85 Jahre und kein bisschen müde: Gerd Franck kann es nicht lassen

Lübecker Schiedsrichter-Urgestein hilft aus

Gerd Franck nach seinem Einsatz am 12. September 2021

Lübeck – Ob Gerd Franck mit seinen 85 Jahren nur darauf gewartet hat, sein nächstes Spiel zu pfeifen? Vielleicht, denn seine letzte Leitung liegt schon fast zwei Jahre zurück. Am 29. September 2019 war er zuletzt im Einsatz – bei der Begegnung Lübeck 1876 gegen TuS Lübeck II. Vergangene Woche „juckte“ es dann wieder einmal beim Betreuer der Phönix-Altherren. Kein Schiri war da, aber Franck gab sofort zu verstehen, dass er das Spiel der Adlerträger gegen TuS/LSC am 12. September dieses Jahres übernimmt. Das ist nun eine Woche her.

Vorbild für den Sport

„Sinnbild für die Schiedsrichterrei, als Mensch bombastisch und jahrelang mein Stellvertreter“, sagte Boris Hoffmann danach bei HL-SPORTS über ihn und freute sich, dass Franck es einfach nicht lassen kann. Er soll sogar noch vor nicht allzu langer Zeit die Idee gehabt haben, in der Kreisliga zu pfeifen. Solche Vorbilder braucht der Sport.

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Nächstes Jahr 65. Jubiläum

Der „Oldie“ vom Flugplatz (Baujahr 1936) zeigte sein Können und alle waren zufrieden. Dabei war das Ergebnis nebensächlich, denn die Aktion war einfach toll. „Wir bedanken uns und hoffen auf weitere Abseitspfiffe von diesem Urgestein. Gerd ist immer auf Ballhöhe, auch mit dem Wasserglas voll Weizenkorn“, so Stefan Schnoor, der ebenfalls die Altherren des 1. FC Phönix Lübeck betreut. Übrigens: Franck ist ein wirkliches Urgestein, denn im kommenden Jahr feiert er sein 65-jähriges Schiedsrichter-Jubiläum. Aber erst einmal steht am heutigen Sonnabend (18.9.) um 14.30 Uhr das nächste Spiel in der A-Klasse an. Dieses Mal geht es am Flugplatz gegen den TSV Travemünde… wieder mit Franck an der Pfeife?

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