Immendingen – Während im Norden ein herrliches Sommerwochenende genossen wurde, kämpften die HFCL-Fechterinnen Greta Röpke und Frauke Godau im verregneten Immendingen, Baden-Württemberg, auf den Deutschen Florettmeisterschaften der A-Jugend, Altersklasse U17.

Die zwei Mädchen, beide B-Jugend (AK U13, U14), hatten sich die ganze Fechtsaison hindurch die nötigen Punkte erkämpft und sich die beiden Startplätze in der älteren Altersklasse für Schleswig-Holstein gesichert.

So fanden sie sich zusammen mit den anderen – insgesamt 96 – qualifizierten Fechterinnen aus ganz Deutschland am 4.6. frühmorgens in der Sporthalle ein. Die 14 Vorrundengruppen mit je 7 Fechterinnen wurden in zwei Durchgängen gefochten, so hieß es erstmal warten, dann starten. Greta Röpke zeigte sich nicht gewohnt kampflustig und unterlag in 4 Gefechten, unter anderem gegen starke Gegnerinnen aus Berlin und Weinheim. Die zwei gewonnenen Kämpfe sicherten ihr mit Platz 67 auf der Setzliste den Einzug in die erste K.o.-Runde. Das Gefecht gegen Nathalie Karnath, Biberach, verlor sie mit 15:8 und schied mit Platz 70 in der Gesamtwertung aus.

Frauke Godau ging wach und selbstbewußt in ihre Runde, konnte gleich zum Auftakt Caecilia Thürmer aus Tauberbischofsheim (später 13.) besiegen und bezwang auch die nächsten drei Gegnerinnen sicher. Kondition und somit die Konzentration ließen jedoch nach und so musste sie sich in ihren letzten beiden Gefechten der Runde geschlagen geben. Durch die vier Siege hatte die HFCL-Fechterin sich Platz 39 und somit ein Freilos für das 64er-K-o.-Feld erkämpft. Hier traf sie auf Adriana Hoch aus der Kaderschmiede Tauberbischofsheim, Jahrgang 99. Diese wurde von der vier Jahre jüngeren Godau gut beschäftigt und gefordert, nach Punkten immer eng beieinander. Mit doppelter Trainerunterstützung gelang es Hoch, das Gefecht nach den vollen 3×3 Minuten mit 14:10 für sich zu entscheiden. Frauke Godau kann mit Platz 45 in der Endwertung als eine der jüngsten Teilnehmerinnen im Feld der besten Fechterinnen Deutschlands der Jahrgänge 1999-2003 einen großen Erfolg verbuchen.

Nachdem am Samstagnachmittag in Freiburg die einzige Sonne in der Gegend getankt wurde, gingen die beiden norddeutschen Fechterinnen am Sonntag zusammen mit Anne Sophie Schneegans vom VfL Pinneberg, die im Fechtinternat Bonn trainiert und sich über die nationale Rangliste qualifiziert hatte, in den Mannschaftswettbewerb. An 11. Stelle gesetzt trafen sie zuerst auf Eintracht Duisburg. Diese präsentierten sich als schwierige Gegner. Schneegans konnte, gesundheitlich angeschlagen, nicht ihr volles Können zeigen, kämpfte aber – wie die beiden jüngeren – leidenschaftlich. Trotzdem unterlagen die Schleswig-Holsteiner knapp mit 41:45. Das nächste Gefecht gegen TV Haueneberstein wurde mit 45:12 klar gewonnen. Die stärksten Gegner der Runde kamen vom SC Berlin. Hier konnten immerhin 19 Punkte erkämpft werden. Im anschließenden Direktausscheid trafen die Mädchen auf die Damen des TSG Weinheim. Nachdem Godau und Schneegans gut gegen Kirsch und Hohenadel vorgelegt hatten, unterlagen sie den lautstarken Gegnern mit 19:45, erreichten somit Platz 13 in der Gesamtwertung – ein Ergebnis mit Luft nach oben.