Ernüchterung für VSG Lübeck

Klare Niederlage

Marie Elin Schwarz (VSG Lübeck) schmettert den Ball über das Netz. Foto: LOBECA/Wolf Gebhardt

Lübeck – Mit einem dezimierten Kader reiste die VSG Lübeck am vergangenen Sonnabend zu den Damen des Wiker SV. Nach einer durchwachsenen Trainingswoche war die Ausgangslage alles andere als ideal. Zudem hatte das Hinspiel mit 1:3 aus Lübecker Sicht geendet – es war also noch eine Rechnung offen. Die Duelle gegen die Mannschaft aus der Landeshauptstadt sind seit Jahren umkämpft und endeten bislang häufig zugunsten der Kielerinnen. Trotz kleiner Besetzung war die Mission klar: Ein Arbeitssieg sollte her.

Aufholjagd reicht nicht aus

Da jede Position quasi nur einfach besetzt war, stellte sich die Aufstellung für Trainer Michael Kalms praktisch von selbst auf. Als Wechseloptionen standen lediglich zwei angeschlagene Spielerinnen zur Verfügung. Der erste Satz begann ausgeglichen. Bis in die Anfangsphase hinein begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, ehe sich die Wikerinnen mit starken Aufschlägen absetzen konnten. Beim Stand von 16:10 nahm Lübeck die erste Auszeit. Die Gäste kämpften sich noch einmal auf 18:16 heran, doch die Damen aus Wik behielten die Ruhe und entschieden den Satz mit 25:21 für sich. Vor allem mit druckvollen Aufschlägen setzten sie die Lübecker Annahme immer wieder unter Druck.

Gastgeber mit längeren Atem

Auch im zweiten Durchgang liefen die Lübeckerinnen zunächst einem Rückstand hinterher. Zwar verkürzten sie zwischenzeitlich auf 17:14, näher kamen sie jedoch nicht mehr heran. Die gut organisierte Block-Feld-Abwehr des Wiker SV stellte Lübeck vor große Herausforderungen, während im eigenen Aufschlagspiel der nötige Druck fehlte. So ging auch der zweite Satz deutlich mit 25:16 an die Gastgeberinnen. Im dritten Satz zeigte die VSG noch einmal Kampfgeist. Bis zum 10:10 war es ein offener Schlagabtausch mit sehenswerten Ballwechseln auf beiden Seiten. Anschließend gelang es den Wikerinnen erneut, sich Punkt für Punkt abzusetzen. Am Ende sicherten sie sich auch diesen Satz mit 25:20 und damit einen verdienten 3:0-Erfolg.

Blick nach Vorne

Trotz der Niederlage gab es auf Lübecker Seite positive Akzente: Nell Ehrlinger überzeugte mit starken Aufschlägen sowie engagierter Abwehr- und Angriffsarbeit und wurde mit der silbernen MVP-Medaille ausgezeichnet. Insgesamt zeigte jede Spielerin der VSG immer wieder gute Aktionen, doch über die gesamte Spieldauer hinweg gelang es an diesem Wochenende nicht, die Bestleistung der Mannschaft abzurufen. Nun heißt es: Kopf hoch und nach vorne schauen. Am kommenden Doppelspieltag warten gleich zwei Heimspiele auf die Lübeckerinnen. Gegen die Teams aus Wandsetal und Warnemünde sollen wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren werden.

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  • VSG F1: LOBECA/Wolf Gebhardt
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