SSC Palmberg Schwerin siegt souverän bei Aufsteiger

Volleyballerinnen feiern 3:0 Auswärtssieg

Der SSC Palmberg Schwerin in der Defensive. Foto: Nils Wuechner/oH

Flacht – Der SSC Palmberg Schwerin hat seinen Bundesliga-Auftritt bei den Binder Blaubären TSV Flacht souverän mit 3:0 gewonnen und dabei trotz rotierten Kaders eine konzentrierte Leistung gezeigt. Mit 25:17, 25:18 und 25:17 setzte sich der Champions-League-Teilnehmer letztlich sicher durch.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Nach einem guten Auftakt der Gastgeberinnen übernahmen die favorisierten Schwerinerinnen in allen drei Sätzen Schritt für Schritt die Kontrolle. Druckvolle Aufschläge – allen voran von Luisa van Clewe und später Iris Vos – sowie eine konstant hohe Angriffsquote über die Außenangreiferin Grozer sorgten dafür, dass der SSC in den entscheidenden Phasen jederzeit die Oberhand behielt. Flacht zeigte mutige Angriffe, gute Blockarbeit und kämpfte sich immer wieder heran, doch Schwerin agierte in den wichtigen Momenten abgeklärter. Für MVP Leana Grozer endete der Abend mit 15 Punkten – und für den SSC endete er nicht wirklich: nach dem Bundesligaeinsatz machte sich das Team auf den Weg nach Bulgarien, wo bereits die nächste Champions-League-Partie wartet.

Spielverlauf im Detail

Nur zwei Tage nach ihrem Auftaktsieg in der Champions League gegen Paris trat der SSC Palmberg Schwerin mit komplett rotierter Startformation bei den Binder Blaubären TSV Flacht an – und legte dennoch einen beeindruckend konzentrierten Beginn hin. Die Gäste fanden sofort ihren Rhythmus: Überzeugende Punktgewinne von Vos und Artyshuk sorgten früh für eine 4:1-Führung. Angetrieben vom lautstarken Heimpublikum kämpfte sich Flacht jedoch schnell zurück in die Partie. Mit variablen Angriffen egalisierten die Blaubären den Rückstand zum 5:5 und zwangen Schwerin erstmals zum Nachjustieren. Doch kaum war der Ausgleich hergestellt, übernahm der Favorit wieder die Kontrolle. Eine starke Aufschlagserie von Luisa van Clewe setzte Flachts Annahme unter Druck und verschaffte Schwerin erneut ein komfortables Polster. Beim Spielstand von 8:14 zog Flachts Trainer Manuel Hartmann die erste Auszeit. Im Anschluss entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell, in dem beide Teams Punkt für Punkt antworteten. Besonders Flachts Block glänzte nun mehrfach und verkürzte den Rückstand auf 17:21. Doch als der Satz noch einmal spannend zu werden drohte, schlug Schwerin zurück: Vedrana Jaksetic servierte eine druckvolle Serie, während Leana Grozer die Angriffe konsequent verwertete. Damit besiegelten die Gäste den Satzgewinn mit 25:17.

Konsequente Chancenverwertung

Der zweite Durchgang begann deutlich ausgeglichener, ehe sich die Gäste aus Schwerin beim 10:6 erstmals ein kleines Polster erspielten. Flacht versuchte, aus einer stabilen Annahme heraus mehr Druck über die Mitte zu erzeugen, doch auch der SSC blieb variabel: Van Clewe und Gerritsen punkteten zuverlässig und hielten den Vorsprung ihrer Mannschaft aufrecht. Zudem behielt Schwerin über den gesamten Satz hinweg eine starke Angriffsquote und setzte mit den Außenangreiferinnen Vos und Grozer immer wieder wirkungsvolle Akzente. Beim 10:17 aus Sicht der Gastgeberinnen reagierten die Blaubären und brachten Veer für Kögler, um den Rhythmus des Gegners zu brechen. Später folgte beim 12:20 der Doppelwechsel, doch Schwerin ließ sich davon kaum beeindrucken. Zwar waren die Aktionen auf beiden Seiten nicht immer fehlerfrei, doch die Gäste kontrollierten das Geschehen über weite Strecken. Mit konsequenter Chancenverwertung brachte Schwerin den Satz schließlich sicher mit 25:18 ins Ziel.

Auch im dritten Satz ungefährdet

Die Gastgeberinnen aus Flacht erwischten den besseren Start in Durchgang drei und zwangen den Favoriten aus Schwerin früh zu Fehlern. Die 5:2-Führung der Aufsteiger hielt jedoch nicht lange an: Luisa van Clewe setzte die Blaubären mit druckvollen Aufschlägen unter Druck und Schwerin glich beim 8:8 aus. Als Flacht kurz darauf beim 8:9 zur Auszeit griff, appellierte SSC-Coach Felix Koslowski vor allem an mehr Konzentration im Zusammenspiel von Block und Abwehr. Den längsten Ballwechsel des Abends entschieden allerdings die Gastgeberinnen kurz darauf beim 11:11 für sich – ein Moment, der die starke Defensivarbeit beider Teams verdeutlichte. Beim Stand von 13:15 zog Schwerin den Doppelwechsel und brachte erstmals Kohn und Kirchhoff ins Spiel. Nachdem der Satz lange auf Augenhöhe verlaufen war, setzten sich die Gäste nun Schritt für Schritt ab und erspielten sich eine 19:14-Führung. Flachts Trainer Manuel Hartmann nutzte die Auszeit, lobte sein Team für die starke Vorstellung, doch direkt nach Wiederaufnahme des Spiels setzte Iris Vos mit einem Ass den nächsten Nadelstich und leitete für Schwerin die Crunchtime ein. Im Angriff lief beim SSC nun vieles über Leana Grozer, die mit insgesamt 15 Punkten aus drei Sätzen zur späteren MVP avancierte. Am Ende blieb der Favorit souverän: Mit 25:17 ging auch der dritte Satz ungefährdet an die Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern.

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Bildquellen

  • SSC Palmberg Schwerin: Nils Wuechner/oH
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