VSG Lübeck mit Ausrufezeichen in Schwerin – und einem Pokalkrimi gegen einen Drittligisten

Liga-Erfolg und knappes Aus im Pokal – Reshotka erneut ausgezeichnet

Vitalii Reshotka zum dritten Mal in Folge MVP für die VSG Lübeck. Foto: Mirko Rietz
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Lübeck – Ein Wochenende, das Kraft gekostet hat: Die VSG Lübeck waren gleich zweimal gefordert und lieferten dabei zwei starke Auftritte ab. Zunächst setzten sich die Hansestädter am Sonnabend in der Regionalliga Nord beim bis dahin ungeschlagenen Schweriner SC souverän mit 3:0 (25:15, 25:19, 25:20) durch. Nur einen Tag später wartete beim Regionalpokal in Kiel mit der VG HaPi ein Drittligist. Dort fehlte am Ende nicht viel zur Überraschung. Nach einem umkämpften Tiebreak musste sich die VSG knapp geschlagen geben.

Kapitän begeistert: „Das ist mal ein Team!“

In Schwerin trafen die Lübecker auf eine junge, athletische Mannschaft, ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken. Von Beginn an präsentierte sich die VSG konzentriert und kämpferisch. Besonders mit ihrer Blockarbeit und im Angriff überzeugten die Gäste.

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Kapitän Christoph Menge zeigte sich nach der Partie begeistert: „Was die Männer dort abgeleistet haben, ist einfach phänomenal. Jeder war heiß, jeder kämpfte für den anderen, jeder war mit 110 Prozent dabei. Das ist mal ein Team!“

Menge selbst kam beim Stand von 16:9 für Lübeck zum Einsatz. Der erste Satz ging mit 25:15 an die Gäste, die auch im zweiten Durchgang beim 25:19 die Oberhand behielten. Mit einem 25:20 im dritten Satz machten die Lübecker schließlich den deutlichen Auswärtssieg perfekt.

Reshotka holt dritten MVP-Titel in Folge

Einmal mehr überzeugte Vitalii Reshotka. Der Neuzugang wurde erneut als wertvollster Spieler der Lübecker ausgezeichnet und sicherte sich damit bereits seinen dritten MVP-Titel in Serie. Vor allem mit seinen Aufschlägen setzte er die Schweriner unter Druck.

Nach vier Saisonspielen steht die VSG mit drei Siegen und neun Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz der Regionalliga Nord. Lediglich der SV Henstedt-Ulzburg liegt mit zwölf Punkten vor den Lübeckern.

Gegen Drittligisten wird es dramatisch

Viel Zeit zum Durchatmen blieb nicht. Bereits am Sonntagmorgen ging es für die VSG nach Kiel zum Regionalpokal. Im Halbfinale wartete mit der VG HaPi eine Mannschaft aus der 3. Liga.

Personell mussten die Lübecker umstellen. Unter anderem standen Reshotka und Bahlmann nicht zur Verfügung. Dafür kehrten Grunwald und Schäfer in den Kader zurück.

Der erste Satz entwickelte sich zu einer umkämpften Angelegenheit. Zwar hatte die VSG Schwierigkeiten in der Annahme, machte diese aber mit starker Blockarbeit teilweise wett. Erst in der Schlussphase konnte sich der Drittligist entscheidend absetzen und den Durchgang für sich entscheiden.

Im zweiten Satz reagierten die Lübecker mit einer Anpassung in der Aufstellung. Das zeigte Wirkung: Vor allem Jeremy Barkmayer und Johann Carl Moll setzten die gegnerische Abwehr mit ihren Angriffen unter Druck. Die VSG sicherte sich den Satz und erzwang damit den Tiebreak.

12:9-Führung reicht nicht

Der Entscheidungssatz wurde zur Nervenschlacht. Die Lübecker erwischten den besseren Start und erreichten als erste Mannschaft die Marke von acht Punkten.

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Eine der spektakulärsten Szenen folgte beim Stand von 11:9 für die VSG. Mittelblocker Birger Pommerenke stieg am Netz hoch und blockte einen gegnerischen Angriff unmittelbar hinter dem Netz ab.

Als Lübeck anschließend mit 12:9 führte, schien die Überraschung gegen den höherklassigen Gegner greifbar. Doch die VG HaPi kämpfte sich zurück. Die VSG konnte ihren Vorsprung nicht ins Ziel bringen und verlor den Tiebreak noch mit 13:15.

Trainer sieht Fortschritte

Trotz des knappen Pokal-Aus zog Trainer Thomas Kranz ein positives Fazit: „Das Team lieferte in beiden Spielen eine überragende Blockarbeit und überzeugte in den Angriffen. Trotz einer unzufriedenstellenden Leistung in der Annahme konnte es sogar beinahe ein Team aus einer höheren Liga in die Knie zwingen. Das Wochenende zeigt uns, dass sich die harte Arbeit im Block und in der Feldabwehr ausgezahlt hat.“

Für die Lübecker bleibt damit ein Wochenende mit einem überzeugenden Regionalliga-Sieg, einer knappen Pokalniederlage und der Erkenntnis, dass sie auch gegen höherklassige Gegner mithalten können.

Der Spieltag (10. – 11. Oktober)

VG Halstenbek-Pinneberg II – SV Henstedt-Ulzburg 0:3
Schweriner SC – VSG Lübeck 0:3
TuS H/M Kiel – Eimsbütteler TV II 3:1
Oststeinbeker SV – TSB Flensburg 3:1
SV Warnemünde III – MSV Pampow 3:2

Die Tabelle

1.Henstedt-Ulzburg4412:312
2.Lübeck4311:59
3.TuS H/M Kiel4311:79
4.Schwerin439:68
5.Oststeinbek4310:87
6.Kieler TV III327:36
7.Warnemünde III429:86
8.Flensburg616:164
9.Eimsbüttel II304:91
10.Pampow303:91
11.Halstenbek II301:90

In welcher Tabellenregion landet die VSG Lübeck in dieser Saison?

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