Travemünder Woche: Hohe Wellen sorgen für Ausfälle auf der Ostsee

Die RS Aero sorgten spät am Tag für spannenden und rasanten Sport. Foto: Christian Beeck
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Lübeck – Der dritte Regattatag der 137. Travemünder Woche stellte Segler und Organisatoren vor große Herausforderungen. Regen, Wind und vor allem hoher Wellengang führten am Montag zunächst zu einer Startverschiebung. Zwar ließ der Wind im Tagesverlauf nach und der Regen hörte auf, die Wellen blieben jedoch ein Problem.

Auf mehreren Bahnen mussten Wettfahrten abgesagt werden, weil die Startschiffe nicht sicher ankern konnten. Davon betroffen waren unter anderem die Welt- und Europameisterschaften der RS Tera und RS 500. Die inklusive Klasse RS Venture Connect wich für ihre Europameisterschaft in die Pötenitzer Wiek aus. Andere Klassen konnten zumindest ein eingeschränktes Programm absolvieren.

J/22 und H-Boote küren ihre Sieger

Für die J/22 und die H-Boote endete die Travemünder Woche ohne weitere Wettfahrten. Damit blieben die Ergebnisse des Vortages bestehen.

Bei den German Open der J/22 sicherte sich Wolf Jeschonnek aus Berlin gemeinsam mit Frank Sturm und Klaus Lund erstmals den Titel. „Wir waren nun zum vierten Mal in Travemünde – einmal zur Weltmeisterschaft und dreimal zu den German Open – und das ist unser erster Sieg. Letztes Jahr waren wir schon nah dran. Danach ahbe ich mich noch mal intensiv mit dem Trimm beschäftigt und hatte nun erstmals das Gefühl, bei allen Bedingungen schnell fahren zu können. Wir wären heute gern noch gesegelt, aber mit der Welle war es wirklich grenzwertig“, sagte Jeschonnek. Auf den weiteren Podestplätzen folgten die Hamburger Crews um Thorsten Spötter und Andreas Dillmann.

Bei den H-Booten setzte sich die Berliner Familiencrew um Holger, Jan und Uwe Köhne durch. Platz zwei belegte Andreas Krause vor Jens Hanisch, ebenfalls aus Berlin.

Budzien behauptet Führung

Die Finn-Dinghys konnten immerhin eine Wettfahrt austragen. André Budzien aus Schwerin gewann erneut vor Fabian Lemmel aus Berlin und verteidigte damit seine knappe Gesamtführung. Vor den abschließenden drei Rennen beträgt sein Vorsprung lediglich einen Punkt. Auf Rang drei liegt Jürgen Eiermann aus Rastatt.

Vaurien-WM gestartet

Mit einem langen Wettfahrttag begann am Montag die Weltmeisterschaft der Vaurien-Klasse. Die weiteste Anreise hatten zwei Teams aus Angola.

„Uns gefällt es in Travemünde gut, auch wenn es für uns beim Campen am Grünstrand momentan etwas kühl ist. Wir hoffen bei der WM auf gute Ergebnisse“, sagte Team-Coach Vicente Mendonça. „Segeln ist in Angola ein weitverbreiteter Sport. Neben Vaurien sind Ilcas, 470er, und Optimisten beliebt. Viel Wind und Wellen sind die Teams gewohnt, weil sie zu Hause auf dem Atlantik segeln.“

Nach den ersten drei Wettfahrten führen die Italiener Olmo Cerri und Giola Bertolani mit drei Siegen.

RS Aero startet mit rund 200 Booten

Ebenfalls begonnen hat die Europa- und Jugendweltmeisterschaft der RS Aero. Mit rund 200 Booten stellt die Klasse das größte Starterfeld der diesjährigen Travemünder Woche.

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Aus den USA war unter anderem die Familie Mack angereist. Jamie Mack zog ein positives Fazit ihres ersten Aufenthalts in Travemünde: „Es ist großartig hier. Die Leute sind sehr freundlich, und alles ist super gut organisiert.“

Auch Andrew Mack zeigte sich von den Bedingungen unbeeindruckt: „Das sind wir gewöhnt. Ich hoffe in Travemünde auf ordentlich Wind.“

Lob für die Travemünder Woche

Trotz der schwierigen Wetterbedingungen zeigte sich Olivier Weber, Präsident von Swiss Sailing, von seinem ersten Besuch bei der Travemünder Woche begeistert.

„Die Kontaktpflege ist sehr gut gelungen. Ich habe DSV-Präsidentin Mona Küppers fast täglich getroffen. Das hilft, um zukünftig besser auf Verbandsebene zusammen zu arbeiten. Die internationale Interaktion war beeindruckend – sei es in der Wettfahrtleitung oder in der Jury. Außerdem durfte ich zur Travemünder Woche erleben, wie großartig die Verbindung aus Festival und Sport klappen kann. Und die Stimmung war toll. Überall hat man strahlende Gesichter gesehen, die Spaß am Dabeisein und Zusammensein hatten.“

Bei den RS Games konnten wegen des Wellengangs nicht alle geplanten Wettfahrten stattfinden. Während die RS Tera, RS 500, RS 700 und RS 800 auf weitere Rennen verzichten mussten, segelte die RS Venture Connect ihr Programm in der Pötenitzer Wiek weiter. In der gelben Gruppe überzeugten dabei die Spanier Pau Toni Homar und Ramón Gutierrez mit konstant guten Ergebnissen und zählen damit zu den Favoriten auf den Europameistertitel.

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