Harmonisch durch den M-Parcours: Celine Ramm und Claus. (Foto: Kurt-S. Becker)

Lübeck – Statt „Reitertagen“ ging es in diesem Jahr mal etwas beschaulicher zu am Rittbrook. Die Verantwortlichen des Lübecker Reitervereins (LRV) hatten sich nach reiflichen Überlegungen schon um den Jahreswechsel dazu entschieden, das Frühjahrsturnier im kleineren Rahmen und hauptsächlich für die Amateure auszuschreiben. Das Risiko, doch noch durch Corona-Verordnungen zu einer Absage kommen zu müssen, war vor einigen Monaten kaum abzuschätzen. So wollte man mit einem kleineren Turnier mögliche Verluste auf ein Mindestmaß begrenzen aber den Aktiven endlich wieder Sportmöglichkeiten bieten.

Das diese Idee auf so große Resonanz treffen würde, war selbst dem LRV nicht klar. Trotz widriger Wetterumstände am Turniersonnabend und teilweisem „Land unter“ im Dressurviereck, zeigten sich die Teilnehmer unbeeindruckt und füllten die Startlisten mit hohen Zahlen. Fünf Wettbewerbe in den Klassen A bis S* standen auf dem Programm des ersten Turniertages, das sich aufgrund der hohen Starterfüllung bis in die Abendstunden zog. Auch LRV-Reitlehrerin Martina Duve war begeistert: „Alle sind wieder hochmotiviert und wollen nach der langen Zwangspause wieder auf´s Turnier“.

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Einen Doppelerfolg in der abschließenden S-Dressur gab es für Markus von Holdt (RFV Uetersen), der seine beiden Holsteiner auf Platz eins und zwei steuerte. Der 13jährige Lambarene hatte dabei die Nase ganz vorn, seinen Stallgefährten Casbah sah die dreiköpfige Jury auf Rang zwei.

Die Reitplätze waren abgetrocknet und die Sonne strahlte vom Lübecker Himmel, als am Sonntag die Springreiter das Geschehen bestimmten. Das sportliche Angebot bestand aus insgesamt sieben Prüfungen, neben einem Stilspring-Wettbewerb ging es über A- und L-Parcours. Tages-Highlight war ein Springen der mittelschweren Klasse, ausgeschrieben als Stilspringen. Eine in dieser Klasse eher ungewöhnliche, dennoch gute Idee des Veranstalters, zumal hierbei Hindernisfehler und Zeit nur eine untergeordnete Rolle spielen aber der Reitstil der Teilnehmer als Hauptkriterium der Jury-Entscheidung gilt.

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Am besten gefiel den Richtern die Parcoursrunde von Celine Ramm (RFV Zarpen) mit ihrem Holsteiner Claus (13). Ein harmonischer und gut eingeteilter Ritt ergab am Ende die gute Wertnote 8,5.

Alle Einzelergebnisse im Internet unter www.equiscore.de. Auch die Notenbögen der Dressurprüfungen M und S können hier eingesehen werden.

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