SSC Palmberg Schwerin setzt sich im Topspiel gegen Dresden durch

3:1-Heimerfolg gegen Verfolger

MVP Hannah Kohn (SSC Palmberg Schwerin, rechts) und Marije ten Brinke (SSC Palmberg Schwerin) jubeln. Foto: Michael Dittmer/oH

Schwerin – Der SSC Palmberg Schwerin hat im Bundesliga-Topspiel gegen den DSC Dresden einen wichtigen 3:1-Sieg eingefahren. Nach einem klaren Satzverlust zu Beginn kämpften sich die Gastgeberinnen zurück, zeigten besonders im Block und Aufschlag Druck und dominierten die folgenden Durchgänge (16:25; 25:22; 25:20; 25:19). Mit diesem Sieg behauptet Schwerin seine Spitzenposition in der Tabelle und sichert sich wertvolle Punkte im Kampf um die beste Ausgangslage.

Mehrfach sich selbst im Weg

Das Topspiel dieses Bundesligaspieltags begann zunächst ausgeglichen, ehe sich der DSC Dresden mit einem starken Blockspiel sowie druckvollen Aufschlägen von Lorber Fijok einen ersten Vorsprung erarbeitete und auf 7:3 davonzog. Nach dem zwischenzeitlichen 4:9 reagierte SSC-Coach Felix Koslowski mit der ersten Auszeit der Partie. Während der Dresdner Block weiterhin effektiv den Schweriner Außenangriff entschärfte, punktete Mia Kirchhoff mehrfach aus dem Hinterfeld. Auf Seiten der Gäste sorgte zudem Diagonalangreiferin Marta Levinska wie gewohnt zuverlässig für Zählbares. Der SSC, der weniger als 72 Stunden zuvor noch in der Champions League in Paris gefordert war, kämpfte sich anschließend mit einer starken Aufschlagserie von Kirchhoff zurück ins Spiel und verkürzte zur Satzmitte auf 13:15.

Diese Phase des ersten Durchgangs war geprägt von mehreren langen Challenge-Pausen sowie ebenso langen und sehenswerten Ballwechseln. Als Dresden den Vorsprung erneut ausbaute, reagierte Schwerin mit personellen Veränderungen: Leana Grozer kam für Anne Hölzig ins Spiel, zudem setzte der SSC auf den Doppelwechsel mit Jaksetic und Artyshuk. Dennoch behielt Dresden die Kontrolle über den Satz. Schwerin stand sich in dieser Phase mehrfach selbst im Weg, geriet in einer ungünstigen Rotation fest und ließ die Gäste weiter davonziehen, auch wenn vor allem Florien Reesink mit tollen Abwehraktionen glänzte. So erspielte sich der DSC acht Satzbälle und entschied den ersten Durchgang deutlich mit 25:16 für sich – nicht zuletzt, weil Marta Levinska diese Rotation am Aufschlag konsequent ausnutzte.

Ausgleich in Sätzen

Für Schwerin hieß es nun: abschütteln – und genau das setzten die sechs Akteurinnen auf dem Feld konsequent um. Mit einer frühen 3:0-Führung und intensiven, gut herausgespielten Ballwechseln setzte der SSC die Gäste aus Dresden von Beginn an unter Druck. Vor allem Jet Kok fand nun im Angriff zunehmend zu ihrer Durchschlagskraft und sorgte für wichtige Punkte. Der Vorsprung der Gastgeberinnen währte jedoch nur kurz. Auf Dresdner Seite fanden sowohl Marta Levinska als auch Jette Kuipers mit cleveren Angriffslösungen immer wieder Antworten, sodass der DSC beim 5:5 ausglich. Ein Block von Marije ten Brinke brachte Schwerin anschließend erneut in Front (11:8) und zwang Dresdens Coach Alex Waibl zur zweiten Auszeit.

Dieser reagierte im Anschluss mit einem Doppelwechsel, doch Schwerin behauptete den Vorsprung und führte weiterhin mit 16:12. In der Crunchtime dieses richtungsweisenden Durchgangs waren es noch drei Punkte Differenz, als beim Stand von 20:17 die entscheidende Phase begann. Mit stabilen Aufschlägen und hohem Druck im Block erspielte sich Schwerin schließlich fünf Satzbälle zum 24:19. Ein Aufschlagfehler eröffnete Dresden zwar noch einmal die Chance zur Aufholjagd, und Zuspielerin Groome brachte die Gäste mit zwei druckvollen Services auf 22:24 heran. Den Schlusspunkt setzte jedoch Jet Kok, die dieses Mal von der Diagonalposition zum 25:22 verwandelte und den Satzausgleich für den SSC perfekt machte.

Sehenswerte Ballwechsel

Auch im dritten Durchgang erwischte Schwerin den besseren Start und nahm Dresdens Top-Scorerin Marta Levinska gleich mehrfach erfolgreich aus dem Spiel. Beim Stand von 7:4 reagierten die Gäste mit einem Wechsel im Zuspiel und brachten Larissa Winter aufs Feld. Der Schweriner Vorsprung schmolz in Folge jedoch weniger aufgrund dieser Umstellung, sondern vielmehr durch zunehmende Eigenfehler der Gastgeberinnen, die Dresden beim 9:9 den Ausgleich ermöglichten. Nun war auch die stimmungsvoll gefüllte Palmberg Arena mit ihren 2.200 Zuschauern gefordert und unterstützte das Team lautstark in den entscheidenden Momenten. Gelang es Schwerin, die Fehlerquote zu minimieren, fand die Mannschaft von Felix Koslowski immer wieder gute Lösungen gegen den Tabellennachbarn aus Dresden. Zur Satzmitte entwickelte sich ein echtes Duell auf Augenhöhe mit zahlreichen langen und sehenswerten Ballwechseln. Dank einer starken Aufschlagserie von Britte Stuut setzte sich Schwerin anschließend erneut ab und erspielte sich beim 20:17 einen wichtigen Vorsprung. Dresden wechselte im Zuspiel noch einmal zurück, doch der SSC behielt die Kontrolle über den Satz. Mit einem erfolgreichen Angriff von Anne Hölzig erspielten sich die Gastgeberinnen den ersten Satzball zum 24:20. Beim Satzball setzte Zuspielerin Hannah Kohn erneut auf Jet Kok, die das Vertrauen mit einem wuchtigen Hinterfeldangriff zwischen die Dresdner Abwehrspielerinnen zum 25:20 und zur 2:1-Satzführung verwertete.

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Deckel drauf – Punkte im Sack

Mit einem aggressiven Block der Gastgeberinnen gegen Jette Kuipers startete der vierte Durchgang, dem umgehend zwei Schweriner Angriffspunkte sowie zwei Asse von Britte Stuut folgten. Beim Stand von 5:1 griff Dresdens Coach Alex Waibl früh zur Auszeit, doch auch im Anschluss leisteten sich die Gäste ungewohnt viele Abstimmungsprobleme. Schwerin blieb konsequent aggressiv und nutzte diese Schwächephase, um den Vorsprung auf 8:3 auszubauen. Vor allem Mia Kirchhoff im Angriff sowie Florien Reesink mit starken Abwehraktionen prägten die Anfangsphase des Satzes und waren maßgeblich an der Führung beteiligt. Während der SSC mit druckvollen Aufschlägen immer wieder Unruhe in die Dresdner Annahme brachte, häuften sich auf Gästeseite die Fehler von der Grundlinie und im eigenen Angriff. Beim Stand von 13:7 schien Schwerin klar auf Kurs, ehe sich das Blatt noch einmal zu wenden drohte. Marta Levinska sorgte mit einer starken Aufschlagserie für neue Spannung, brachte Unruhe in die Schweriner Annahme und verkürzte mit Punkten aus dem Hinterfeld auf 12:14. Dresden war wieder in Schlagdistanz, beim 17:15 betrug der Vorsprung nur noch zwei Zähler. Doch erneut übernahm Mia Kirchhoff Verantwortung und stellte mit wichtigen Angriffspunkten auf 19:15. Dank stabiler Annahme und starker Abwehrarbeit – insbesondere von Anne Hölzig – blieb Schwerin tonangebend und zog auf 22:16 davon. Mit 25:19 machten die Gastgeberinnen rund zwei Stunden nach Anpfiff den Deckel auf die Partie und sicherten sich drei wichtige Punkte im Kampf um eine möglichst gute Ausgangslage in der Tabelle. Zur wertvollsten Spielerin des Abends wurde Zuspielerin Hannah Kohn gewählt.

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Bildquellen

  • SSC DSC: Michael Dittmer/oH
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