Lübeck – Mit dem exakt gleichen Kader, der auch zur Offenen Landesmeisterschaft in Mecklenburg-Vorpommern antrat, starteten die Karateka von RW Moisling beim 3. Internationaler Elbe-Cup. Für Moisling gingen Lena Skusa, Emily Hastedt, Denise Gottschalk, Nikita Mituskin, Yusef Mohammad, Jimmy Nguyen, Trang Pham Do und Kirill Velk an den Start, nur dieses mal in einer ganz anderen Konstellation. So kämpften Skusa, Hastedt und Gottschalk mit vier weiteren Mädchen der Jahrgänge 2007/2008, Weiß – Gelbgurt, um die Plätze. 

Beim Abschlusstraining am Freitag wurde noch drüber gescherzt, da laut offizieller Wettkampfliste von den sieben Teilnehmerinnen drei Moislingerinnen waren. Also wurde scherzhaft empfohlen, vordere Plätze anzustreben, möglichst das Podium mit den Plätzen 1 – 3. Was dann beim Turnier geschah, war selbst für die verantwortlichen Trainer eine faustdicke Überraschung. Allen voran die siebenjährige Lena Skusa. Vor- und Zwischenrunde schloss sie jeweils mit einem souveränen 3:0 ab und stand danach im Finale. Dort traf sie auf ihre Vereinskollegin Emily Hastedt, die durch eine glückliche Auslosung direkt ins Halbfinale gelost worden war. Dieses gewann Hastedt gegen Gottschalk 2:1 und durfte sich somit im vereinseigenen Finale mit Skusa messen. Am Ende siegte Lena Skusa mit 2:1 und stand damit als Pokalsiegerin fest. Damit belegten die Mädchen von RW Moisling, wie „besprochen“, die Plätze 1, 2 und 3.

Bei den Jungen dieser Altersklasse startete der neunjährige Nikita Mituskin. Betrachtet man seine technischen Fähigkeiten, so könnte er in absehbarer Zeit zu der Elite der Moislinger Karate-Abteilung gehören. Ein wenig verhalten war sein Kampf im Viertelfinale,  doch danach drehte er richtig auf, gewann das Halbfinale und das anschließende Finale jeweils mit 3:0 und sorgte damit nach Lena Skusa für einen weiteren 1. Platz.

Bei den Jungen dieser Altersklasse, jedoch ab Orangegurt, hatte Moisling mit Jimmy Nguyen und Yusef Mohammad zwei Starter gemeldet. Allerdings gibt es für die meisten Jungen dieser Altersklasse ein unüberwindbares Hindernis, nämlich der jüngste, der drei „Lückbrüder" aus Bremerhaven, Andrew. Diesen bekam Jimmy Nguyen gleich in der ersten Runde zu spüren, in der er Andrew Lück mit 3:0 unterlag. Da es keine Trostrunde gab, war für Ngyuen das Turnier nach lediglich drei Minuten zu Ende. Yusef Mohammad hingegen kämpfte sich bis ins Halbfinale durch. Dort warf ihn ebenfalls Andrew Lück raus. Immerhin blieb ein 3. Platz. Andrew Lück aus Bremerhaven wurde souverän Pokalsieger.

Kirill Velk hatte mit achtzehn Startern ein Mammutfeld erwischt, er gewann seinen ersten Kämpf, doch schied dann in der nächsten Runde aus.

In der letzten Einzeldisziplin startete die elfjährige Trang Pham Do. Ihr war das Losglück zunächst hold, da sie durch ein Freilos erst im Vielterfinale eingreifen musste. In ihrer ersten Begegnung hatte sie ihre Nerven noch nicht ganz unter Kontrolle und so gewann sie nur knapp mit 2:1. Souverän mit 3:0 gestaltete sie dann hingegen das Halbfinale. Wieder knapp mit 2:1 konnte sie die drei Kampfrichter überzeugen und holte so den dritten 1. Platz für die Moislinger Karateka.

Es folgten nun noch die Teamwettbewerbe. RW Moisling 1, mit Lena Skusa, Emily Hastedt und Denise Gottschalk gewann zunächst gegen Bremerhaven 5 und erreichte das Finale.
RW Moisling 2, mit Mituskin, Nguyen und Mohammad verlor gegen Bremerhaven 6, was einen der dritten Plätze bedeutete. Im Finale verlor dann auch RW Moisling 1 gegen Bremerhaven 6, sodass „nur" der zweite Platz übrig blieb.

Die Medaillen im Überblick:
3 Gold-Medaillen: Einzeldisziplinen durch Lena Skusa, Nikita Mituskin und Trang Pham Do.
2 Silber-Medaillen: Einzeldisziplin Yusef Mohammad, Teamdisziplin: Moisling 1.
2 Bronze-Medaillen: Einzeldisziplin Denise Gottschalk, Teamdisziplin: Moisling 2.

Die beiden letzten Turniere haben gezeigt, dass die Moislinger Karateabteilung, was die Jugend betrifft, auf einem guten Weg ist.
Das letzte Turnier vor den Sommerferien findet am Samstag den 4. Juni in Eckernförde statt. Dort tritt die Abteilung mit neun Kindern an.