
Lübeck – Die Volleyballer der VSG Lübeck dürfen dieses Wochenende doppelt ran: Am Sonnabend um 18.30 Uhr gegen Tabellenführer Eimsbüttler TV und am Sonntag um 15 Uhr gegen Preußen Berlin. Beide Spiele werden zuhause in der Thomas-Mann Schule ausgetragen.
„Müssen eigentlich sechs Punkte holen“
Lübeck steht in der 3.Liga mit dem Rücken zur Wand und muss unbedingt punkten, um nicht gänzlich den Anschluss zu den Nichtabstiegsplätzen zu verlieren. „Wir müssen eigentlich sechs Punkte holen, also beide Spiele klar gewinnen. Das wird eine Mammutaufgabe, da kommen zwei gute Mannschaften zu uns, wir sind aber endlich mal wieder komplett und haben nichts mehr zu verlieren“, schildert Coach Alexander Beitz die Ausgangslage. Rückenwind soll der Achtungserfolg im Pokal am vergangenen Wochenende bringen. Dort hielt die VSG gegen den Zweitligisten aus Kiel lange gut mit, gewann sogar einen Satz und ist somit für den Regionalpokal qualifiziert.
„Die Geschichte der Saison“
Mit Eimsbüttel kommt am Sonnabend eine Mannschaft, die man in der Hinrunde überraschend schlagen konnte. „Da sind wir als Mannschaft aufgetreten und haben uns von der Athletik des Gegners nicht einschüchtern lassen. Aber das ist auch die Geschichte der Saison: Wir können jeden schlagen und haben das auch bewiesen, aber gerade gegen die Teams aus der unteren Tabellenhälfte lassen wir zu viele Punkte liegen“, sagt Außenangreifer Max Lübbe. Die Hamburger sind eine erfahrene Mannschaft und haben Ambitionen, im nächsten Jahr wieder in der 2. Liga aufzuschlagen. Im ersten Aufeinandertreffen kamen die Lübecker insbesondere mit unorthodoxen Lösungen im Angriff immer wieder zum Erfolg.
„Wir haben uns noch lange nicht abgeschrieben und gehen trotz 8 Punkte Rückstand aufs rettende Ufer zuversichtlich in das Wochenende. Das Mindeste, was wir tun können, ist unseren Fans in den letzten Heimspielen noch mal spielerisch Danke zu sagen für die Unterstützung während der ganzen Saison. Wir werfen alles rein, so viel ist sicher“, gibt sich Kapitän Christoph Menge kämpferisch.
Jeder wird gebraucht
Sonntag kommt mit Preußen Berlin ein Team nach Lübeck, dass lange oben mitspielte, aber seit einiger Zeit den Faden verloren zu haben scheint. „Ein bärenstarkes Abwehrteam, da müssen wir in jedem Ballwechsel den längeren Atem haben und immer den Fuß auf dem Gaspedal lassen“, analysiert Trainer Beitz den Tabellenfünften. Der Coach kann auf seine bewährte erste Sechs aus den vergangenen Spielen zurückgreifen, auch Außenangreifer Moritz Krause soll zumindest wieder mit auf der Bank sitzen. „Das gibt uns eine weitere Option, wir müssen aber sehen, wie sein körperlicher Zustand ist nach seiner Verletzung“, freut sich Beitz über die Rückkehr. Bei der Doppelbelastung wird jeder Spieler gebraucht werden, so viel ist sicher. Und dann ist es vielleicht möglich, mit sechs Zählern aus diesen beiden Spielen wieder Mut zu fassen für die verbleibenden Partien und das Unmögliche noch möglich zu machen.
Bildquellen
- VSG Lübeck: Mirko Rietz/oH
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