Drei Endspiele für die VSG Lübeck

Mehr Druck geht nicht

Die Spieler der VSG Lübeck versammelt auf dem Feld. Foto: Mirko Rietz/oH

Lübeck – Zum 19. Spieltag der 3. Liga Nord war die VSG Lübeck auswärts bei Chemie Volley Mitteldeutschland in Spergau quasi zum Siegen verdammt. Auf einem Abstiegsplatz stehend mussten die Lübecker zur längsten Auswärtsfahrt der Saison.

Ungewohnte Positionen

Von vorneherein war den Lübeckern klar, dass das ein hartes Stück Arbeit werden würde: Die Kaderprobleme, die sich schon durch die ganze Saison zogen, waren auch am Sonnabend problematisch. Wie so häufig hatten die Lübecker einen deutlich kleineren Kader als die Gastgeber zur Verfügung. Lediglich Johan Moll war aus dem Stammkader auf der Außen/Annahme-Position dabei. Nachwuchstalent Gustav Peter war zudem auf Außen aufgestellt, der Youngster spielt sonst in der Landesligavertretung. Dazu durfte sich Kapitän Christoph Menge, sonst etatmäßiger Zuspieler, auf Außen probieren.

Rückschlag in Satz eins

Mit Bahlmann auf Zuspiel, Moll und Menge auf Außen/Annahme, Litke auf Libero, Ullerich auf Diagonal und Pommerenke und V.Rietz auf der Mittelblockerposition starteten die Lübecker stark in das Spiel. Früh zwangen sie die Viertplatzierten aus Mitteldeutschland mit 6:2 in die Auszeit. Dann aber wurden die Gastgeber stärker, und robbten sich Schritt für Schritt heran. In der Mitte des Satzes kippte es, die starken mitteldeutschen Aufschläge stellten die Lübecker Annahme vor unlösbare Probleme. Von 13:11 ging es auf 16:20. Bei Aufschlag Pommerenke kam Lübeck auch durch den starken Einsatz des eingewechselten Joshua Rietz zwar noch einmal auf 21:21 heran, verlor aber hintenraus wie zuletzt häufiger den letzten Druck. 23:25 verlor man Satz eins denkbar knapp.

VSG mit fehlendem Match-Glück

Im folgenden Satz war Lübeck von Anfang an vorne, verlor dann aber den Fokus im Aufschlag. Über den Mittelblock um den späteren MVP Vincent Rietz hielten sich die Lübecker im Spiel, konnten dann aber kaum noch Breaks sammeln. Chemie Volley in diesem Teil im Element Aufschlag/Annahme eine Klasse besser, dazu stark in der Abwehr. Lübeck probierte nochmal alles, verlor aber auch den 2. Satz mit 21:25. Somit war Lübeck im dritten Satz zum Siegen verdammt. Coach Beitz rotierte Menge auf Zuspiel, brachte Peter auf Außen und Schäfer in den Mittelblock, kam zunächst aber völlig unter die Räder. Bei 5:14 kam Joshua Rietz ins Spiel, und brachte Einsatzfreude in Abwehr und Block. Lübeck machte das Unmögliche möglich, und kam von 10:19 und 18:23 nochmal ins Spiel. Dann drehte Menge im Aufschlag auf, und Lübeck führte auf einmal mit Satzball 24:23. Dann aber rafften sich die Gastgeber auf, und gewannen Satz drei glücklich mit 27:25

Ausgangslage ist klar

So ging das Spiel mit 3:0 (25:23 25:21 27:25) an Mitteldeutschland. Und bei der VSG fragt man sich erneut, was mit einem vollständigen Kader und mehr Konstanz im Spiel möglich wäre, war auch hier spielerisch Lübeck mindestens ebenbürtig: „Es fehlt uns einfach an Konstanz. Häufig schaffen es die Gegner im Aufschlag viel besser, unsere Annahme unter Druck zu setzen. Diesen Nachteil können wir zu selten aufholen, das zieht sich durch die Saison und ist echt frustrierend“, so Birger Pommerenke. Lübeck muss damit die verbliebenen drei Spiele in Potsdam, gegen Warnemünde und in Schöneiche gewinnen, um noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Nicht unmöglich, aber eine harte Aufgabe für Lübecks Drittligavolleyballer.

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Bildquellen

  • VSG M1: Mirko Rietz/oH
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