring- und Dressur-Derby in Hamburg-Klein Flottbek hatten sich alle Beteiligten anders vorgestellt. Doch nach der corona-bedingten Verschiebung des Derbys, sollte der 100. Geburtstag trotzdem gefeiert werden.

Zwei Stunden Derby-Highlights und Rückblicke bot die 100.Geburtstags-Show auf ClipMyHorse.tv, aber auch Lehrreiches. Zum Beispiel über die klassischen Derby-Hindernisse verriet Janne Friederike Meyer-Zimmermann im stilechten 1920er-Jahre-Outfit. Außerdem gab es eine ganz besondere Trainingseinheit auf dem Derby-Platz mit keiner geringeren als Sandra Auffarth mit ihrem achtjährigen Nachwuchspferd Steve und Achaz von Buchwaldt. Sie zeigten und erklärten, wie man den Abgang vom IDEE KAFFEE Wall übt. Es kam tatsächlich richtig Derby-Spannung auf und zeigte auf eindrucksvolle Weise, wie viel Vertrauen es braucht, um diese Aufgabe zu meistern: „Wir hatten fast mehr Probleme, rauf zu kommen, als runter“, lachte das As im Spring- und Vielseitigkeitssattel. „Steve war ein bisschen beeindruckt, ich ehrlich gesagt auch, wie immer da oben. Ich glaube, er könnte ein guter Nachfolger für meine La Vista sein, aber mit ihr will ich natürlich auch nochmal im Derby durchstarten.“ Ein Überblick der besten Abgänge wurde übrigens im Anrecht-Investment Stilpreis gezeigt und der eleganteste gekürt. Siegerin war ebenfalls Sandra Auffarth.

Holger Wulschner ließ seinen Derby-Sieg aus dem Jahr 2000 seiner damaligen perfekten Derby-Woche mit Siegen in beiden Qualifikationen und dem eigentlichen Derby Revue passieren. Andre Thieme verriet, dass er am TV saß und mitfieberte – damals als Bereiter bei Wulschner tätig, schaffte auch er später drei Derby-Siege mit seinem Nacorde: „Er war ein unheimliches Kraftpaket, er wurde nie müde und hatte einen unfassbaren Siegeswillen“, erinnerte sich Thieme an seinen Derby-Star. Gemeinsam mit Hamburgs Sternekoch Heinz Wehmann, der exklusiv für den 100. Geburtstag eine Küche auf dem Derby-Platz aufgebaut hatte, kochten die beiden Derby-Sieger ein VIP-Menü und zeigten sich als äußerst talentierte Sous Chefs.

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Einen beindruckenden Rückblick lieferte auch Toni Haßmann, der erzählte, dass alle seine Siegerehrungen der drei Derby-Siege echte Aufreger waren. Übrigens wird der Sattel, in dem Haßmann seine Derby-Siege schaffte, versteigert, und zwar zugunsten des Vereins „Pferde für unsere Kinder e.V.“ Die Auktion läuft bereits, mitbieten kann jeder ab einem Wert von fünf Euro auf der Seite www.pferde-fuer-unsere-kinder.de im Internet.

Ein schicker Hingucker war das spezielle Dressur-Derby, das in Charleston-Outfit und mit entsprechender Musik eine echte Hommage an den Pferdewechsel im Deutschen Dressur-Derby war. Wer das gesehen hat, kann nicht mehr behaupten, Dressur sei langweilig! „Dressur-Derby einmal anders“, kommentierte Derby-Chef Volker Wulff. „Ich glaube, dass wir recht daran getan haben, dass wir den 100. Geburtstag des Derbys so gefeiert haben. Wir werden so schnell wie möglich das Derby nachholen. Und dann haben wir auch einen richtigen Grund zu feiern!“

Alle Re-Lives der Derby-Highlights und auch die 100. Geburtstagsfeier sind im Archiv bei ClipMyHorse.tv zu sehen.

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