Das Team der Klassen 3 bis 5. Foto: AvL

Nürburgring – Um dem Bundes-Endlauf des Kart-Slaloms eine Krone aufzusetzen, hätte es keine bessere Örtlichkeit geben können als den Nürburgring. So tauchten alle Fahrer und Fahrerinnen in die 1927 begonnene Geschichte der sagenumwobenen und anspruchsvollen Rennstrecke ein, als sie als Team Schleswig-Holstein im „Alten Fahrerlager“ ihre zugewiesene Box betraten. Am Tag zuvor fanden Sitzproben statt und nach der Anmeldung wurde von jedem Fahrer ein Foto gemacht, welches während der Siegerehrungen auf einer riesigen Leinwand gezeigt wurde. So konnte zum Schluss jeder einzelne der besten Fahrer Deutschlands gesehen und geehrt werden.

Messina und Bahl in den Top Ten Deutschlands

Ricardo Messina erreichte mit dem 5. Platz in diesem wichtigen Turnier die beste Platzierung der Schleswig-Holsteiner und des Automobil-Clubs von Lübeck, ein sehr gutes Ergebnis. Nach dem 1. Wertungslauf noch auf Platz drei, lag er aber im 2. Wertungslauf knapp zwei Zehntel hinter dem Bestplatzierten und wurde so vom Podest katapultiert. Nach seiner sehr guten Entwicklung in dieser Saison fuhr Thiago Bahl zwei Mal fehlerfrei und mit guten Zeiten ins Ziel und erreichte verdient den 8. Platz. Carlos Hellberg blieb sicher hinter seinen Erwartungen zurück, platzierte sich im Mittelfeld auf Platz 25, nachdem er im ersten Wertungslauf eine Pylone schmiss.

Nothnagel behielt die Nerven

Philip Nothnagel hatte seinen ersten nicht fehlerfreien Wertungslauf, aufgrund eines Defekts in der Zeitnahme, wiederholen dürfen und in einen fehlerfreien Wertungslauf umwandeln können. Doch trotz seiner zeitlichen Verbesserung im 2. Lauf, musste er sich den schnellen Zeiten der nachfolgenden Fahrer dieser Klasse beugen, die durch das Abtrocknen der Strecke deutlich bessere Bedingungen hatten. Er belegte, mit mehr als fünf Zehnteln hinter dem Erstplatzierten, Platz 41.

Pettke absolviert sein letztes JKS- Tournier

An die überragenden Zeiten der besser Platzierten kam Louis Pettke nicht heran. Fehlerfrei fuhr er in beiden Wertungen über den Parcours, aber in dieser ausgereiften und perfektionierten Klasse, geht es um zehntel Sekunden, manchmal nur hundertstel und Pettke lag zuletzt zwei Zehntel hinter Platz 1 und holte sich einen guten 15. Platz. Für ihn war es das letzte Jugend-Kart-Rennen, das er offiziell bestreiten durfte. Er scheidet bedingt durch seine Volljährigkeit aus dem Jugendsport aus. Eine Pylone schmiss Luca Andre Gehrke, der in diesem Jahr das erste Mal in der nächsthöheren Klasse fährt und mit der Qualifizierung zum Bundes-Endlauf schon sehr viel erreicht hat! Er reihte sich somit im Mittelfeld auf dem 25. Platz ein, was ihn am meisten ärgerte, denn er weiß genau, dass auch er es besser kann.

Hellberg und Reher haben Plätze verschenkt

Auch hier gaben sich die beiden Favoriten im eigenen Team ein Stelldichein und landeten auf guten Plätzen. Während Pino Hellberg sehr schnell unterwegs war, ihm aber leider eine Pylone im Weg stand, verschenkte er einen sicheren 4. Platz und erreichte den 13. Platz in der Gesamtwertung. So spielten bei Mika Tom Reher die Nerven verrückt und er stockte mitten im zweiten Lauf, bremste, weil er dachte, er hätte eine Schikane vergessen zu fahren, so verlor er wertvolle Zeit und begnügte sich mit dem 14. Platz. Lennard Julian Randel fuhr nicht fehlerfrei und hatte eine Pylone zu fassen, erreichte so mit seinen Zeiten den 36. Platz.

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Blöcker schmeißt die meisten Pylonen

Joris Blöcker ist wohl in seiner neuen Fahrerklasse noch nicht angekommen und fuhr eher enttäuschend auf Platz 39. Mit insgesamt drei gefallenen Pylonen und somit sechs Strafsekunden verabschiedete sich Blöcker von den vorderen Plätzen.

Mannschaftswertung Platz 11

Mit den Holsteiner Teamkollegen Julius Siegwarth (Platz 6), Nike Ewald (Platz 8), Josefin von Ahrentschildt (Platz 50), Gino Clasen (Platz 46) und Anton-Alexander Hergerdt (Platz 51) hat das Team den 11. Platz erreicht. Abschließend kann man sehr stolz sein auf die Fahrer des Automobil-Clubs von Lübeck, denn sie bewegen sich grundsätzlich im vorderen Mittelfeld der Fahrerplatzierungen von Deutschland und man konnte eindeutig sehen, dass da noch Luft nach oben ist. So ein Endlauf ist eine große Herausforderung für die jungen Fahrer und Fahrerinnen, die alle meist sehr gut gemeistert haben. Trainer Dirk Müller jedenfalls ist sehr stolz auf sein Team und sieht noch jede Menge Potential bei seinen Fahrern und Fahrerinnen. Müller hat zehn Fahrer des Fünfzehnköpfigen Kaders der Schleswig-Holsteiner zu den Endläufen geführt.

Das Team der Klasse 1 und 2. Foto: AvL

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