SSC unterliegt Suhl im Halbfinale und verpasst den Finaleinzug

Palmberg Schwerin beendet die Saison 2025/26 mit Bronze

Jet Kok (SSC Palmberg Schwerin) im Angriff. Foto: Michael Dittmer/oH

Suhl – Der SSC Palmberg Schwerin hat das Halbfinale in der Palmberg Arena vor 2.100 Zuschauern gegen Suhl mit 0:3 verloren und damit den Einzug ins Finale verpasst. In einer intensiven und stimmungsvollen Partie hielt Schwerin phasenweise gut mit, ließ jedoch vor allem in den entscheidenden Momenten zu viele Chancen ungenutzt. Suhl überzeugte mit variabler Offensive, starkem Blockspiel und hoher Effizienz im Angriff und sicherte sich damit verdient das Finalticket. Für den SSC endet die Saison nach dem Meistertitel im Vorjahr mit der Bronzemedaille.

Umkämpfter erster Satz

In einer stimmungsvollen und hitzigen Palmberg Arena legten beide Halbfinalisten von Beginn an mit viel Aggressivität und Druck im eigenen Angriff los. In der Anfangsphase punkteten beide Teams auf Augenhöhe. Bei Schwerin funktionierte zunächst vor allem der Angriff über die Pipe mit Jet Kok gut, während Suhl über Brancuska zu Punkten kam. Auch die Gäste sammelten mit dem Einbeiner über Kopf fleißig Zähler, da der Schweriner Block zunächst häufig einen Moment zu spät schloss. Für die Gastgeberinnen punktete Mia Kirchhoff über Diagonal zum 12:11-Zwischenstand, bevor ihre Gegenüber Foley den Ausgleich erzielte. Suhl setzte sich anschließend auf 14:12 ab, was Schwerins Coach Felix Koslowski zur ersten Auszeit bewegte.

Anne Hölzig stellte mit ihrem Punkt den 13:14-Anschluss her. Hölzig war es auch, die Suhl mit zwei wirkungsvollen Aufschlägen in Rückstand brachte und auf 16:15 erhöhte. Anschließend ging es im Gleichschritt in Richtung erster Crunchtime in diesem spannenden und ausgeglichenen Duell. Die Gäste aus Suhl erspielten sich mit guten Aufschlägen und Angriffen über Foley eine Drei-Punkte-Führung, die Schwerin beim Stand von 19:22 zur nächsten Auszeit zwang. Als auch der nächste Schweriner Angriff im Block landete, erhielt Anna Artyshuk Einsatzzeit und verschaffte Mia Kirchhoff eine kurze Pause. Schwerin gelang der Sideout, und Marije ten Brinke servierte ein Ass – nur noch 21:23 und Auszeit Suhl. Brancuska punktete jedoch anschließend zum ersten Satzball der Partie. Mit 25:22 ging der erste Durchgang an die Gäste, weil Schwerin zu viele Angriffschancen ungenutzt ließ, während Suhl im Angriff mehr Varianz zeigte und auch im Block überlegen war.

Dominanter Beginn, dass wird es laut und hitzig

Mit dem Satzgewinn im Rücken präsentierten sich die Gäste zu Beginn des zweiten Durchgangs überlegen und gingen schnell mit 4:0 in Führung, bevor Schwerin zunächst der Sideout und anschließend drei Punkte in Folge zum Ausgleich gelangen. Suhls Laura Berger setzte dem Lauf der Gastgeberinnen mit einem Block gegen Jet Kok ein Ende und servierte daraufhin ein Ass zur 6:4-Führung der Pokalsiegerinnen aus Suhl. Das Publikum glaubte zu jeder Zeit an den so wichtigen Sieg der Schwerinerinnen und feuerte das Team lautstark an – auch, als Suhl auf 9:6 erhöhte. Schwerin glich durch die Mittelblockerinnen Stuut und ten Brinke zum 9:9 aus, denn bei guter Annahme setzte Hannah Kohn sie sehenswert in Szene.

Doch Suhl punktete über Dotson und Brancuska und stellte die Drei-Punkte-Führung wieder her. Schwerins Block-Abwehr hatte den Suhler Angreiferinnen, die mit über 50 Prozent Angriffsquote agierten, bislang noch zu wenig entgegenzusetzen. Der Suhler Block hingegen pflückte Anna Artyshuk zur 17:13-Führung und hielt diesen Vorsprung trotz überragender Aktionen von Schwerins Libera Florien Reesink in der Verteidigung. Schwerin kämpfte sich jedoch über Artyshuk und Stuut auf 17:19 heran und blieb im Spiel. Als die Gastgeberinnen Suhl mit guten Aufschlägen unter Druck setzten, verkürzten sie auf 20:21 und zwangen die Gäste zur Auszeit. Die Schlussphase war laut und hitzig: Schwerin kam dank Jet Kok auf 22:23 heran, ehe Foley mit ihrem bereits 14. Punkt den nächsten Satzball für Suhl herausholte. Nach einer sehenswerten Rallye sicherte sich Suhl auch den zweiten Durchgang mit 25:22.

Pokalsieger nahezu fehlerfrei

Die amtierenden Deutschen Meisterinnen aus Schwerin standen nun mit dem Rücken zur Wand. So stark das Team um Kapitänin Anne Hölzig in dieser Saison vor heimischem Publikum auch agierte, nun brauchte es einen wahrlichen Kraftakt für eine echte Aufholjagd. Nach einem ausgeglichenen Satzbeginn setzte sich Suhl erneut früh auf 7:3 ab. Schwerin reagierte zunächst mit einer Auszeit sowie der Einwechslung von Leana Grozer für Jet Kok, die trotz ihrer Rolle als fleißigste Schweriner Punktesammlerin eine kurze Pause benötigte. Der Sideout gelang, und Schwerin verkürzte auf 6:9. Doch eigene Fehler im Angriff und ein starker Suhler Block ließen die Gäste weiter punkten. Beim Stand von 7:13 brachte SSC-Coach Koslowski mit Mia Kirchhoff und Vedrana Jaksetic den Doppelwechsel, der noch einmal die nötige Wende im Momentum bringen sollte. Der Abstand blieb jedoch bestehen, und Schwerin nahm den Doppelwechsel beim Stand von 9:15 wieder zurück. Es war nun vor allem Leana Grozer, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückte und mit einem Block, einem Angriff sowie einem guten Aufschlag auf 11:15 verkürzte.

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Doch Suhl stellte sich auch auf die junge Deutsche blitzschnell ein und blockte einen Pipe-Angriff zum 18:12-Zwischenstand. Schwerin gelang zwar immer wieder der Sideout, doch Suhl agierte über Dotson und Foley nahezu fehlerfrei im eigenen Angriff. Die Chancen, die Suhl Schwerin eröffnete, wusste das Team aus MV an diesem Abend nicht für sich zu nutzen. So sicherte sich Suhl mit dem 25:17 auch Satz drei und damit das Finalticket. Schwerin verabschiedet sich nach der Meisterschaft im vergangenen Jahr mit Bronze aus dieser Saison.

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