Richtfest für das Haus des Sports: Lübeck setzt ein starkes Zeichen

Mitten in der Stadt entsteht etwas ganz Großes: „Gemeinsam geplant, gemeinsam gemacht“

Richtfest für das Haus des Sports mitten in Lübeck. Foto: LOBECA

Lübeck – Auf der Falkenwiese ist am Donnerstagnachmittag (22. Januar) ein Projekt gefeiert worden, das es in dieser Form in Lübeck bislang nicht gegeben hat – und das auch bundesweit Seltenheitswert besitzt. Rund 70 geladene Gäste kamen zum Richtfest des künftigen „Haus des Sports“ zusammen, darunter Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau, Sportsenatorin Monika Frank sowie die Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn, die maßgeblichen Anteil an der Förderung durch den Bund hat. Vertreter des Judoclubs Lübeck, des Tanzclubs Hanseatic und des Turn- und Sportbundes (TSB) der Hansestadt Lübeck begleiteten den nächsten Meilenstein auf dem Weg zur geplanten Eröffnung im Herbst 2026.

Nach dem traditionellen Richtfestspruch des Poliers wurde bei kleinen Snacks über die Zukunft des Lübecker Sports gesprochen – und genau darum ging es an diesem Tag: um Perspektiven, Strukturen und eine neue sportliche Heimat mitten in der Stadt.

Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorrn hatte großen Anteil an der Verwirklichung des Projektes in Lübeck. Foto: LOBECA

Stadt unterstützt das Projekt mit Millionenbetrag

Bürgermeister Lindenau brachte zum Richtfest nicht nur gute Worte, sondern auch einen konkreten Zuwendungsbescheid mit. „Die Bürgerschaft hat ja vor langer Zeit schon beschlossen, dass die Hansestadt Lübeck das Projekt mit 5,7 Millionen Euro unterstützt. Und das wird nach Baufortschritt ausgezahlt“, erklärte er. Aktuell wurde eine weitere Million Euro bewilligt. „Jetzt sind noch 500.000 Euro offen, die können noch beantragt werden und dann zahlen wir die auch noch aus“, sagte er im Gespräch mit HL-SPORTS und RADIO LÜBECK.

Neben den Mitteln der Stadt fließen Fördergelder des Bundes sowie Zuschüsse aus Lübecker Stiftungen in das Projekt. Lindenau sprach von einer „großen Gemeinschaftsaufgabe, wo alle mit dabei sind“.

Ein Sportcampus mitten in der Stadt

Für Lübeck ist das Haus des Sports mehr als nur ein weiteres Gebäude. „Es zeigt zum einen, welchen Stellenwert der Sport in der Hansestadt Lübeck hat“, sagte Lindenau. Auf der Falkenwiese entstehe „fast schon ein Stadtteil für den Sport“, mit der bestehenden Sport- und Bewegungsanlage, den ansässigen Vereinen wie LBV Phönix, der Nähe zur Wakenitz und den Wassersportangeboten und natürlich den Fußballern des SV Viktoria 08 und Leichtathleten auf der Falkenwiese.

„Hier kann man wirklich viele Sportarten am Ende betreiben auf großer Fläche“, so Lindenau weiter. Besonders wichtig sei dabei auch die Zusammenarbeit der Vereine: „Hier sind eben viele Vereine zusammen tätig. Und auch das schafft Synergien.“

Bürgermeister Jan Lindenau vor Vertretern der Vereine und Verbände. Foto: LOBECA

Erleichterung – und wachsende Verantwortung

Beim Turn- und Sportbund blickt man mit großer Erleichterung, aber auch mit Respekt auf die kommenden Aufgaben. „Einmal bin ich natürlich total erleichtert, dass so ein tolles Projekt jetzt hier auf die Zielgerade geht und dass das gelingt“, sagte TSB-Vorsitzender Pito Bernet gegenüber HL-SPORTS und RADIO LÜBECK. Gleichzeitig wachse aber auch das Bewusstsein für die Verantwortung: „Was bedeutet das, das Haus hier zum Leben zu erwecken, den Betrieb abzusichern, alles das mit Leben zu füllen? Das steht uns noch bevor.“

Der Zeitplan sieht weiterhin eine Fertigstellung im vierten Quartal 2026 vor. „Wir rechnen mit Anfang Oktober“, erklärte Bernet. „Bis jetzt sind wir im Zeitplan.“

Zwei Sporthallen, Verwaltung und neue Strukturen

Im Haus des Sports sollen künftig zwei besondere Sporthallen untergebracht sein. Eine davon wird als große Tanzsporthalle mit speziellem Boden und Akustik genutzt, die andere als Judo- und Budo-Halle, die teilweise auch für den Schul- und Breitensport offensteht.

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VfB Lübeck

Hinzu kommen Seminarräume, Vereins- und Verbandsbüros sowie ein Co-Working-Bereich für den organisierten Sport in Lübeck. „Der gesamte organisierte Sport wird hier seine Ansprechpartner haben, seine Briefkästen, seine Vorstandssitzungen machen können“, so Bernet. „Das ist schon was Besonderes.“

Signalwirkung über Lübeck hinaus

Mit dem Haus des Sports setzt Lübeck ein deutliches Zeichen – nicht nur für den eigenen Breitensport, sondern auch über die Stadtgrenzen hinaus. Vergleichbare Zentren gibt es bislang nur in wenigen Städten. In dieser Größe, mit dieser inhaltlichen Bündelung und in zentraler Lage ist das Projekt bundesweit selten. Barbara Ostmeier, Präsidentin des Landessportverbandes (LSV) meinte: „Hier sieht man, wie man gemeinsam geplant hat und gemeinsam gemacht hat.“ Ein Haus, das den Sport sichtbar macht, vernetzt – und der Stadt eine neue sportliche Identität gibt.

Heute: Sondersendung bei RADIO LÜBECK

Alle Stimmen zu den Feierlichkeiten gibt es am heutigen Freitag (23.1.) gegen 11.10, 15.40 und 19.40 Uhr bei RADIO LÜBECK auf 88,5 UKW, per DAB+, App oder im Stream. Mehr zu RADIO LÜBECK hier: www.radioluebeck.de.

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