VSG Lübeck: Doppeltes Comeback, Matchball und Abstieg

Unglückliche Niederlage in Potsdam

Freude bei der VSG Lübeck über einen Punktgewinn. Foto: Malte Ullerich/oH

Lübeck – Zum 20. Spieltag mussten die Drittligavolleyballer der VSG Lübeck zum Gastspiel nach Potsdam fahren. Der Tabellenelfte aus der Hansestadt ging als Außenseiter in das Duell, waren sie doch mit einem dezimierten Kader angereist. Zu den sieben regulären Kaderspielern kam mit Caspar Wohltaht ein Nachwuchsspieler aus der Regionalligareserve zum Zug.

Wacklig im Schlüsselelement

Lübeck startete mit Menge, Ullerich, Pommerenke, J.Rietz, V.Rietz, Moll und Litke in der Starting Seven. Bekannte Namen, aber Ullerich startete auf der ungewohnten Außen/Annahme-Position. Früh war klar, dass die Annahme das Schlüsselelement werden würde. Hier wackelten die Lübecker in untypischer Konstellation zunächst, und gingen mit einem Rückstand ins Spiel. Den holte man bis Satzende nicht auf: Satz eins ging mit 25:18 nach Potsdam.

Fehlende Konstanz

Dann aber schafften die Gäste es, ihr Spiel zu beruhigen. Mit mehr Kontrolle in der Annahme und gutem Blockspiel ging man selbst mit 17:10 in Führung. Der Vorsprung geriet nochmal ins Wanken, hintenraus waren die Lübecker aber am Ende siegreich. Es hieß 25:22 für Lübeck. Der dritte Satz aber zeigte wieder die Inkonstanz der Lübecker, die sich schon durch die ganze Saison zieht. Sie fanden keine Mittel gegen die starken Potsdamer Aufschläge und unterlagen.

Umstellung fruchtet

In Satz vier stand die VSG also mit dem Rücken zur Wand. Doch eine Umstellung der ohne Trainer angereisten Auswärtsmannschaft fruchtete: Wohlthat ging auf Außen/Annahme, Ullerich auf die für ihn bekannte Diagonalposition. Dort konnte er seine Angriffsstärker besser ausspielen, gemeinsam mit Moll lastete die Hauptangriffslast zunehmend auf ihm. Es entwickelte sich ein ausgeglichener vierter Satz, aus dem die Lübecker schließlich Oberwasser gewannen. Durch ein 26:24 pro VSG entschied der Tiebreak in Potsdam.

Matchball nicht genutzt

Dort starteten die Lübecker furios: Mit 8:5 war der Gast zum Seitenwechsel vorne, und der Sieg zum Greifen nah. Dann aber drehte Bryan Reise für Potsdam im Aufschlag auf, und die Hausherren glichen aus. Dennoch gab es bei 14:13 Matchball für Lübeck aus dem Sideout. Die Hansestädter waren aber nicht kaltschnäuzig genug, und das Heimteam drehte das Spiel über mehrere Netzroller.

Mit dem 16:18 im Tiebreak wurde es die nächste äußerst unglückliche Niederlage für die VSG Lübeck, die gleichzeitig den Abstieg aus der Regionalliga bedeutete. Mit zwei Siegen aus den verbleibenden zwei Spielen ist maximal noch Platz neun möglich.

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Bildquellen

  • VSG M1: Malte Ullerich/oH
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