
Lübeck – Am vergangenen Sonnabend empfing die VSG Lübeck den Oststeinbeker SV in der Halle der Thomas-Mann-Schule. Nach zwei Siegen zum Saisonstart wollten die Lübecker vor heimischer Kulisse an die bisherigen Leistungen anknüpfen. Doch in den ersten beiden Sätzen fanden die Gastgeber nur schwer ins Spiel.
Personell musste die VSG vor allem auf Kapitän Menge und Libero Swonke verzichten. Für Swonke rückte Außenangreifer Vincent Rietz auf die ungewohnte Liberoposition. Zu Beginn der Partie verpassten es die Lübecker, von Anfang an mitzuspielen, und liefen schnell einem Rückstand hinterher. Das Lübecker Trainergespann reagierte und brachte Barkmeyer auf Außen sowie Wohlthat auf der Diagonalposition. Doch der Wechsel zeigte zunächst nicht die gewünschte Wirkung: Die VSG verlor den ersten Satz deutlich mit 17:25.
Mit dem Rücken zur Wand
Auch im zweiten Durchgang schauten die Hansestädter dem Spiel zunächst nur hinterher. Zwar konnten sie sich zwischenzeitlich besser behaupten, mussten den Satz aber dennoch mit 22:25 an den OSV abgeben. „Wir standen mit dem Rücken zur Wand und mussten etwas anderes machen“, erklärte Trainer Kranz nach der Partie den entscheidenden Wechsel von etatmäßigen Außenangreifer Moll auf die Diagonalposition. Mit Moll auf dieser Position konnte die VSG gegen den Aufschlagdruck des OSV mit einer Vierer-Annahme agieren. Der Wechsel zeigte Wirkung: Die Lübecker fanden endlich ins Spiel und lieferten sich mit den Gästen einen offenen Schlagabtausch.
Im dritten Satz demonstrierte die VSG ihr Können und setzte den Oststeinbekern zunehmend zu. Auch im vierten Durchgang waren die Gäste zunächst kurz davor, den Sack zuzumachen. Doch die Lübecker Blockwand hielt stand. In einer spannenden Crunchtime behielt die VSG die Nerven und setzte sich mit 28:26 durch.
Damit hatten die Gastgeber den Ausgleich erzwungen und die Partie in den Tie-Break gebracht. Zu Beginn des Entscheidungssatzes sah es sogar danach aus, als könnte die VSG das Comeback vollenden. Doch den Lübeckern gingen zunehmend Kraft und Konzentration aus. Der OSV nutzte dies aus und entschied den Tie-Break mit 15:11 für sich.
Mittelblocker Birger Pommerenke zeigte sich nach dem Spiel entsprechend enttäuscht: „Es tut weh, solche Spiele zu verlieren. Wenn das Ziel die obere Tabellenhälfte ist, müssen wir solche Spiele gewinnen. Wir haben viel zu spät Präsenz gezeigt und in den wichtigen Momenten keinen Aufschlag über das Netz bekommen. Für das schon genannte Ziel müssen wir besser spielen als das, was wir heute gezeigt haben.“
Bildquellen
- VSG Lübeck mit dem Blockversuch: Mirko Rietz/oH








