Rudern gegen Krebs: Große Benefizregatta auf dem Elbe-Lübeck-Kanal

Jan Dalitz ist onkologischer Sporttherapeut und Leiter des Projekts bei der Sana-Klinik in Lübeck. Foto: privat/oH

Lübeck – Eine Krebsdiagnose zieht Betroffenen oft von heute auf morgen den Boden unter den Füßen weg. Neben der enormen psychischen Belastung fordern auch die Therapien vollen körperlichen Einsatz. Dass Sport in dieser schweren Phase eine echte Stütze sein kann, zeigt das Projekt „Sport mit Krebs“ an den Sana Kliniken Lübeck. Um dieses kostenlose Angebot für Betroffene langfristig zu sichern, kehrt eine ganz besondere Benefizveranstaltung zurück: Am 19. September heißt es auf dem Elbe-Lübeck-Kanal wieder „Rudern gegen Krebs“.

Interview bei RADIO LÜBECK

Jan Dalitz, der hinter dem Sportangebot der Sana Kliniken steht und die Regatta mitorganisiert, war kürzlich zu Gast bei RADIO LÜBECK, um über die Hintergründe und den Ablauf des Events zu sprechen. Dabei stellte er klar, dass bei der Benefizveranstaltung der gute Zweck und das Miteinander im Mittelpunkt stehen: „Schlussendlich ist das tatsächlich eine Regatta, wo der Spaß tatsächlich im Vordergrund steht.“ Leistungssportler sucht man hier vergebens – das Startfeld setzt sich traditionell aus Teams von lokalen Firmen, Arztpraxen oder Krankenhausmitarbeitern zusammen. „Jeder, der Lust hat, kann an dieser Regatta tatsächlich starten und teilnehmen, egal ob man Erfahrung hat oder nicht“, so Dalitz.

Das eigene Patientenrennen

Das Mitmachen ist ausdrücklich auch für absolute Anfänger ohne jegliche Rudererfahrung gedacht. Um professionell zu rudern, brauche es zwar Übung, für die Regatta reiche es laut Dalitz aber aus, „ein bisschen im Wasser gewesen zu sein und das mal probiert zu haben.“ Nach den ersten Vorrennen teilt sich das Teilnehmerfeld automatisch auf: Die schnelleren Boote qualifizieren sich für die Rennen der Erfahreneren, während die verbleibenden Teams in der Amateurstaffel im K.-o.-System bis zum Finale antreten. Ein emotionaler Höhepunkt des Tages wird zudem das eigene Patientenrennen sein, bei dem Betroffene selbst in den Booten sitzen. „Da sitzen halt Menschen mit Krebserkrankung in den Booten, um die geht’s dann ja auch schlussendlich auch an dem Tag“, betont der Mitorganisator.

Start ins „neue Leben“

Die Erlöse der Veranstaltung fließen direkt in das Projekt „Sport mit Krebs“. Dieses spenden- und stiftungsfinanzierte Programm richtet sich an Krebspatienten und -patientinnen aus Lübeck und der Region – unabhängig davon, ob sie sich noch in der akuten Behandlung befinden oder diese bereits abgeschlossen haben. Für die Betroffenen ist die Teilnahme komplett kostenlos. Dalitz erklärt das Ziel des Projekts: „Hier wird dadurch Sport dafür gesorgt, dass ein vernünftiger Start ins, sage ich jetzt mal, neue Leben […] zu ermöglichen.“ Sportliche Bewegung hilft nachweislich dabei, die oft schweren Nebenwirkungen und Auswirkungen der Therapien deutlich zu mindern, „manchmal sogar ausbleiben“ zu lassen.

Mitmachen und helfen

Wer das Projekt unterstützen, aber nicht selbst ins Boot steigen möchte, kann eine Patenschaft übernehmen und einen Startplatz sponsoren, auf dem dann ein anderes Vierer-Team ins Rennen geht.

Die Regatta startet am Sonnabend, den 19. September, auf dem Elbe-Lübeck-Kanal. Austragungsort ist die Charlottenstraße 33 beim Lübecker Ruder-Klub und dem Lübecker Frauen-Ruder-Klub. Alle Informationen zu den Preisen, dem Ablauf und der Bootsanmeldung gibt es online auf rudern-gegen-krebs.de unter dem Stichwort „Lübeck“. Dort kann im Zuge der Anmeldung auch das offizielle Jahresshirt der Regatta erworben werden.

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Das gesamte Interview hört man heute (7. Juni) gegen 8.10, 13.10 und 19.10 Uhr bei RADIO LÜBECK. Mehr dazu hier: www.radioluebeck.de.

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